Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  3. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  4. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  5. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  6. Brava Giorgia!
  7. Abschaffung des § 218? Ein Angriff auf Lebensrecht und Menschenwürde
  8. Demnächst Vatikan-Kongress über Schwarze Löcher und Urknall
  9. Amtsgericht Köln spricht Corona-Kritiker frei: Er hatte Attacken auf Impfskeptiker dokumentiert
  10. Der Grundton der Heiligen Schrift
  11. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  12. Donald Trump will ‚Seite an Seite’ mit Lebensschützern arbeiten
  13. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  14. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!
  15. Wenn Gott vollkommen gut ist, warum gibt es so viel Böses?

Schönborn: 'Barmherzigkeit und Gerechtigkeit bedingen einander

2. April 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Erzbischof leitet ersten "Weltkongress der Barmherzigkeit" vom 2. bis 6. April in Rom - Erster Höhepunkt ist der Gedenkgottesdienst zum dritten Todestag Johannes Pauls II. am Mittwoch auf dem Petersplatz


Wien (kath.net/PEW)
Barmherzigkeit und das Streben nach gesellschaftlicher Gerechtigkeit sind zwei Seiten einer Medaille und bedingen einander gegenseitig. Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Dienstag im Hinblick auf den "Ersten Weltkongress der Barmherzigkeit", der vom 2. bis 6. April in Rom unter seiner Leitung stattfindet. Barmherzigkeit stelle "das Zentrum der biblischen Botschaft und damit der Botschaft Jesu" dar. Wo Barmherzigkeit und Gerechtigkeit auseinanderdividiert würden, dort halbiere man auch die biblische Botschaft, so der Kardinal: "Eine Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit wäre hartherzig, und eine Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit wäre letztlich blind für die gesellschaftlichen Realitäten".

Diese Klarstellung sei notwendig, so der Kardinal, damit Barmherzigkeit nicht als "Ausdruck einer Privatfrömmigkeit" missverstanden werde, sondern sie ihre "sprengende gesellschaftliche Kraft" behalte. Wer von der Barmherzigkeit Gottes rede, dürfe von gesellschaftlichen Unrechtsstrukturen nicht schweigen und müsse stets die Frage stellen, ob und wo bereits "gesellschaftliche Strukturen der Barmherzigkeit" verwirklicht sind, so Kardinal Schönborn. Zugleich entspreche dieses Verständnis von Barmherzigkeit auch der Sicht, wie sie Papst Benedikt XVI. "in Fortführung des Weges von Johannes Paul II." in seiner Antrittsenzyklika "Deus caritas est" entfaltet hat, so Schönborn.

Mit dem Thema Barmherzigkeit werde eines der zentralen Lebensthemen Johannes Pauls II. aufgegriffen: Zur Eröffnung des "Weltkongresses der Barmherzigkeit" wird daher am Mittwoch mit einem großen Gottesdienst auf dem Petersplatz des dritten Todestages des Wojtyla-Papstes gedacht werden. Karol Wojtyla sei bereits während der Zeit seiner Priesterausbildung im Krakauer "Geheimseminar" während des Zweiten Weltkriegs mit der Gedankenwelt der Ordensfrau Sr. Faustyna in Kontakt gekommen. Ihre Visionen, festgehalten in ihrem "Geistlichen Tagebuch", hätten den jungen Karol Wojtyla so sehr beeindruckt, dass er sich dann bereits als Weihbischof in Krakau um ihre Seligsprechung bemühte. Johannes Paul II. sei gleichsam der "Apostel der göttlichen Barmherzigkeit" geworden. Dass Johannes Paul II. am Vorabend des von ihm eingeführten "Sonntags der Barmherzigkeit" starb, bezeichnete der Wiener Erzbischof als "Unterschrift des Himmels unter das Leben eines großen Mannes".

Der Gedenkgottesdienst für Johannes Paul II. am Mittwoch, 2. April, um 10.30 Uhr auf dem Petersplatz, bildet daher einen Höhepunkt des Weltkongresses. Papst Benedikt XVI. wird dabei der Hauptzelebrant sein. Am Mittwochnachmittag ist in der Basilika San Giovanni in Laterano (der eigentlichen Kathedrale Roms) die Begrüßung der Teilnehmer des Weltkongresses durch Kardinal Schönborn, den einstigen Sekretär Johannes Pauls II., Kardinal Stanislaw Dziwisz, und den römischen Kardinal-Vikar Camillo Ruini vorgesehen.

Während des bis Sonntag, 6. April, anberaumten Weltkongresses werden jeweils vormittags Veranstaltungen mit Vorträgen, Gebeten und Zeugnissen in der Lateranbasilika stattfinden. An den Nachmittagen werden sich die Teilnehmer nach Sprachgruppen getrennt zur weiteren Vertiefung in Kirchen der Stadt zurückziehen. Als Referenten für den Kongress konnte Organisator Patrice Chocholski zahlreiche Prominente gewinnen. Chocholski ist Vorsitzender des interreligiösen Rates der Diözese Belley-Ars in Frankreich. Er ist auch Gründer der Gemeinschaft "Familie der Barmherzigkeit" in Lyon.

Zu den Referenten zählen neben Kardinal Schönborn der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation, Kardinal Francis Arinze, der Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes, der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, der Erzbischof von Vilnius, Kardinal Audrys Backis, der Wiener russisch-orthodoxe Bischof Hilarion (Alfejew) sowie der international bekannte französische Jugendmissionar P. Daniel Ange. An den Nachmittagen stellen sich auf den Plätzen im Zentrum Roms verschiedene katholische Erneuerungsbewegungen und Gemeinschaften vor. Die Bewegung "Cenacolo", die auch in Österreich (in der Diözese Eisenstadt) ein überaus erfolgreiches Drogen-Rehabilitationsprogramm führt, wird am 3. April auf der Piazza Navona das Erfolgsmusical "Non abbiate paura" (Habt keine Angst) aufführen. Die Abende sind der "eucharistischen Anbetung" - vor allem in der Kirche Sant'Agnese an der Piazza Navona - vorbehalten.

Der Kongress endet am Sonntag, 6. April, im Vatikan. Die Messe um 10 Uhr im Petersdom leitet Kardinal Schönborn, der auch die Predigt halten wird. Anschließend folgt das Mittagsgebet mit dem Papst auf dem Petersplatz.

KathTube: Barmherzigkeitsrosenkranz

Foto: (c) kath.net



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Barmherzigkeit

  1. "Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben...?"
  2. Gottes Barmherzigkeit
  3. "Held der Nächstenliebe": Bub starb nach Corona-Pflege der Mutter
  4. Barmherzigkeitssonntag
  5. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  6. Die Quelle der Göttlichen Barmherzigkeit
  7. Gottes Erbarmen kennt keine Grenzen
  8. Die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes
  9. Papst veröffentlicht am Montag neues Apostolisches Schreiben
  10. Gottes Apostelin der Barmherzigkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen
  2. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  3. Brava Giorgia!
  4. 'BSW und AfD: Putins Hufeisen des Grauens'
  5. Wieder Aufregung um Papstzitat über Homosexuelle
  6. Good News aus Europa – Die Jugend wählt nicht mehr grün
  7. 'Falscher Eindruck einer Einmütigkeit'
  8. Wenn Gott vollkommen gut ist, warum gibt es so viel Böses?
  9. „Die Lukas-Ikone“: Der Urknall der christlichen Bilderwelt
  10. Klarer Sieg für Kardinal Woelki im wichtigsten Verfahren gegen BILD!
  11. Der Räuber und das Fitnessstudio
  12. „Neuer Anfang“ wendet sich wegen Synodalem Ausschuss formell an Rom
  13. Erzbistum Köln wehrt sich gegen DDR-Vergleich von ‚Maria 2.0’
  14. Deutschland: Katholiken wählten anders als Gesamtbevölkerung - Mehr CDU, weniger SPD, GRÜNE und AFD
  15. Bischof Davies: „Wir werden Zeugen eines nahezu katastrophalen Niedergangs der Institution der Ehe“

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz