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Peru: Pfarrer akzeptierte den Namen 'Lucifer' für Täufling nicht

16. Dezember 2015 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Die Eltern des Mädchens kannten die Bedeutung des Namens nicht.


Lima (kath.net/KNA) Ein Priester in Peru akzeptierte den Namen «Lucifer» für einen Täufling nicht. Die Eltern des Mädchens hatten sich laut Bericht der Tageszeitung «Diario Correo» (Dienstag Ortszeit) in Unwissenheit über die Bedeutung des Namens an die Pfarrei Huasahuasi in der Provinz Tarma gewandt. Demnach ließen sie sich schließlich überzeugen, ihrer Tochter besser den Namen «Lucy» zu geben. Mit dieser Namenswahl war dann auch der Pfarrer einverstanden. Mit Luzifer wird im christlichen Sprachgebrauch der Teufel bezeichnet.


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 1Pace 16. Dezember 2015 

Es scheint, da war eine Taufkatechese nötig

CIC 1265: Die Taufe reinigt nicht nur von allen Sünden, sondern macht den Neugetauften zugleich zu einer „neuen Schöpfung" (2 Kor 5,17), zu einem Adoptivsohn Gottes [Vgl. Gal 4,5-7]; er hat „an der göttlichen Natur Anteil" (2 Petr 1,4), ist Glied Christi [Vgl. 1 Kor 6,15; 12,27], „Miterbe" mit ihm (Röm 8, 17) und ein Tempel des Heiligen Geistes [Vgl. 1 Kor 6,19]. - Ein Einfluss des bürgerlichen Namens, wie auch immer dieser lautet, auf dieses Geschehen scheint wohl nicht eher nicht gegeben (lach). In der Taufe wird dem Bösen und seinem Urheber dreimal widersagt. Am Ende ist man CHRIST, zwar kein fertiger und kein vollkommener, aber die Taufe kann nie mehr rückgängig gemacht werden: "... und bettete ich mich in die Hölle, siehe, so bist du auch da" (Psalm 139, 8b). Letzteres gilt zwar auch für Ungetaufte, aber über das, was er durch die Taufe geworden ist, sollte jeder Christ, insbesondere aber die Taufenden, Bescheid wissen.


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 1Pace 16. Dezember 2015 

Taufe ist keine Namensgebung

Der Täufling wird getauft im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Vorher werden die Eltern gefragt, welchen Namen sie ihrem Kind gegeben haben.


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 christine.mm 16. Dezember 2015 
 

Exsultet der Osternacht

Wer sich von uns Lesern näher mit dem lateinischen Text und seinen Übersetzungsmöglichkeiten befassen möchte :

www.catholic-church.org/ao/exsultet.html

Es lohnt sich wirklich . So schön ist dieser Gesang


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 Imrahil 16. Dezember 2015 
 

Das hängt auch immer vom kulturellen Kontext ab. In Spanien nennen sie ihre Kinder gern "Jesus" - nach einer Praxis wohl aus Reconquistazeiten, die dem häufigen Namen "Mohammed" der Moslems etwas gegenüberstellen wollte; hierzulande macht man das aus Ehrfurcht vor dem hl. Namen traditionell nicht. Man kann sein Kind "Benedikt" nennen, sollte den Namen, will man nicht für einen Moslem gehalten werden, aber nicht unbedingt ins Arabische übersetzen. Im engl. Sprachraum heißen Kinder gerne "Jude" nach dem hl. Thaddäus oder dem Patriarchen, das ist üblich und wird nicht mißverstanden; hierzulande nennt man sein Kind aber nicht "Judas", da die Leute "Iskariot" assoziieren würden. Und ebenso nennt man sein Kind nicht "Lucifer", Heiliger hin, Morgenstern her.

Und ein Mädel schon gleich gar nicht, weil das ein Männername ist.

["Lucifer" ist übr. nicht einfachhin "eine Bezeichnung für den Teufel", sondern der tradierte ehemalige (!) Name des Anführers der gefallenen Engel - *vor* dem Fall.]


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 christine.mm 16. Dezember 2015 
 

Lux - Lucifer

Charles X. hat auf die Verwendung des Namens Lucifer im Exultet der Osterliturie hingewiesen.
Jetzt bedeutet Lucifer aber Lichtträger und ein Lichtträger trägt das Licht ist aber n i c h t selbst das Licht.
Christus i s t aber Licht total.
Ich, einfache Laiin , erlaube mir somit Kritik an einer Verwendung dieses Namens für Christus zu üben.
Im Exultet-Zusammenhang wird aber der Vergleich mit dem Licht des Morgens vorgenommen, das den neuen Morgen ankündigt.
Ich habe einmal über den Unterschied zwischen dem später gefallenen Geistwesen = Engel Lucifer als d e r Lichtträger von Gott geschaffen und Maria d e r menschlichen Lichtträgerin schlechthin nachgedacht.
Lucifer, aus freiem Willen zur absoluten Finsternis der Gottferne geworden , steht Maria, die dieses Geschenk des absoluten Lichtes niemals für sich alleine behalten hat , gegenüber.

So habe ich für mich versucht die Wandlung des Engels Lucifer in Satan = absolute Gottferne zu verstehen.


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 Seramis 16. Dezember 2015 
 

Was es nicht alles gibt

Danke den Vorrednern - wieder was gelernt!


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 Maxim 16. Dezember 2015 
 

Charles

Sie haben recht, dass sie Ihren Lesebrief mit Uninn überschreiben, denn er ist Unsinn. Denken Sie, wenn Sie Luzifer hören, an Christus im Exultit.
So vera... wir uns Katholiken selber.


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 elmar69 16. Dezember 2015 
 

Zeitliche Einordnung

In der Antike hatte Lucifer tatsächlich eine andere Bedeutung als die seit dem Mittelalter gebräuchliche.

Deshalb ist es heute nicht gut, ein Kind nach "Lucifer von Cagliari" zu benennen.


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 Stefan Fleischer 16. Dezember 2015 

@ Charles X

Nur ist dies ein Fall, in dem man ruhigen Gewissens auch die Lebenswirklichkeit berücksichtigen kann. Und diese ist nun einmal, dass der Name Lucifer immer zuerst mit Satan in Verbindung gebracht wird. Man würde also mit diesem Namen einem Kind sicher viele Schwierigkeiten in seinem Leben aufhalsen.


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 Charles X. 16. Dezember 2015 
 

Unsinn

Es gibt sogar einen hl. Lucifer. Das ist schlicht die Bezeichnung für den Morgenstern. Sogar Christus wird im Exultet als Lucifer bezeichnet. Da ist der Pfarrer noch unerleuchteter als die Eltern.


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