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Ausbruch zur Liebe

10. Februar 2005 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Die Ideologien des Zeitgeistes entlarven und sich aus der Verblendung befreien ist heute nötig: Gabriele Kuby im KATH.NET-Interview über ihr neuestes Buch.


Linz (www.kath.net)

Ihr neuestes Buch trägt den Titel „Ausbruch zur Liebe“. Woraus müssen wir ausbrechen, um zur Liebe zu finden?

Kuby: Wenn jemand heute lieben lernen möchte, dann muss er aus dieser Gesellschaft ausbrechen. Er muss die Ideologien des Zeitgeistes entlarven und sich aus der Verblendung befreien. Der Zeitgeist jubelt den Menschen die Lüge unter, jede Begierde, und sei sie noch so pervers, sei Liebe, und der Mensch habe ein Recht auf ihre Befriedigung. Das führt zu dem unsagbaren Elend der zerbrochenen Familien. Jeder, der einmal geliebt hat, weiß, dass die Liebe Hingabe, Bindung und Treue will. Einen anderen zur Lustbefriedigung zu benutzen – und sei es wechselseitig –, hat mit Liebe nichts zu tun und kann die Sehnsucht nach Liebe, die jeder Mensch in sich trägt, nicht erfüllen. Lieben müssen wir lernen.

Was ist die zentrale Botschaft Ihres Buches, wozu möchten Sie anregen?

Kuby: Ich möchte den Vorhang der Verblendung zerreißen und den Blick freigeben auf den Weg der Liebe zwischen Mann und Frau als Basis der Familie, einer Familie, in der Kinder geboren werden und das bekommen, was sie brauchen: Liebe und Geborgenheit als Fundament für die Entfaltung ihres Potentials. Neueste Umfragen zeigen, dass 44 Prozent der Frauen ohne Kinder als Grund für ihre Kinderlosigkeit angeben, sie hätten nicht den richtigen Mann. Wenn man durch frühe sexuelle Erfahrungen enttäuscht und verletzt wurde, dann wagt man nicht mehr, sich zu binden. Ich möchte jungen Menschen den Freiheitsraum eröffnen, sich für einen zukunftsträchtigen Weg zu entscheiden.

Was geschah durch die Verdrängung der Schuld der Nazigeneration? Was wäre stattdessen nötig gewesen?

Kuby: Heute sind wir uns alle einig: Das Böse trägt SS-Stiefel. Aber ein wirklicher Reue- und Sühneprozess hat nicht stattgefunden. Die Generation meiner Eltern hat geschwiegen und alle Kräfte auf den Wiederaufbau gerichtet. Durch die Verstrickung in die Naziherrschaft, die Befreiung von außen durch die Alliierten und den dann folgenden Materialismus wurde ihre moralische Autorität geschwächt. Die Eltern der 68er waren nicht fähig, einer rebellierenden Wohlstandsjugend Grenzen zu setzen und ein Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse zu vermitteln. Dies ist inzwischen so verwirrt, dass das Böse im Kostüm der heutigen Zeit nicht erkannt wird. Es ist doch erstaunlich, dass die Tötung von Kindern im Mutterleib – in Deutschland ungefähr 300 000 Kinder im Jahr – als Freiheitsrecht der Frau aufgefasst und von den staatlichen Organen legitimiert wird. Obwohl die verheerenden Folgen, nämlich die Vergreisung der Bevölkerung, nicht mehr aufzuhalten ist, ist das Thema noch immer ein Tabu. Was geschieht, wenn man dieses Tabu bricht, hat Kardinal Meisner gerade wieder erleben müssen. Vermutlich wird erst das unabwendbare Elend der kommenden Greisengesellschaft zum Erwachen führen.

Sie beschreiben die Attacke auf die bestehende Wertordnung unter der Flagge von drei Ideologien: dem Kommunismus, der sexuellen Befreiung und dem Feminismus. Wie kann ein junger Mensch, der in der heutigen Gesellschaft aufgewachsen ist, gegenüber diesen Ideologien hellhörig werden?

Kuby: Der Kommunismus hat sich als Heilsideologie selbst erledigt mit ungeheuerlichen menschlichen Opfern und der Hinterlassenschaft einer kulturellen und ökologischen Wüste. Ganzen Völkern wurde die spirituelle Dimension geraubt. Die Ideologie der so genannten sexuellen Befreiung, die mit dem Feminismus Hand in Hand geht, ist noch nicht entlarvt und betreibt das Werk der Familienzerstörung ungehindert weiter. Hellhörig wird man dann, wenn man selbst aus der Sexualisierung fast aller Lebensbereiche aussteigt, die eigenen Beziehungen in Ordnung bringt und sich der pornographischen Bilderflut entzieht. Wir brauchen eine Revolution der Jugend, die einen neuen Lebensstil der Reinheit und Keuschheit schafft, denn nur daraus kann eine Kultur des Lebens erwachsen. Solange sich die Jugend von Staat und Medien in die Frühsexualität treiben lässt, werden wir aus der Abtreibungsgesellschaft nicht herauskommen.

„Sex and Culture“, eine wissenschaftliche Untersuchung von J. D. Unwin, hat brennende Aktualität für die heutige Gesellschaft. Zu welchem Ergebnis kommt es und was können wir daraus lernen?

Kuby: Der englische Anthropologe J. D. Unwin hat 1934 eine große Untersuchung über den Zusammenhang von Sexualität und Kultur veröffentlicht. Das Ergebnis dieses Werkes ist: Je größer die sexuelle Beschränkung in einer Gesellschaft ist, desto höher das kulturelle Niveau; je geringer die sexuelle Beschränkung, umso niedriger das kulturelle Niveau. Obwohl Unwin dieses Ergebnis persönlich gegen den Strich geht, muss er erkennen: Von dieser Regel gibt es keine Ausnahme.Das bestätigt unsere eigene Erfahrung. Wir haben jede Beschränkung der Sexualität aufgegeben, leben in einem unsagbaren pornographischen Sumpf und erleben den Zerfall unserer großartigen abendländisch-christlichen Kultur. Im Volk der Dichter und Denker kann heute ein Viertel der 15jährigen einen einfachen Text nicht mehr lesen und verstehen! Deswegen noch einmal: Wir brauchen eine Keuschheitsbewegung, um eine Kultur des Lebens und der Liebe aufzubauen. Jeder kann heute damit anfangen, keine Macht der Welt kann ihn oder sie daran hindern.

Sie beschreiben in Ihrem Buch die Homosexualisierung der heutigenGesellschaft. Welche Folgen sind abzusehen?

Kuby: Ungefähr zwei Prozent der Bevölkerung, wahrscheinlich noch weniger, fühlen sich vom gleichen Geschlecht sexuell angezogen. „Alle Versuche, die Homosexualität biologisch zu verankern, müssen als gescheitert bezeichnet werden“, schreibt Martin Dannecker, selbst Protagonist der Homolobby, in seinem „Sexualwissenschaftlichen Gutachten zur Homosexualität“ das er im Auftrag der Bundesregierung erstellt hat. Es handelt sich also nicht um eine biologische Anlage, sondern um eine tiefgreifende psychologische Störung der Geschlechtsidentität. Dennoch wird die Gesellschaft von den Aktivisten der Homolobby im Verein mit willfährigen Politikern gerade auf den Kopf gestellt. In unglaublich kurzer Zeit ist es gelungen, die junge Generation davon zu überzeugen, dass Hetero- und Homosexualität gleichwertig seien und dass diese Sicht eine Errungenschaft menschlicher Freiheit darstelle. Dadurch wird die Familie - die Einheit von Mann, Frau und Kindern - als prägendes Leitbild schwer geschädigt.

Das ist aus zwei Gründen verantwortungslos gegenüber der nächsten Generation: Erstens zeigen alle Untersuchungen, dass ausgeübte Homosexualität das Risiko der psychischen und körperlichen Erkrankung massiv erhöht und die Lebenserwartung drastisch vermindert. Die staatlichen Organe warnen vor den Folgen des Rauchens. Warum warnen sie nicht vor den Folgen der ausgeübten Homosexualität? Zweitens ist es doch erstaunlich, dass in einer Gesellschaft, die vor dem Elend der Vergreisung steht, Staat und Medien der nächsten Generation die ihrem Wesen nach unfruchtbare Homosexualität als normal und wünschenswert darstellen und die Jugend dazu verleiten. Homosexualität ist ein Kennzeichen untergehender Kulturen. Es sieht nicht danach aus, als wäre unsere Kultur da eine Ausnahme. Allerdings ist es unserer Zeit vorbehalten, die öffentliche Anerkennung bis zur Gleichstellung mit der Ehe zu treiben und die Adoption von Kindern durch den gleichgeschlechtlichen Partner gesetzlich zuzulassen.

Was kann der einzelne Jugendliche oder junge Erwachsene heute tun, um gegen die Kultur des Todes anzukämpfen?

Kuby: Man kann nur für das Gute kämpfen, wenn man gut lebt. Jeder hat die Freiheit, sich für ein reines, keusches Leben zu entscheiden und damit die Voraussetzung für eine glückliche Ehe zu schaffen. Für Ehe und Familie gibt es heute hervorragende praktische Unterstützung in allen neuen geistlichen Bewegungen und in manchen Bistümern, zum Beispiel „die Schule der Liebe“ in Salzburg. Junge Menschen, die sich zur Jungfräulichkeit vor der Ehe entschließen, sind zunächst Außenseiter und werden dann oft zu Führungspersönlichkeiten. Sie sitzen nicht in Beziehungskisten fest, sondern haben viel Energie für Ausbildung, Freunde und Interessen. Sie haben eine große Chance, frühzeitig ihre Berufung zu entdecken und ihre besonderen Gaben für eine Wende zur Kultur des Lebens einzusetzen. Der Übergang, die Umkehr, ist schwer, sie braucht Mut und Unterstützung, aber der Lohn ist groß: die Heilung von Verletzungen, neue gute Freunde, die Entdeckung von Lebenssinn und tiefer Lebensfreude.

Sie versprechen am Ende Ihres Buches, für die Leser zu beten und laden sie dazu ein, sich anzuschließen. Was ist die Intention und um welches Gebet handelt es sich dabei?

Kuby: Das Gebet soll jungen Christen die Kraft geben, das, was sie erkennen, in die Tat umzusetzen und eine neue Kultur der Reinheit zu schaffen. Das kann nur mit Hilfe des heiligen Geistes geschehen. Auch der Einzelne braucht die Gnade Gotte, um aus der sexualisierten Unkultur dieser Gesellschaft auszubrechen. Ich glaube, dass Gott nichts lieber schenken will, als diese Gnade, wenn wir ihn darum bitten. Vereinen wir uns durch dieses Gebet, um eine Kultur der Reinheit aufzubauen.

Gebet

Gott Vater im Himmel, Herr Jesus Christus, Heiliger Geist, erleuchte unser Herz und unseren Verstand mit dem Geist der Wahrheit,dass wir das Gute vom Bösen unterscheiden können.Gib uns die Kraft, das Gute zu tun.Heile unsere Verletzungen durch die Erfahrung deiner Liebe. Bewahre uns vor den Angriffen des Bösen und mache uns zu einem Werkzeug deiner Liebe und deines Friedens. Amen.

Interview: Linda Noé

Resonanz auf „Ausbruch der Liebe“

Kardinal Ratzinger:
„Ihr neues Buch wird sicher vielen junge Menschen helfen, den Weg zu Jesus Christus und mit ihm zu finden.“

Bischof Mixa:
„Ihre Ausführungen kann ich nur nachhaltig und erfreut begrüßen! ...bleibt zu hoffen, dass Ihr Buch in viele Hände und Köpfe aber auch Herzen Jugendlicher und deren Eltern gelangt.“

Christa Meves:
„Es ist so, als hätte ich für meine Stafette die richtigen Hände gefunden.“

Prof. Klaus Berger:
„Ich habe Ihr Buch gleich ganz durchgelesen und fand es wunderbar, in der Sprache und Überzeugungskraft ganz auf Jugendliche zugeschnitten und sehr nötig. Ich wünsche dem Buch weite Verbreitung!“

Gabriele Kuby, Ausbruch zur Liebe - Für junge Leute, die Zukunft wollen. fe-Medienverlag. 240 Seiten. 13,20 Euro.

Das Buch kann direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der BuchhandlungCHRIST-MEDIA (Auslieferung Österreich und Deutschland) und der BuchhandlungImmanuel (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligenPortokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligenLändern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]



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