Papst benutzte auf Lampedusa einen geliehenen Geländewagen

9. Juli 2013 in Aktuelles


Einen gebrauchten Fiat Geländewagen statt seines Papamobils benutzte Papst Franziskus bei seinem Kurzbesuch auf Lampedusa. Das ausgeliehene Auto trug ein normales italienisches Kennzeichen. Von Petra Lorleberg


Lampedusa (kath.net/pl) Papst Franziskus verzichtete auf Lampedusa auf die Nutzung seines Papamobils. Stattdessen liehen die Organisatoren einen keineswegs neuen weißen Geländewagen (siehe Foto) aus. Der Fiat Campagnola hatte deswegen auch kein Autokennzeichen des Vatikan. Der Wagen gehört einem Mailänder, der seit 20 Jahren regelmäßig viel Zeit auf Lampedusa verbringt. Darüber berichteten verschiedene internationale Medien.

Papst Franziskus hatte erst vergangenen Freitag darauf hingewiesen, dass Priester und Ordensleute die Freude der Welt nicht „im modernsten Smartphone und im schnellsten Auto“ suchen sollten. In einer Audienz für Seminaristen und junge Ordensfrauen und Ordensmänner hatte er festgestellt: „Es tut mir weh, wenn ich einen Priester oder eine Nonne in einem Auto des neuesten Modells sehe. So etwas geht nicht!“ Natürlich seien Autos notwendig, „doch es reicht auch ein demütigeres, nicht wahr? Denkt daran, wie viele Kinder verhungern“. Was man dabei eingespart habe, könne man diesen Kindern zukommen lassen, kath.net hat bereits berichtet. Diese Äußerungen des Papstes werden seither stark diskutiert, auch in den sozialen Medien.

Wenn auch dieses Modell etwas sparsamer und unbequemer als sonst üblich sein dürfte, ist doch der Fiat Campagnola für die Päpste kein prinzipiell unbekanntes Auto. Sowohl Johannes Paul II. wie auch Benedikt XVI. benutzten gern und oft den zum offenen Papamobil umgebauten Fiat Campagnola des vatikanischen Fuhrparks.

Papst Franziskus im geliehenen, gebrauchten Geländewagen mit italienischem Autokennzeichen


Foto (c) Osservatore Romano


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