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Vom Ablass sollte man nicht ablassen

5. November 2018 in Kommentar, 22 Lesermeinungen
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Allerheiligen wird groß gefeiert. Allerseelen leise, den Friedhof segnend, umschifft - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Das große Schweigen an Allerseelen mutet teilweise etwas peinlich an. Viele Gläubige wissen um den Allerseelenablass, viele wissen auch um dessen Bedeutung und Wirkung. Den meisten davon wird bewusst sein, wie man ihn erwirbt und unter welchen Bedingungen. Das gilt sicher auch für Priester. Trotzdem sind Hinweise auf diesen besonderen Ablass eher selten geworden.

Der Ablass im Allgemeinen ist zudem recht notleidend geworden. Die sehr enge Bindung an die Beichte mag durchaus ein Grund dafür sein. Die Beichte ist in Deutschland inzwischen die Ausnahme in der Pfarrei und doch ein längst wieder gehobener Schatz in oft noch jungen geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften. In gleicher Weise gilt das für den Ablass. Nicht sonderlich verwunderlich, wenn insbesondere altrituelle Gemeinschaften das Wissen um den Ablass pflegen und natürlich auch zu Allerseelen darauf verweisen. Es ist das tradierte oder neu erweckte Wissen um diesen geistlichen Schatz der Kirche, welches hier wie dort lebt.


Ob charismatisch oder tridentinisch offensichtlich ist hier wie dort das Bewusstsein um den geistlichen Reichtum dessen, was die Kirche bereit hält einfach größer. Es ist sicher auch der Blick auf das Leben an sich, der hier prägend wirkt. In der „modernen" Pfarrei, so scheint es immer wieder, ist der Blick auf die letzten Dinge insgesamt prekär. Man kapriziert sich eher darauf seine Umwelt zu gestalten, d. h. die diesseitige Welt zu verbessern.

Der Karnevalsschlager „Wir kommen alle, alle in den Himmel“ scheint hier Maßgabe moderner Pastoral zu sein. Allerheiligen wird groß gefeiert. Allerseelen leise, den Friedhof segnend, umschifft. Besser nichts zu Seelen und so. Das zeigt schon vieles auf.

Warf man der Kirche früher gerne ein Vertrösten auf das Jenseits vor, so steht heute das Diesseits ganz in der Mitte. Aber das ist es nicht allein. Die Unsitte „Beerdigungsmessen“ in weiß zu feiern, kann den Blick noch mal deutlicher auf das Problem werfen. Nimmt man ein solches Requiem in weiß, eine sog. Auferstehungsmesse, wie sie zuweilen genannt wird, wirklich ernst, dann ist es eine (illegale) Heiligsprechung. Das traditionelle 30-Tages- oder Jahresamt müsste dann konsequenterweise zu Ehren des neuen Heiligen gefeiert werden. Das macht keiner. Warum eigentlich nicht? Zum einen vielleicht doch noch ein Rest Wissen oder Ahnung von den Letzten Dinge will man hoffen.

Solcherlei Praxis erklärt aber durchaus, aus welchen Quellen sich der Verzicht auf Ablässe speist. Wer braucht schon einen Nachlass zeitlicher Sündenstrafen, wenn man sowieso sofort in den Himmel kommt? Und da ahnt auch der von Katechese unbeleckte Katholik die Ungereimtheit. Da steht man vor einer geöffneten Schatzkammer unglaublicher geistlicher Schätze und greift nicht zu. Zu verstehen ist das nicht. Also: Mut zum Ablaß!

Hintergrund:

Vom 1. bis zum 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewonnen werden. Neben den üblichen Voraussetzungen (das sind: eine Beichte, wobei eine zur Gewinnung mehrerer vollkommener Ablässe genügt; entschlossene Abkehr von jeder Sünde; sakramentaler Kommunionempfang und Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters - diese Erfordernisse können mehrere Tage vor oder nach der Verrichtung des jeweiligen Ablasswerkes erfüllt werden) sind vonnöten:
am Allerseelentag (einschließlich 1. November ab 12 Uhr): Besuch einer Kirche oder öffentlichen Kapelle, mit Gebet des Vaterunser und des Glaubensbekenntnisses; oder
vom 1. bis zum 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen.

Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, ist es ein Teilablass für die Verstorbenen. Ein solcher kann an diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch wiederholt gewonnen werden.

http://www.kathpedia.com/index.php/Allerseelen

Foto: (c) Sarah Börner


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Lesermeinungen

 Maryblue 7. November 2018 
 

Gebet für Arme Seelen

Zu diesem Thema kann ich noch das Buch
Familienschuld und Heilung empfehlen.

Das Gebet für die Armen Seelen hat mir übrigens sehr geholfen bei meinem Übertritt in die kath. Kirche. Und auch bei großen Armbeschwerden, die danach verschwanden. Besonders die Heiligen Messen für die Armen Seelen.


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0
 
 Josef Menke 7. November 2018 
 

@couperin

http://kath-zdw.ch/maria/245.dogmen.html

Das Fegefeuer (lateinisch Ignis purgatorius oder Purgatorium „Reinigungsort“) ist die Läuterung, die eine Seele nach dem Tod erfährt, sofern sie nicht als heilig unmittelbar in den Himmel aufgenommen wird.
Fegefeuer taucht selbst im Kreuzworträtseln auf. Dort sucht man ein anderes Wort mit neun Buchstaben für Läuterunsort. Die Lösung ist: FEGEFEUER.

Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas helfen konnte.


3

0
 
 Couperin 7. November 2018 
 

@Josef Menke

Bitte, wo sind die Dogmen nummeriert?


1

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 lakota 6. November 2018 
 

pk_kommentar

Es wurde hier schon alles zum Thema gesagt, ich möchte darum nur noch auf die Stelle in der Hl. Schrift hinweisen, wo es etwa so heißt:" Nichts unreines kann in den Himmel eingehen."
Darum gibt es den Reinigungsort, auch Fegfeuer genannt. Vielleicht kann es jemand besser erklären, ich bin kein Theologe.


2

0
 
 Josef Menke 6. November 2018 
 

Im Dogma 157 taucht das Wort "Fegefeuer" ebenfalls auf.

Die Katholische Kirche lehrt in ihren Dogmen unumstößliche Wahrheiten.

Die lebenden Gläubigen können den Seelen im Fegfeuer durch ihre Fürbitten (Suffragien) zu Hilfe kommen, so ist z.B.; im Dogma 157 nachzulesen.

Die evangelischen Christen haben sich unüberwindbare Hindernisse aufgebaut. Unter diesen Umständen ist eine wiedereingliederung in die wahre und von Jesus gegründete Kirche unmöglich.
Allen getrennten Brüdern und Schwestern möchte ich zurufen: kehrt zurück, dann werden sie verstehen worum es geht, wenn die Rede von Fegefeuer, dem Ablass, den 7 Sakramenten, der Gottesmutter Maria, dem Hl. Messopfer, usw.; ist. Lasst euch nicht abspeisen mit falschen Reden und teilweise nicht unbedingt korrekten Übersetzungen aus der Hl. Schrift.


7

0
 
 Beat 6. November 2018 
 

pk_kommentar

Jesus selber hat doch gesagt:"Es gibt einen Ort, da kommt ihr nicht heraus, bis der letzte Heller abbezahlt ist."
Welchen Ort hat er denn gemeint, wenn nicht das Fegfeuer?


3

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  6. November 2018 
 

@Couperin

Natürlich hat Jesus für unsere Sünden Genugtuung geleistet, was aber nicht heißt, dass wir grenzenlos wild drauf los sündigen können ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen: Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Er uns alle Gnadenmittel bereitgestellt (Sakramente) um das Heil zu erlangen. Dabei müssen wir uns aber um ein heiliges Leben bemühen. Wo wir versagen, kann uns ein Ablass helfen, den entsprechenden Strafen (im Jenseits) für die Sünden zu entgehen.

Man muss sich das so vorstellen: Inmitten der Kirche befindet sich ein riesiger Fond (Schatz), in den alle Verdienste Jesu, der Heiligen und Gläubigen gesammelt oder auch "eingezahlt" wurden und für alle, (die zu dieser Kirche gehören) zur Verfügung stehen. Die Währung mit der eingezahlt wird heißt "Heiligkeit". Wenn ich daran Mangel leide, weil ich gesündigt habe, greife ich auf diesen Pool zurück und mache damit den entstandenen Schaden wieder gut. So funktioniert die Gewinnung eines Ablasses.


2

0
 
 Couperin 6. November 2018 
 

@Freya

Die Protestanten haben nicht willkürlich Bücher aus dem Bibel-Kanon entfernt, sondern wie die Juden alttestamentliche Spätschriften (katholisch "deuterokanonische Bücher", evangelisch "Apokryphen" genannt), von denen man früher(!) keinen hebräischen oder aramäischen Text kannte, als den übrigen atl. Schriften nicht gleichwertig betrachtet. Durch die neue Forschung ist diese Unterscheidung allerdings überholt. Siehe dazu hier: https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/spaetschriften-des-at/


0

0
 
 Karlmaria 6. November 2018 

Natürlich kann man den Lebenden keinen Ablass zuwenden

Das ist ganz klar Lehre der Kirche. Aber man kann einen Ablass gewinnen für die Armen Seelen und die Armen Seelen dann bitten für die entsprechende komplizierte Lage mit einem Lebenden Fürbitte zu leisten!


1

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 Karlmaria 6. November 2018 

Wir sind immer gemeinsam unterwegs

Die Armen Seelen beten ja auch für uns. Und ihre Fürbitte ist sehr mächtig. Ich denke manchmal so wie wir mit den Armen Seelen umgehen sollten so sollten wir es auch mit öfters den Lebenden machen. Die Armen Seelen sind ja deshalb im Fegfeuer weil sie etwas Schlechtes gemacht haben. Und wenn die Lebenden etwas Schlechtes machen sollten wir vielleicht öfters auch genau so handeln wie mit den Armen Seelen. Vielleicht sogar einen Ablass gewinnen für die entsprechende Person!


1

0
 
  6. November 2018 
 

2 Makk 12, 32ff

Bekanntlich haben die Protestanten versch. Bücher aus dem kath. Bibel-Kanon herausgestrichen und nur jene übernommen, die ihnen und ihrer Theologie in den Kram passen.
Zu den elimierten gehören u.a. auch alle Bücher in denen von einem Reinigungsort nach dem Tod (Fegefeuer) gesprochen oder wo es zumindest angedeutet wird.
Das Buch der Makkabäer wird man deshalb vergeblich in der evang. Ausgabe suchen - im digitalen Zeitalter aber online nachlesbar!

2 Makk12,32ff zeigt, dass die Juden damals schon die Tradition kannten, für die Verstorbenen Sühnopfer darzubringen. Die kath. Tradition baut darauf auf und setzt diese fort.

Das Fegefeuer ist reiner Akt der Barmherzigkeit Gottes, auch nach dem Tod noch die Möglichkeit zu haben, Sünden wieder gut zu machen - sonst würden ja fast alle in die Hölle kommen.

2Makk 12,43-45: Es ist ein heilsamer und frommer Gedanke für die Verstorbenen zu beten...
Genau das tun aber alle evang. Christen nicht - zum Leidwesen ihrer verstorbenen Angehörigen!


3

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 Couperin 6. November 2018 
 

@bücherwurm

Ich bin katholisch, aber beim Ablass denke auch ich oft: Jesus hat doch für alle Sünden Genugtuung geleistet.


1

0
 
 Rolando 6. November 2018 
 

pk_kommentar

Zu Ihren Ansichten der vollkommenen Vergebung, die erlangt man durch die Liebesreue, was eine besondere Gnade ist, ebenso durch das Martyrium, um Jesu Willen. Im Makkabäerbrief ist von Sühne für Verstorbene die Rede. Wird leider nicht von allen anerkannt, ( eigenmächtige Bibelauslegung).


4

0
 
 lesa 6. November 2018 

Gnadengeschenk Ablass

@Danke für diesen Artikel!
@pk_kommentar: Ein Ablass ist eine besondere Zuwendung der Liebe Gottes. Wer getauft ist, muss sich den Zugang zur Gemeinschaft mit Gott nicht durch irgendwelche zusätzliche Sonderleistungen erkaufen. Auch die nach der Taufe begangenen Sünden werden uns in der Beichte für immer vergeben. Aber unsere Sünden, auch wenn Gott sie verziehen und vergeben hat, hinterlassen Spuren, die man auch „Sündenstrafen“ nennt, weil sie oft schmerzlich durchlitten werden müssen. Ein Ablass nun befreit nicht von Schuld, sondern von den Folgen der Schuld. Durch den Ablass bietet die Kirche aus ihrem Gnadenschatz Hilfe und Befreiung von den Folgen begangener Schuld an.
Es hat Sie betroffen gemacht, wie natürlich hier von diesem für Sie vermutlich stark emotional besetzten Begriff gesprochen wird. Wie @Bücherwurm sagt, befinden Sie sich in einem Katholischen Forum, in dem man mit einer gesunden Selbstverständlichkeit zur Lehre steht.
Aber Ihr Interesse ist erfreulich!


7

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 Josef Menke 6. November 2018 
 

Da liegen Sie aber falsch - das Fegefeuer gibt es sehr wohl.

@pk_kommentar

Ein wirklich lesenswerter Artikel zum Ablass befindet sich auf der Seite Communio veritatis, verfasst von Pfarrer Manfred Rauterkuss:

http://communioveritatis.de/der-ablass

Bitte den Artikel langsam und ganz in Ruhe lesen. Anschließend sacken lassen und über das gelesene ernsthaft nachdenken. Eventuell ändern oder hinterfragen Sie garantiert Ihre Meinung.


8

0
 
 Stefan Fleischer 6. November 2018 

Nachtrag

In dem erwähnten Bild könnte das Gebet / der Ablass dann als private Nachhilfestunden für die armen Seelen gesehen werden.


3

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 Stefan Fleischer 6. November 2018 

@ pk_kommentar

Nur ein Beispiel:
1.Kor 3,15
"Brennt es nieder, dann muss er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch."
Mir gefällt besonders, was bei uns einmal ein Prediger gesagt hat: "Das Fegefeuer ist der Ort, an welchem wir lernen müssen, wie man sich im Himmel benimmt, sofern wird das auf Erden noch nicht genügend gelernt haben." Sicher nur ein Bild. Aber bedenkenswert.


6

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 bücherwurm 6. November 2018 

@pk_kommentar: Sie können hier gern die klassisch-evangelische Position verfechten,

wenn Sie das mit guten Argumenten und in sachlicher Tonlage tun - und wenn Sie akzeptieren, dass vermutlich die große Mehrheit der Antworten für die klassisch katholischen Positionen plädiert. So wie ich selbst auch schon in protestantisch geprägten Diskussionen mit dezidiert katholischen Positionen mitgemischt habe, dann aber akzeptieren musste, dass ich dort nicht die Mehrheitsmeinung vertrat. Ich selbst habe dann immer klargestellt, dass ich katholische Christin bin und bitte Sie, umgekehrt auch häufig zu erwähnen, dass Sie praktizierender evangelischer Christ sind.

Trotz mancher theologischer Unterschieden sind Sie hier ein Bruder im Herrn und Sie sind (bei angenehmer Diskussionstonlage) herzlich willkommen!


6

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 pk_kommentar 6. November 2018 
 

Besorgt

Ich bin besorgt. Über das Fegefeuer wird weder im Alten Testament noch im Neuen Testament etwas gesagt. Ein mit Fehlern behafteter und somit unvollkommener Mensch kann niemals durch bestimmte Tätigkeiten hier auf der Erde in die Ewigkeit einwirken und beispielsweise Ablass erwirken! Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz alles für alle getan. Wer zu Ihm kommt und um Vergebung seiner Sünden bittet, der empfängt volle Vergebung! Diese Vergebung reicht aus, um sofort gerettet zu werden. Jesus sagt zu dem Schächer am Kreuz: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!“ (Lukas 23,42.43). Ich bin besorgt über Peter Winnemöllers Aussagen!
Dazu: https://www.erf.de/erf-plus/archiv/glaube-denken/die-95-thesen/8309-185


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 girsberg74 5. November 2018 
 

So weit, so gut!

Den Ausführungen Peter Winnemöllers ist in der Sache nichts anzufügen,

Da ist aber noch etwas ganz anderes. Wer kennt schon den Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?

Hatte im Dom, ist nicht meine Pfarrkirche, letztes Jahr einer hochrangigen Predigt beigewohnt – ich weiß, das ist nicht die Beschreibung von Andacht oder gar Ergriffenheit.

Die Rede war davon, dass die Evangelischen dieses Fest nicht haben – leichtes Bedauern, vielleicht aber doch so ein Gefühl dafür, dass man hier theologisch einander näherkommen könne, usw.; deutlich wurde die gute Bekanntschaft mit dem evangelischen Spitzenmann.

Meiner Erinnerung nach machte die Rede verschiedentlich Eindruck. Über Allerheiligen und den Unterschied zu Allerseelen wäre ich allerdings nicht schlauer geworden. Das geschah mir am 1. November 1959, da der Prediger (selben Ortes) das Werk „Die Kraft und die Herrlichkeit“ von Graham Greene kannte.


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 Maxim 5. November 2018 
 

Gebet für arme Seelen

Meiner Frau stellt eine junge Mitsängerin des Kirchenchors überrascht die Frage:Was, man soll für arme Seelen beten? Kann man überhaupt für arme Seelen beten? Das habe ich ja noch nie gehört.Hat das einen Sinn?

Herr Stefan Fleischer-
Man muss Ihnen und Herrn Winnemöller nur mit traurigem Herzen zustimmen.
Erst vor kurzem habe ich bei einem Priester folgende Feststellung treffen müssen, kaum noch jemend außer Verwandte geht in der Nachbarpfarrei in das Requiem.
Wer kann schon ständig Heiligsprechungen anhören. So ist es. Meine Frau und ich versuchen schon ständig in andere Pfarreien auszuweichen, wenn wieder ein Requiem stattfindet.
Heiligsprechungen - wider jede Wahrheit!
Oft glatte Heresie.
Lesen manche Priester selber nie mehr die Bibel.


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 Stefan Fleischer 5. November 2018 

Sehr richtig

Es ist aus meiner Sicht schon beinahe unverantwortlich, wie ein grosser Teil unserer Priester einen grossen Bogen um den Ablass herum machen, statt ihn sachlich zu erklären und zu empfehlen. Dabei wäre doch dies auch eine Gelegenheit den Gläubigen das Heilige Busssakrament wieder näher zu bringen und bei solchen Gelegenheiten wie Allerseelen spezielle Beichtzeiten anzubieten.
Generell, es wird in unserer Kirche viel zu viel darauf gebaut, dass die Gläubigen sich schon selbst orientieren würden, dass man sich die Mühe sparen könnte, die Lehre der Kirche - nötigenfalls beginnend bei "Adam und Eva" - ruhig und bestimmt, vollständig und ungeschönt darzulegen. Und das schon im Religionsunterricht! So dumm wie viele Katecheten glauben, dass unsere Kinder (und wir selber) seien, sind wir alle nicht. Die meisten von uns sind durchaus auch bereit, ein Geheimnis als Geheimnis stehen zu lassen und zu glauben.


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