17 August 2004, 10:27
Bischof Laun gegen ‚Homo-Ehe’: Warum besondere Rechte ohne Leistung?
 
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Heute noch unfruchtbare Beziehungen zu fördern sei eine "Vogel-Strauss-Politik", sagte der Salzburger Weihbischof gegenüber KATH.NET.

Salzburg (www.kath.net) Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun nahm gegenüber KATH.NET Stellung zur aktuellen Debatte um die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe. Die Einführung der so genannten „Homo-Ehe“ sei „ein in sich widersprüchliches Unterfangen“ und zeige die „Verwirrung in unserer Zeit“, kritisierte der Salzburger Weihbischof.

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Die „Homo-Ehe“ der Ehe „gleichzustellen“ sei „in Wirklichkeit eine Ungleichstellung, weil die beiden Verbindungen eben nicht ‚gleich’ sind“, erklärte Laun. „Ehepaare haben besondere Rechte wegen ihrer besonderen Leistung für die Gesellschaft. Warum sollen Homosexuelle besondere Rechte ohne Leistung erhalten?“ Jemandem Vorteile gewähren, weil er etwas leiste, und einem anderen die gleichen Vorteile ohne Leistung zukommen zu lassen, sei nicht „Gleichbehandlung“, sondern „Ungleichbehandlung“.

Der Salzburger Weihbischof: „Die Gerechtigkeit fordert, Gleiches gleich, Ungleiches ungleich zu behandeln.“ Homosexuelle Partner hätten grundsätzlich keine Kinder und hätten es daher wirtschaftlich viel leichter als eine Familie. „Beide können verdienen, beide Karriere machen. Warum sie fördern?“

Laun fordert vielmehr, die Zeichen der Zeit zu achten und die Familien zu fördern. „Wir haben in dramatischem Ausmaß zu wenige Kinder. Wir müssen alles tun, um Frauen zu ermöglichen und zu ermutigen, Kinder zu bekommen und sie zu erziehen. Daher muss all unsere Kraft in diese Richtung gehen. Heute noch unfruchtbare Beziehungen zu fördern, ist eine Vogel-Strauss-Politik, wie sie realitätsfremder nicht gedacht werden kann.“

Kinderlose sollten überhaupt „erheblich mehr Steuer zahlen als Eltern“, schlägt der Salzburger Weihbischof vor – auch Priester und Bischöfe seien hier nicht ausgenommen.

Laun machte auf mögliche Konsequenzen der rechtlichen Gleichstellung von Ehe und homosexueller Partnerschaft aufmerksam, etwa im Erbrecht. „Wenn ich einen Freund in meinem Testament bedenke, warum muss er sich vom Notar fragen lassen, ob wir ‚schwule’ Freunde waren, und sich dann, wenn er das verneint, sagen lassen: ‚Dann müssen Sie mehr Steuer zahlen!’“

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