
17. Oktober 2005 in Aktuelles
Das italienische Jesuiten-Magazin "La Civiltà Cattolica" übt anlässlich des Todes des US-Boxers Levander Johnson scharfe Kritik am Profi-Boxen.
Rom (www.kath.net)
Die italienische Jesuiten-Magazin La Civiltà Cattolica hat in seiner jüngsten Ausgabe den professionellen Box-Sport als eine Form von legalisiertem Mordversuch verurteilt. Das Magazin verweist auf mehr als 500 Tote im Boxsport innerhalb der letzten 100 Jahre. Im Editorial des Magazins wird betont, dass man den Profi-Boxsport nur absolut negativ sehen könne.
Zusätzlich zur brutalen Gewalt werden Boxer zuerst ausgebeutet und dann von großen wirtschaftlichen Interessen abhängig gemacht, heißt es in dem Bericht. Kritisiert wird auch, dass Boxer oft als Alkoholiker enden. Der Kommentar wurde anlässlich des Todes des US-Boxers Levander Johnson veröffentlicht. Johnson starb am 23. September an den Folgen einer Gehirnverletzung, die er bei einem Leichtgewichtsboxkampf erlitten hatte.
Die Artikel in der Jesuitenzeitung werden normalerweise vom Staatssekretariat des Vatikans gegengelesen.
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