Der Münsteraner Theologe Herbert Vorgrimler ist tot

13. September 2014 in Chronik


Zu Vorgrimlers bekanntesten Werken gehören das «Neue Theologische Wörterbuch», das «Kleine Konzilskompendium» und das «Handbuch der Dogmengeschichte».


Münster/Berlin (kath.net/KNA) Herbert Vorgrimler, international renommierter katholischer Theologe, ist am Freitag im Alter von 85 Jahren in Münster gestorben. Dies wurde der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin am Samstag aus Freundes- und Kollegenkreisen mitgeteilt. Vorgrimler lehrte von 1972 bis 1994 Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.

Zu Vorgrimlers bekanntesten Werken gehören das «Neue Theologische Wörterbuch», das «Kleine Konzilskompendium» und das «Handbuch der Dogmengeschichte». Sein zentrales Anliegen war es, die Gottesfrage in einer für die heutigen Menschen verständlichen und überzeugenden Sprache zu erörtern. Seit seiner Emeritierung hatte er sich vor allem in der Krankenhausseelsorge engagiert.

Vorgrimler wurde am 4. Januar 1929 in Freiburg geboren und 1953 zum Priester geweiht. Er promovierte 1958 bei Karl Rahner (1904-1984) und war einer dessen Mitarbeiter bei der Herausgabe des zehnbändigen «Lexikons für Theologie und Kirche» (LThK). Mit Rahner war er zudem Herausgeber der «Internationalen Dialog-Zeitschrift», die sich zu einem wichtigen Forum für das kritische Gespräch zwischen Christentum und Marxismus, Philosophie, Soziologie und Politologie entwickelte. Viele Jahre war Vorgrimler Berater des früheren vatikanischen Sekretariats für die Nichtglaubenden.

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