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Medien: Papst könnte erstmals eine Kurienchefin ernennen

30. April 2019 in Weltkirche, 17 Lesermeinungen
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Italienische Wirtschaftsexpertin Claudia Ciocca als neue Leiterin des vatikanischen Wirtschaftssekretariats im Gespräch - Sie wäre die erste Frau an der Spitze einer vatikanischen Kurienbehörde


Vatikanstadt-Madrid (kath.net/KAP) Erstmals könnte Papst Franziskus eine Frau mit der Leitung einer vatikanischen Kurienbehörde beauftragen. Das spanische Portal "Religion Digital" berichtet, es sei geplant, die italienische Wirtschaftsexpertin Claudia Ciocca zur Leiterin des vatikanischen Wirtschaftssekretariats zu ernennen. Am Montag empfing Papst Franziskus den kommissarischen Leiter der Behörde, Luigi Misto. Zu dem Treffen teilte der Vatikan wie üblich keine Einzelheiten mit. Es könnte aber im Zusammenhang stehen mit der anstehenden Neubesetzung der Leitung der Behörde; diese wird seit längerem erwartet.

Der bisherige Präfekt, Kardinal George Pell, hatte das Amt seit dem 1. Juli 2017 ruhen lassen, um sich in Australien vor Gericht wegen Missbrauchsvorwürfen zu verantworten. Im Dezember 2018 wurde er deswegen erstinstanzlich schuldig gesprochen und im März zu sechs Jahren Haft verurteilt. Pell legte Berufung ein; der Papst entließ ihn dennoch auch formell vom Posten des Präfekten.


Sollte Ciocca tatsächlich ernannt werden, wäre sie für die wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaates zuständig und dem Papst direkt verantwortlich. Sie wäre dann die höchstrangige Frau in der rund 600-jährigen Geschichte der römischen Kurie.

Ciocca arbeitete früher für die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und wurde in dieser Funktion Ende 2013 beauftragt, Bilanzen und Buchführung im Vatikan zu überprüfen. Im Jänner 2016 wechselte sie in den Dienst des Heiligen Stuhls. Dort arbeitet sie seither in dem 2014 gegründeten Wirtschaftssekretariat als Büroleiterin des Präfekten und ist als solche mit Kontrolle und Überwachung befasst.

Den Generalsekretär des Wirtschaftssekretariats, den maltesischen Priester Alfred Xuereb, hatte der Papst im Februar 2018 zum Nuntius in Korea und der Mongolei ernannt. Seither war der Sekretär der Verwaltungsabteilung, der italienische Priester Misto, kommissarischer Leiter, Claudia Ciocca de facto bereits Nummer zwei der Behörde.

Außerdem hat die Wirtschaftsexpertin Ciocca einen Lehrauftrag an der römischen Universität Santa Croce. Dort gibt sie Kurse über kirchliches Management. Studiert hat Ciocca an der Universität Mailand-Bicocca, wo sie 2002 einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft und Unternehmensführung machte. Anschließend war sie von 2003 bis Anfang 2016 für die spanische Sektion von KPMG als Senior Managerin tätig.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 lesa 6. Mai 2019 

Natürlichkeit

@Fides Mariae: "Finde ich unnatürlich" …
Dass Sie sich so etwas zu sagen trauen finde ich herrlich natürlich …!


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 Montfort 3. Mai 2019 

@Couperin - Wie kann es sein, dass es Ihnen als Theologen zu hoch ist,

wenn klargelegt wird, dass die Leitung eines Dikasteriums nicht bloß als "weltliche Leitung", sondern wesentlich als Teil der Leitungsverantwortung der sakramental begründeten hierarchischen Ordnung der Kirche zu verstehen ist?!

Liturgie, Dogmatik und Kirchenrecht (um nur diese drei zu nennen) gehören doch wohl zusammen...


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 Couperin 2. Mai 2019 
 

@Fides Mariae

>>Um heute in der Kirche zu führen, bedarf es wirklich des Heiligen Geistes und sonst nichts.


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 Fides Mariae 2. Mai 2019 
 

Henne im Fuchsstall

Finde ich unnatürlich, dass eine Frau hauptsächlich Männern und Priestern vorstehen soll. Warum muss sich die Kirche nach den Geboten der Modernität richten? Gleichstellung und so weiter? Wir haben doch andere Gebote, die einzuhalten schon genug Aufmerksamkeit erfordert. "Wer zwei Herren dient, wird den einen lieben und den anderen verachten", das ist schon mal klar. Und diese Taktik "die Bestie füttern, dann ist sie ruhig" (also dem Zeitgeist Konzessionen machen, dann wird die Kirche endlich Liebkind sein) ging in Deutschland bereits nach hinten los. Lasst uns beten für die armen Kirchenverantwortlichen, die sich offentlich nicht mehr raussehen. Um heute in der Kirche zu führen, bedarf es wirklich des Heiligen Geistes und sonst nichts.


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 Couperin 30. April 2019 
 

@Montfort

Das ist mir zu hoch. Um z. B. eine Kongregation zu leiten, braucht es keine Weihe. Hans Bernhard Meyer hat in diesem Kontext von "Vollmachtsüberschuss" gesprochen.


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 Montfort 30. April 2019 

@Couperin - Das ist eben der "wesensmäßige" Unterschied,

wenn ein Laie - Mann oder Frau,verheiratet oder nicht, die Leitung als bloße Aufgabe übernimmt,ist das eine bloße (Leitungs-)Funktion.

Wenn ein Priester oder Bischof, der mit der sakramentalen Weihe das dreifache Amt übertragen bekommt, die Leitung übernimmt, so hat er nicht nur eine (Leitungs-)Funktion, sondern wird mit seiner ganzen Person und Verfügbarkeit als geistlicher Amtsträger in die Leitung eingesetzt.

Was ich zunehmend weniger verstehe - auch wenn ich um so manche Missstände und Machtmissbrauch im Klerus weiß -, ist, warum man Laien, die sich nicht mit ihrer ganzen Person in den Dienst der Kirche stellen, sondern nur eine berufliche Position erfüllen und oft nicht einmal demokratisch legitimiert sind (was aber oft behauptet wird), MEHR vertraut als jenen, die - von der Kirche hoffentlich geprüft und erprobt - ihr Leben ganz in den Dienst Gottes in der Kirche stellen und durch das Sakrament des Ordo dazu geweiht werden, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.


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 Couperin 30. April 2019 
 

@Gambrinus

Würde man auch von einem Kurienkardinal sagen, er sei bloß Leiter einer Behörde?


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 Montfort 30. April 2019 

Die "höchstrangige Frau" in der Kirche ist wohl in Zeit und Ewigkeit

die Jungfrau und Gottesmutter Maria! Gott sei Dank!

Die Römische Kurie wird erst dann wieder ein "Werkzeug" im Dienst der Kirche, wenn sie Maria als die "höchstrangige Frau" ehrt, ihre Hilfe als Advocata anruft und ihre sanfte Leitung zulässt.

Heilige Maria Muttergottes, bitte für die Kirche, deren Mutter du bist!


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 Selene 30. April 2019 
 

Priestermangel

In Zeiten des Priestermangels muss mann nicht mehr jede Position in der Kirche mit Priestern besetzen.

Egal, ob in der Seelsorgeeinheit vor Ort, ob in den Ordinariaten oder im Vatikan.


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 Gambrinus 30. April 2019 
 

So ein Unsinn!

Wenn Frau Ciocca tatsächlich für diese Funktion ernannt wird, wird sie damit keineswegs zur "höchstrangigen Frau" der Kirche. Sie wird nur zur Leiterin einer Behörde.

Das Denken, das hinter solchen Formulierungen steckt,ist erschreckend.


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 Zeitzeuge 30. April 2019 
 

Werter scavenger!

Ich teile Ihre theologisch begründeten
Ausführungen!

Ergänzend möchte ich darauf hinweisen,
daß die KPMG nicht gerade die beste Referenz in moralischer Hinsicht ist.

Diese gehört zu den sog. "Big Four", das sind geradezu weltweit Giganten
der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
und arbeiten auch für Steuervermeidung
im Auftrag von sehr vielen Großkonzernen!

Artikel zum Thema:

Steuervermeidung:
"EU macht Bock zum Gärtner"

bei lobbycontrol.de

v. 10.07.2018

The Big Four
Herrschaftswissen und ökonomische Macht

bei youtube

sueddeutsche.de v. 1.3.19

Zerschlagt die Vier


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 Selene 30. April 2019 
 

Kompetenz

In dieser Funktion (Finanzminister des Vatikans) kommt es meiner Meinung nach nur auf Sachkompetenz und charakterliche Eignung an, nicht auf Weihe und Geschlecht.

DH., wenn die Dame die erforderlichen Eigenschaften mitbringt, kann das eine gute Entscheidung sein.

Ämter, die von Laien übernommen werden können, können auch mit Frauen besetzt werden. Da bin ich sofort dafür.


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 berno 30. April 2019 
 

@scavenger

Das ist keineswegs klar. Warum soll nicht jeder Katholik die Autorität vom Papst empfangen können?


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 Dottrina 30. April 2019 
 

In diesem Falle

hätte ich kein Problem damit. Wirtschaftliche Angelegenheit muss kein geweihter Priester lösen. Wenn diese Dame das Dilemma in den Griff bekommt, wäre das mal was Positives. Nebenbei war wohl Kardinal Pell (der eigentliche "Boss") den Herrschaften etwas zu gründlich. Er wurde ja, wie allgemein bekannt, auf widerliche Weise kaltgestellt. Er braucht vor allem unser Gebet und unsere Solidarität.


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 scavenger 30. April 2019 
 

Zwar halte ich es für richtig, Experten in solche Positionen zu bringen, allerdings wird eine Sache vergessen:

In der Geschichte der Kirche wurden Papst und Kurie IMMER als eine gemeinsame Person behandelt. Gerade im Umfeld des Konziliarismus und des Abendländischen Schismas wurde darüber viel nachgedacht. Letztlich wurde aber festgelegt, dass der Papst zwar das Haupt sei, aber die Kurie quasi eine "Erweiterung" des päpstlichen Amtes darstellt, da auch sie mit der Leitung der Kirche betraut ist. Sie erhält ihre Autorität vom Papst, aber ist kein wirklich gesondertes Organ. Daher ist es klar, dass nur Kardinäle und Bischöfe, mittlerweile auch Priester, den verschiedenen Einrichtungen vorstehen dürfen - zumindest war dies mal eine selbstverständliche Einsicht.


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 Roman 2505 30. April 2019 
 

Frau als Finazchefin

Wenn sie das Finanzgebahren des Vatikans in den Griff bekommt ist das mal eine sehr gute Alternative!


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 priska 30. April 2019 
 

Wieder mal was neues was unser Papst Franziskus einführen will.


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