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Jurist warnt vor 'Untergrund-Gottesdiensten'

6. April 2020 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Bonner Staatsrechtlers Hillgruber warnt, dass ein völliges Verbot religiöser Treffen seiner Ansicht nach mehr Gefahren als Nutzen für eine Corona-Prävention berge und plädiert für Messen mit eng begrenzter Teilnehmerzahl


Stuttgart (kath.net)
Der Bonner Staatsrechtlers Christian Hillgruber warnt laut einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" in einem KNA-Interview, dass ein völliges Verbot religiöser Treffen seiner Ansicht nach mehr Gefahren als Nutzen für eine Corona-Prävention berge. Für Hillberger sei nicht auszuschließen, dass dadurch unkontrollierte "Untergrund-Gottesdienste" oder "Hinterhofmoscheen" entstünden, weil Gläubige bei Totalverboten Ausweichstrategien verfolgen. Man müsse hier den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren und noch hinreichenden Raum für die Entfaltung der Religionsfreiheit belassen. Daher dürfe es nicht zu einer flächendeckenden Untersagung der Religionsausübung in Gemeinschaft auf unbestimmte Zeit kommen. Der Staatsrechtler plädiert daher für Lösungen wie die Erhöhung der Anzahl der Messen mit eng begrenzter Teilnehmerzahl und entsprechendem Sicherheitsabstand.



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Lesermeinungen

 Steve Acker 6. April 2020 
 

Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

genau der richtige Punkt.
Aber es ist viel bequemer alles abzusagen, bzw. zu verbieten.


4

0
 
 greti 6. April 2020 
 

Gottesdienst versus "Geheimmesse"

Wie wäre es denn, wenn in der Mitte Deutschlands, z. B. in der Hauptstadt Thüringens (Erfurt - wer es nicht weiß),
die Kirchen für Gottesdienst öffnen und ein Exempel gestartet wird ob der "Bravheit"?
Bei gut 2 Millionen Einwohnern im Land gibt es etwas 200.000 (10 %), eher weniger, eingetragene Christen.
Von diesen eingetragenen Christen gehen höchstens 10 % (also 20.000) zu Friedenszeiten in die Kirchen.
Nehmen wir an, 50 % gehören oder zählen sich zur Risikogruppe und 25 % zur Angstgruppe, kämen noch ganze 5000 Personen auf etwa 20, meistens sehr, sehr große Kirchen: Das wären 250 Kirchgänger pro Kirche bei 1 Gottesdienst!!!
Wenn jede Kirche bzw. jeder Pfarrer (auch *In) 2 Gottesdienste anböte, käme auf jede "Veranstaltung" 125 Personen.

Wie die Kirchen schnell und ohne Pardon geschlossen wurden, könnte der 1. Bischof des Landes zu Ostern eine Ausnahmegenehmigung erteilen: Und alle Pfarrer dürfen mal 3 oder vielleicht 4 Hl. Messen halten mit 60-65 Kirchgängern.

Ich bin dafür!


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