
Stuttgart (www.kath.net/bm)
Der Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Shimon Stein hat in einem
Grußwort zur Eröffnung der Aktion zum Sonntag der Weltmission in der Diözese
Rottenburg-Stuttgart, bei dem in diesem Jahr die Christen im Nahen Osten im
Mittelpunkt stehen, den Beitrag der Christen für eine friedliche Lösung im
nahöstlichen Krisengebiet abqualifiziert. Die Christen in den arabischen
Staaten, einschließlich der Palästinensergebiete, müssten sich mit "den
Machthabern gutstellen". Wegen dieser "überzogenen Rücksichtnahme"
verzeichneten die Kirchen einen Gewichtsverlust in ihrer politischen
Gestaltungskraft. Von den Christen im Nahen Osten könne man nicht erwarten,
dass sie "mutig über die Konfliktparteien hinaus ihre wirkliche Meinung
sagen oder Vermittlerfunktion übernehmen". Israel beobachte, dass sich die
Christen "aus existenziellen Gründen eher in Parteinahme für die arabische
Seite" übten.
Ein übles Zeugnis stellte Botschafter Stein aber nicht nur den im Nahen Osten lebenden Christen aus, sondern auch den "Verbrüderungen von deutschen Katholiken mit Glaubensbrüdern im arabischen Umfeld". Viele Aktionen würden nicht deshalb vorangetrieben, um Glaubensbrüdern in ihrer schwierigen Situation zu helfen, "sondern um mit unverhältnismäßiger Kritik Israel eins auszuwischen", schreibt Shimon Stein in seinem in jeder Hinsicht undiplomatischen Grußwort. Sein Resümee ist vernichtend: "Der Beitrag der Christen im Nahen Osten kann daher nicht mehr als geringfügig eingeschätzt werden."
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