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Jerusalem: Die geheimnisvolle 'Liturgie des Heiligen Feuers'

11. April 2011 in Chronik, 19 Lesermeinungen
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Jedes Jahr zu Ostern geht in der Grabeskirche auf wundersame Weise eine Flamme aus dem Grab Christi hervor - kathTube. Das Video


Jerusalem-Wien (kath.net/KAP) Rund 350 Millionen orthodoxe und altorientalische Christen in aller Welt blicken zu den Osterfeiertagen gebannt auf Jerusalem. Am Karsamstag findet dort in der Grabeskirche eine geheimnisvolle, mehr als 1.600 Jahre alte Zeremonie statt: die "Liturgie des Heiligen Feuers". Die Zeremonie, bei der nach dem Volksglauben eine Flamme auf wundersame Weise aus dem Grab Christi hervorgeht, markiert alljährlich den Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern in der Heiligen Stadt.

Wie der dänische Theologe und Publizist Niels Christian Hvidt betont, ist die Liturgie wohl die älteste, unverändert praktizierte christliche Zeremonie der Welt. Die Liturgie soll manchen Quellen zufolge auf das 4. Jahrhundert zurückgehen, andere geben das 8. Jahrhundert an. Um das Jahr 1.000 entstanden erste Berichte über eine wundersame Herabkunft des Heiligen Feuers.

Russland, Griechenland und andere orthodoxe Staaten entsenden alljährlich hochrangige Regierungsdelegationen zu der Feier, die das Fernsehen in viele Länder live überträgt. Das "Heilige Feuer" wird auch per Flugzeug in viele Hauptstädte orthodoxer Länder überbracht.

Zehntausende einheimische Christen sowie Pilger aus aller Welt nehmen an der Feier teil. Die israelische Polizei ist ebenfalls jedes Jahr mit einem Großaufgebot präsent, um den Besucherandrang zu kanalisieren. Dieses Jahr wird der Andrang zu den heiligen Stätten in Jerusalem noch massiver, weil Ost- und Westkirche zum selben Termin Ostern feiern.

Daher werden sich nicht nur syrisch-, armenisch-, russisch-, koptisch- und griechisch-orthodoxe Pilger in Jerusalem befinden, sondern auch viele Katholiken und Protestanten. Allerdings dürfen nur Personen mit Zugangsgenehmigungen die Polizeisperren passieren, um zur Grabeskirche vorzudringen. Mit fünf bis sechs Stunden Schlangestehen müssen aber auch sie rechnen. Die Zugangsbescheinigungen werden den beteiligten Konfessionen vorab nach Kontingenten zugeteilt.


Wie die Website der Franziskaner im Heiligen Land, "custodia.org", mitteilt, bestehe darüber hinaus für katholische Pilger die Möglichkeit, sich zwischen 5.30 und 6.00 Uhr morgens am Neuen Tor einzufinden, um von dort zur Grabeskirche geleitet zu werden und an der Vigil teilzunehmen.

Jerusalemer Patriarch im Mittelpunkt

Die Vorfeier zur "Liturgie des Heiligen Feuers" beginnt am späten Vormittag mit liturgischen Gesängen in der Kirche. Um 13 Uhr bahnt sich dann eine Delegation lokaler israelischer Beamter ihren Weg durch die Massen. Obwohl diese Beamten keine Christen sind, gehören sie fest zur Zeremonie. Ihre Anwesenheit symbolisiert die Römer aus der Zeit Jesu, die das Grab Jesu versiegelt hatten, damit die Jünger seinen Leichnamen nicht stehlen und behaupten konnten, er sei wieder auferstanden.

In dieser Tradition ist es heute Aufgabe der israelischen Machthaber, das Grab mit Wachs zu versiegeln. Bevor sie dies tun, kontrollieren sie, ob sich eine versteckte Flamme in der Kapelle befindet, an der der Patriarch seine Kerzen entzünden könnte. So sollen die israelischen Beamten sicherstellen, dass mit dem Lichtwunder kein Schwindel getrieben wird.

Um 13.45 Uhr betritt der orthodoxe Patriarch von Jerusalem die Kirche. Er wird entkleidet, bis er nur noch von einem weißen Gewand umhüllt ist. Sämtliche Lichter in der Kirche sind erloschen. Einzig verbleibende Lichtquelle ist das Sonnenlicht, das durch das Glas der Kuppel dringt. Mit zwei großen, nicht brennenden Wachskerzen betritt der Patriarch allein die Grabkammer und kommt wenig später mit brennenden Kerzen wieder heraus. Er übergibt das Licht zuerst an den armenischen Patriarchen und dann an den koptischen. Danach reicht er die Flamme an die Gläubigen weiter.

Mit menschlichen Worten nicht beschreibbar

Dem dänischen Theologen Hvidt war es gelungen, den im Jahr 2000 verstorbenen griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem, Diodoros I., in den späten 1990er Jahren zu den Vorgängen zu befragen. Er zitierte den Patriarchen in einem Beitrag für das "Flensburger Tageblatt": "Vor dem Grab spreche ich mehrere Gebete, und dann warte ich. Manchmal kann es ein paar Minuten dauern, aber meistens ereignet sich das Wunder sofort: Von genau dem Stein, an dem Jesus lag, geht ein undefinierbares Licht aus. Seine Grundfarbe ist blau, aber es hat viele Nuancen, vor allem rötliche. Mit menschlichen Worten lässt es sich nicht beschreiben."

Das Licht erhebe sich dann aus dem Stein, bewege sich dabei aber jedes Jahr anders. Manchmal stehe es bloß über dem Stein, manchmal erleuchte es das ganze Grab. Es sei von ganz anderer Beschaffenheit als gewöhnliches Licht in Öllampen, so Patriarch Diodorus: "Irgendwann sammelt sich das Licht in einer Säule und ändert seine Beschaffenheit so, dass ich daran meine Kerzen entzünden kann."

Die gewichtigsten Argumente gegen einen vermeintlichen Schwindel sind nach Ansicht des dänischen Theologen die Zeugnisse der vielen Pilger, die über Jahrhunderte beschrieben hätten, wie sie das bläulich-rötliche Licht auch außerhalb des Grabes gesehen hatten und wie es von sich aus einige Kerzen der Gläubigen entzündete. Mehrfach sei auch überliefert, dass die Öllampen, die an den verschiedensten Stellen der Kirche hängen, von selbst zu leuchten begonnen hätten.

Bedeutung für die Einheit der Kirche

Das Wunder sei aber nicht nur für den Einzelnen von Bedeutung, um den Glauben zu stärken, sondern darüber hinaus auch für die Einheit der Kirche, so Hvidt. Er verweist auf den griechisch-orthodoxen Metropoliten Timotheos von Vostra, den früheren Kanzler des Jerusalemer Patriarchats, der der Lichtwunderzeremonie eine enorme ökumenische und einende Kraft zuschreibt. "Bis in das 13. Jahrhundert feierte die gesamte Kirche die Lichtwunderzeremonie. Selbst nachdem die Katholiken die Stadt verlassen hatten, blieb es eine vereinende Zeremonie aller Orthodoxen", so Metropolit Timoteus.

Dies zeige sich auch symbolisch in der Liturgie: "Die Flamme wird auf wundersame Weise von Christus an den griechisch-orthodoxen Patriarchen im Grab gereicht. Dieser reicht sie dann an den armenischen und koptischen Metropoliten, die sie dann weiter an die Würdenträger und schließlich an alle Kirchgänger verteilen."

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

kathTube: Sehen Sie das Video von der Feier





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Lesermeinungen

 WerIstWieJesus 14. April 2011 

Falscher Pyrrozauber schadet dem Christentum

Dieser falsche Pyrrozauber schadet dem Christentum.

Wenn die Lüge auskommt, die hinter diesem Pyrrozauber steht wird der Schaden gewaltig sein.

Die katholische Kirche sollte sich in aller Form davon distanzieren, damit sie nicht in das selbe schiefe Licht gerät.


Wir brauchen keine falschen Pyrrotechniken, um einfache Menschen zu übertölpeln.
Unser Glaube ist auf wahre Wunder gegründet und nicht auf billige Zauberkunst.


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 Norby 12. April 2011 

Sinn + Liebe transzendieren

In diesem Fall wird die Sinnfrage nicht theoretisch beantwortet, sondern zirkulär-kausal mit Werthaftigkeit, Liebe und Ethik fundiert. Und das Fundament von (seelenloser!) Liebe und Güte? Eine biologisch-chemische Körperfunktion mit Wohlfühlendorphinen etwa, im quantenmechanischen Kreislauf der als Rohstoff betrachteten Materie? - (sehr verlockend;) !

Und was (ver)wissen(schaftlichen) wir schon von der Substanz der (dunklen) Materie, Lichtquanten und relativen Zeit/Raum/Masse/Energie-phänomenen: wir finden uns innerhalb dieser vorgegebenen Systeme eher rechnerisch repetitiv-experimentell, als erkennend, intellektuell-verstehend und schauend zu recht. Könnte es sein, dass die Grenzen des Erkennbaren in der Natur, mit der Eigentümlichkeit von Schöpfung zusammenhängen? IMHO(!) ist die paradoxe Lichtgeschwindigkeit so eine zeichenhafte Grenze (die den durchaus gläubigen Einstein schon faszinierte).

Plato, Descartes, Kant, Thomas v. Aquin folgerten oder postulierten, auf verschiedene Weise, als Grundlage von Ethik die Transzendenz, das Summum bonum = Gott.

Zugegebener Maßen liegt die Fundamentaltheologie bzw. Apologetik, vor allem in deutschen Landen, gerade nicht im Trend. Bei einer restlichen Lebenserwartung von nur noch 20 Jahren würde sich eine neuerliche Prüfung von Religion im Allgemeinen und der katholischen Kirche im Speziellen (…wegen d. Zeitmangel kann man sich alle von Menschen gebastelten, inkl. Islam ;) schonmal sparen) wärmstens empfehlen.

Und für das Filioque ist, meines Wissens, noch niemand verbrannt worden, zumal die orthodoxe Kirche es bis heute nicht rezipiert hat – nur die Sünde gegen den Hl. Geist wird nicht verziehen, das heißt im Unglauben verharren wider besseren Wissens.

Für die Hypostatische Union + Idiomenkommunikation ist Chalcedon 451 die kurze Zusammenfassung. Die weiteren Konzilien der Alten Kirche sind mehr oder weniger Entfaltungen – wie auch immer - der Gottmensch Jesu Christi ist durchaus kein Selbstwiderspruch.

Die Möglichkeit der Wunder wird gern vehement geleugnet, weil sie nicht in ein kausal geschlossenes Weltbild passen (dürfen). Jesus selbst bezeugte allerdings seine Worte oftmals durch Zeichen, die uns bekannte Naturkausalitäten außer Kraft setzten. Man darf durchaus im Gebet auch um ein Zeichen bitten… denn Gott ist unser Vater, der uns liebt und kennt.


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 Wolfgang63 12. April 2011 
 

Tod

@Norby: Meine Beschäftigung mit dem Thema Tod führte mich zu anderen Ergebnissen. Alle Indizien, z.B. die auf vielfältige Weise prüfbare Beziehung von Bewusstsein und Gehirn, führen mich zu dem Schluss, dass mein Leben endlich ist. Folge ich dem statistischen Mittel, dann kann ich mir noch rund 20 Jahre einteilen: Es liegen also weitaus mehr Jahre hinter als vor mir. Ich verdränge dies nicht, sondern mache es mir im Gegenteil sehr bewusst.

Gerne würde ich noch Jahrhunderte oder gar ewig leben, aber ein Blick auf die Fakten macht dies unwahrscheinlich. Die Versprechen der Religion erschienen mir bei genauerer Prüfung nicht tragfähig.

Dies führt bei mir aber keinesfalls zu einem Gefühl von Sinnlosigkeit: Im Gegenteil. Alles was ich noch bewirken will, muss ich in dieser Zeit tun. Die Begrenztheit meines Lebens lässt mich Wichtiges von Unwichtigem besser trennen. Ich fühle mich sehr bewusst verbunden mit Generationen vor mir und möchte denen nach mir einen positiven Einfluss hinterlassen, weil ich menschliches Leben und Glück als einen Wert empfinde (das muesste man sicher noch genauer ausführen).

Ich höre manchmal das Argument, dass ohne den Glauben an ein ewiges Leben kein Sinn existiert und keine Moral. Wenn meine Gesprächspartner Eltern sind, stelle ich dann eine einfache Frage: Nehmen wir an, Du erfährst durch eine göttliche Nachricht, dass Du der einzige Mensch mit einem endlichen Leben sein wirst und Du spurlos verlöschen wirst. Würdest Du dann aufhören, Deine Kinder zu lieben und Ihnen Gutes zu tun? Könnte es sein, dass Du dann vielleicht sogar noch bewusster die restliche Zeit, welche Dir von Natur und Zufall gegeben wird, nutzen wirst?


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 Norby 12. April 2011 

Sünde = Ursache der Entfremdung

Eine nüchterne und objektive Betrachtung bringt zu Bewusstsein, dass der Tod alle innerweltlichen Ziele des Menschen wie Reichtum, Anerkennung und Gesundheit als hinfällig erweist und zugleich den Menschen vor die Frage nach dem Sinn dieses Lebens, nach seinem geistigen Gehalt und nach dem Fundament der Hoffnung stellt. Ohne Gott kann höchstens durch Tabuisierung und Selbstsuggestion (Epikur) die Tödlichkeit des Todes bzw. die Angst beseitigt werden, aber der Tod selbst wird nicht überwunden.

Russels versucht (wie im Übrigen, mehr als ein Drittel der westlichen Zivilisation, demoskopischen Umfragen zufolge) u.a. mit dem psychischen Mittel der (aktiven) Verdrängung, die Grundbefindlichkeit seiner Endlichkeit zu ignorieren, was aufgrund der starken Säkularisierung des Lebens nicht verwundert.

Ohne Gottes neuschöpferische Tat gibt es auch nichts Neues, sondern höchstens neue Entfaltungen und Variationen der irdischen Wirklichkeit und neue Kombinationen der erkannten Gesetzmäßigkeiten. Das Feld der atheistischen Hoffnung ist also nicht unbegrenzt offen, sondern begrenzt durch die Möglichkeiten der irdischen Wirklichkeit und der Aufnahmefähigkeit des Menschen.

Die Existenz eines personalen Gottes, der aus Liebe den Menschen erschaffen, erlöst hat und vollenden wird, bedeutet keine Entfremdung des Menschen – die eigentliche Entfremdung ist biblisch die Sünde und in gewisser Weise die Todesangst – sondern ermöglicht die Selbstfindung des einzelnen Menschen, der, von Gott geliebt und gewollt, nicht seinen einmaligen Wert zugunsten des ständigen Fortschritts oder der Klasse negieren muss. Weil der einzelne Mensch eine ihm zukommende „absolute Hoffnung“ hat, darf er nie dem immer Ausständigen, d.h. dem Moloch der innerweltlichen Zukunft, geopfert werden.

Ein Humanismus ohne Gott wird sich in Hinblick auf die eigentlichen und letzten Fragen des Menschen als illusionär erweisen.

Die Auferstehung Christi ist nicht nur in der Geschichte das schlechthinnige Vorereignis der eschatologischen Hoffnung, sondern ermöglicht den Glauben als gnadenhaftes Durchdrungensein von Hoffnung trotz des vielen scheinbar Hoffnungslosen.


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 Ludwig 12. April 2011 

Osterfeuer und Osterdatum

@ Ester: Das heilige Feuer von Jerusalem wird gern hergenommen um das mit dem Ostertermin zu begründen.

Allerdings hat die Sache da einen Haken, denn auch die Orthodoxe Kirche selbst glaubt nicht, dass die Entscheidung von Nicäa 325 zum Ostertermin endgültig und unumstößlich ist. (Wer sowas proklamiert hat keine Ahnung)

Wenn die Orthodoxie kraft eines Konzilsbeschluss die Berechnung des Ostertermins ändert, oder sich zusammen mit den Katholiken etwa auf einen statischen Termin am 1. Aprilsonntag einigen könnte, würde das heilige Feuer selbstverständlich auch an diesem Tag kommen.

Hier schürt wohl eher der Kleinglaube mancher Fanatiker unnötige Angst und polarisiert mit Rechtgläubigkeit, wo es gar nicht um Glaubensinhalte geht.

Ein Griechisch-orthodoxer Priester hat es mal zugespitzt: \"Würden wir beschließen, Ostern in den Dezember zu legen, würde das Feuer auch im Dezember kommen\".


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 Ester 12. April 2011 
 

Ich hätt da mal eine Frage zum Thema

soweit ich weiß nehmen die Orthodoxen das Osterflammenwunder als Begründung für ihre eignen Berechnungen des Ostertermins, der anders ist als die katholische und nach Ansicht der Orthodoxen, für ihren Ostertermin und die Verwerflichkeit der gregoriansichen Kalenderreform spricht.

Wie erklären aber die Orthodoxen theologisch, dass Ostern somit Karsamstag Mittags um 14 Uhr beginnt?


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 Norby 12. April 2011 

Hoffnung + Sinn ohne Gott?

Ernst Bloch greift die Sache von Religion in einem atheistischen Humanismus auf und deutet Gott als Chiffre für „Zukünftigkeit des Menschen im Diesseits“, „Freiheit im Reich der Liebe“ (Philadelphia), Glück, Freiheit, Nicht-Entfremdung, „Land wo Milch und Honig fließen“, „das ewig Weibliche“, „Trompetensignal in Fidelio“...

Da Bloch die Existenz eines personalen Gottes nicht anerkennt, kommt er nach allen Problemvertagungen und Hoffnungsbildern zu der nüchternen Feststellung: „Die Kiefer des Todes zermalmen alles, und der Schlund der Verwesung frisst jede Teleologie (sic!), der Tod ist der größte Spediteur der organischen Welt, aber zu ihrer Katastrophe.“

Wohin (ohne Gott) der Weg des einzelnen und des Kosmos führt, drückt B. Russel so aus: „Der Mond führt uns vor Augen, worauf die Erde zusteuert: auf etwas Totes, Kaltes, Lebloses.“

Bei dem Problem der Todesnot geht es nicht darum, ob etwas überdauert oder alles vergeht, sondern um die Frage, ob das Du und ich vergehen.

In dieser ureigenen Not jedes Menschen, leuchtet uns das Licht der Auferstehung Christi, und mit IHM auch das unserer eigenen Zukunft auf!

(sinngemäß aus Dogmatik Scheffzcyck/Ziegenaus Bd. VIII: Eschatologie)


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 rosengarten1997 12. April 2011 

Der Herr ist aus dem Grabe auferstanden...

doch die Welt sieht es nicht !


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 Ludwig 11. April 2011 

Griechisch-orthodoxer Patriarch einst von Orientalen verschleppt

Jaja, besonders bemerkenswert ist ein kleines Detail, wo einst der griechisch-orthodoxe Patriarch von den Orientalen am Ostertag verschleppt worden ist und die Orientalen dafür ihren eigenen Patriarchen in die Grabkammer hineingestellt haben.

\"Blöderweise\" ist das Heilige Feuer trotzdem zum GRIECHISCHEN Patriarchen gekommen, auch wenn der an ganz anderem Ort gewesen war.

cms2.katholisch-orthodoxe-freundschaft.de/index.php?option=com_content&task=view&id=776&Itemid=1


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 Ester 11. April 2011 
 

Wirklich beeindruckend

aber danach müsste Christus ja mittags um 14: Uhr auferstanden sein. Oder ereignet sich das Feuer schon am Karfreitag?


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 Wolfgang63 11. April 2011 
 

Publiziert

@Vergilius: Sie fragten \"vielleicht hatte ihr relilehrer auch noch nie davon gehört. mir ist dieses wunder jedenfalls neu. warum wurde das nie umfangreicher publiziert???\"

Es wird bewusst von der katholischen Kirche nicht kommuniziert und ist daher vielleicht auch vielen Religionslehrern nicht bekannt, obwohl es eines der höchsten Feste in der christlich-orthodoxen Kirche ist.

Der Grund dürfte, dass die orthodoxe Kirche dieses Thema gebrauchte, um ihren Anspruch zu untermauern, die \"wahre\" christliche Religion zu sein. Ich listete schon einen Link, in dem behauptet wird, dass katholische Priester nicht in der Lage sein sollen, dass Phänomen auszulösen. Hier ist ein zweites Beispiel von einer orthodox-christlichen Internetseite:

http://www.deutsch-orthodox.de/2010/04/03/heiliges-feuer/

Darin finden Sie z.B.: \"Das Heilige Feuer kommt in die Grabeskirche nur am orthodoxen Ostersamstag herab (...) Noch eine Besonderheit ist, dass das Heilige Feuer nur nach Gebeten des orthodoxen Patriarchen herabkommt (...) traut sich keine der zahlreichen christlichen Konfessionen das Recht der Orthodoxen zu bestreiten, an diesem Tag in der Grabeskirche zu beten.\"

Mit anderen Worten: Im katholischen Bereich kennt man das Thema wenig, weil die orthodoxe Kirche es ge- bzw. missbrauchte, um die Falschheit des katholischen Glaubens zu \"belegen\".


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 Vergilius 11. April 2011 
 

@ rhenania

vielleicht hatte ihr relilehrer auch noch nie davon gehört. mir ist dieses wunder jedenfalls neu. warum wurde das nie umfangreicher publiziert???


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 Wolfgang63 11. April 2011 
 

Ueberrascht

Ich bin überrascht einen Bericht über dieses Ereignis auf einer katholischen Seite zu sehen. Lassen Sie mich den Grund dafür als Zitat aus dieser Quelle nennen:

http://www.holyfire.org/file/Deutsh_Das_Wunder_des_Heiligen_Feuers.htm

Dort heisst es: \"Nur die Orthodoxe Kirche feiert die Zeremonie, während das Wunder geschieht. Es ereignet sich nur während der orthodoxen Osterfeier, ohne dass katholische Geistliche teilnehmen. Einige orthodoxe Christen werten dies als einen Beweis, dass die orthodoxe Kirche die einzig legitime Kirche Christi in der Welt ist, und diese Sichtweise bereitet manchen katholischen Kreisen Schwierigkeiten.\"

Sie werden bemerken, dass auch der kath.net Artikel vorsichtig das Wort \"Volksglauben\" verwendet.


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 CLS 11. April 2011 
 

Beeindruckend!

Für Gott ist nichts unmöglich! Ich jedenfalls freue mich über ein solch außergewöhnliches und über die Jahrhunderte bezeugtes Zeichen der Auferstehung Jesu - gerade auch, weil in unserer Liturgie die Feier der Osternacht mit dem Entzünden der Osterkerze beginnt.


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 Beaconsfielder 11. April 2011 

Super Video!

Die Weitergabe des Feuers erinnert mich irgendwie an eine Osterprozession aus Neapel. Mehrere Männer laufen mit einer lebensgroßen Madonnenstatue eine bestimmte Wegstrecke, um nachzustellen, wie Maria zum leeren Grab ihres Sohnes eilte.
Wirklich nur noch beeindruckend.


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 Beaconsfielder 11. April 2011 

Wirklich sehr beeindruckend


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 Rhenania 11. April 2011 
 

Von diesem Lichtwunder

habe ich noch nie etwas gehört. (Danke an meine Relilehrer).
Vielen Dank für den Bericht!


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 edih 11. April 2011 
 

Man sollte dieses Feuer........

......... in die westlichen Hauptstädte bringen. In Berlin z.B. könnte man ein Flämmchen jenen \"C\"-Politikern samt ihrem Zd\"K\"einschließlich gewissen Bischöfen übergeben. Vielleicht geht denen dann doch noch Licht auf um den Mist zu erkennen, den sie vor nicht allzulanger Zeit losgetreten haben.


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 Thomas71 11. April 2011 
 

Beeindruckend

Ein sehr beeindruckender Bericht.
Ich hatte von dieser Zeremonie schon öfter Notiz genommen; aber da das über öffentliche Medien geschah, dachte ich, dass es sich hierbei um eine rein symbolische Handlung handeln würde. Bin jetzt sehr erstaunt, dass es sich hierbei um ein seit Jahrhundeten bezeugten Phänomen handelt!
Jetzt verstehe ich noch besser, die, für uns Westeuropäer, sehr überschwängliche Freudensfeiern in der Grabeskirche durch die orthodoxen Christen.


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