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Der Herr tröstet und bestraft mit Zärtlichkeit

10. Dezember 2019 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: wie tröstet der Herr? Der gute Hirte verlässt alles, um das eine Schaf zu suchen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Der Herr führt sein Volk, er tröstet es, aber er korrigiert und bestraft es auch mit der Zärtlichkeit eines Vaters, eines Hirten, „der die Lämmer an seiner Brust trägt und die Mutterschafe behutsam führt“. So antwortete Papst Franziskus in seiner Predigt bei der Messe am Dienstag der zweiten Woche im Advent in der Kapelle des vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“, Gedenktag Unserer Lieben Frau von Loreto, auf die Frage: „Wie tröstet, wie korrigiert der Herr?“. Dabei ging Franziskus von den Lesungen des Tages aus (Mt 18,12-14: das Gleichnis vom verlorenen Schaf; Jes 40, 1-11: Trostaufruf und Gottes königliches Kommen).

Die erste Lesung aus dem Buch des Trostes Israels des Propheten Jesaja beginne mit einer Ankündigung der Hoffnung: „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott«, so der Prophet: „Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihr zu, dass sie vollendet hat ihren Frondienst, dass gesühnt ist ihre Schuld, dass sie empfangen hat aus der Hand des Herrn Doppeltes für all ihre Sünden“.

Der Herr tröste uns immer, so Franziskus, „vorausgesetzt, wir lassen uns trösten“. Gott „korrigiert mit der Tröstung, aber wie?“. Und der Papst las einen weiteren Abschnitt aus Jesaja, der vom Herrn als dem guten Hirten spreche: „Wie ein Hirt weidet er seine Herde, auf seinem Arm sammelt er die Lämmer, an seiner Brust trägt er sie, die Mutterschafe führt er behutsam“. Franziskus kommentierte: „Aber das ist ein Abschnitt der Zärtlichkeit! Wie tröstet uns der Herr? Mit Zärtlichkeit. Wie korrigiert der Herr? Mit Zärtlichkeit. Wie bestraft der Herr? Mit Zärtlichkeit“. „Kannst du dir dich vorstellen“, unterstrich er, „wie du an der Brust des Herrn bist, nachdem du gesündigt hast?“:


„Der Herr führt, der Herr führt sein Volk, der Herr korrigiert. Ich würde auch sagen: der Herr bestraft mit Zärtlichkeit. Die Zärtlichkeit Gottes, die Liebkosungen Gottes. Das ist keine didaktische oder diplomatische Haltung Gottes: es kommt ihm von Innen heraus, es ist die Freude, die er hat, wenn sich ein Sünder nähert. Und die Freude macht ihn zärtlich“.

Papst Franziskus rief das Gleichnis vom verlorenen Sohn und den Vater in Erinnerung, der „seinen Sohn aus der Ferne sah“. Denn er habe auf ihn gewartet, er sei auf die Terrasse gegangen, um zu sehen, „ob der Sohn zurückkommt. Herz des Vaters“. Und als er dann komme und „diese Rede der Reue“ beginne, lasse er ihn schweigen und feiere. „Die zarte Nähe des Herrn“, kommentierte der Papst noch einmal.

Im Evangelium kehre das Bild des Hirten wieder, desjenigen, der hundert Schafe weide, und eines gehe verloren. „Lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück, geht hin und sucht das verirrte?“, zitierte Franziskus. Und „wenn er es findet – Amen, ich sage euch: Er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben“. Das sei „die Freude des Herrn vor dem Sünder“, „vor uns, wenn wir uns vergeben lassen, uns ihm nähern, damit er uns vergibt“. Eine Freude, die „zur Zärtlichkeit wird, und jene Zärtlichkeit tröstet uns“.

„Viele Male“, erklärte der Papst, „beklagen wir uns über die Schwierigkeiten, die wir haben: der Teufel will, dass wir in den Geist der Traurigkeit fallen“, „vom Leben bitter gemacht“ oder „durch unsere eigenen Sünden“. Und Franziskus rief in Erinnerung: „Ich traf einen Gott geweihten Menschen, den sie ‚das Lamentieren’ nannten, weil er nichts anderes tun konnte, als sich zu beklagen. Er war der Nobelpreisträger das Klagens“:

„Doch wie oft beklagen wir uns, beschweren uns, und so oft denken wir, dass unsere Sünden, unsere Grenzen nicht vergeben werden können. Und dort kommt die Stimme des Herrn und spricht: ‚Ich tröste dich, ich bin dir nahe’, und er nimmt uns mit Zärtlichkeit. Der mächtige Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat, der Gott-Held, um es so auszudrücken, unser Bruder, der sich ans Kreuz bringen ließ, um für uns zu sterben, er vermag es, uns zu liebkosen und zu sagen: ‚Weine nicht’“.

„Wie zärtlich“, fuhr Papst Franziskus fort, „wird der Herr die Witwe von Naïn gestreichelt haben, als er ihr sagte: ‚Weine nicht’. Vielleicht streichelte er sie vor dem Sarg ihres Sohnes, bevor er ihr sagte: ‚Weine nicht’“. Denn „da war eine Katastrophe“. „Wir müssen an diesen Trost des Herrn glauben“, denn nachher „ist da die Gnade“ der Vergebung:

„‚Pater, ich habe so viele Sünden, so viele Fehler, die ich in meinem Leben gemacht habe’ – ‚Aber lass dich trösten’ – ‚Aber wer tröstet mich?’ – ‚Der Herr’ – ‚Und wohin soll ich gehen?’ – ‚Um um Vergebung zu bitten: Geh, geh, geh! Sei tapfer. Öffne die Tür. Und er wird dich liebkosen’. Er wird sich mit der Zärtlichkeit eines Vaters, eines Bruders nähern: so wie ein Hirt die Herde weidet und mit seinem Arm sammelt, die Lämmer an seiner Brust trägt und behutsam die Mutterschafe führt, so tröstet uns der Herr“.

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Lesermeinungen

 stephanus2 13. Dezember 2019 
 

Gott liebt so unermesslich

dass es kaum fassbar ist. In dieser Liebe ist auch Zärtlichkeit enthalten. PF behauptet anscheinend aber, Gott s t r a f e auch zärtlich. Das halte ich für theologisch nicht untermauerbar. Auch Schwester Faustyna sagte Jesus, dass es irgendwann "zu spät " sei. Dann folgt mitnichten etwas Zärtliches.


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 stephanus2 13. Dezember 2019 
 

Ich denke auch..


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 Winrod 11. Dezember 2019 
 

Ja, Harrer,

so ergibt es einen Sinn.


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 Harrer 11. Dezember 2019 
 

Ja @Winrod

ist es, sogar die größere.
Der Schmerz der Strafe besteht darin,zu sehen wie Gott zu uns ist und wie wir zu ihm und unseren Nächsten sind.


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 Winrod 11. Dezember 2019 
 

Ist es dann noch Strafe,

wenn sie zärtlich ist?


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 hape 11. Dezember 2019 

@Karlmaria

Nicht die Zärtlichkeit, sondern die Liebe ist das eigentliche Thema der Hl. Schrift. Von Liebe wiederum ist die Rede, weil Gott die Liebe ist (1. Joh 4,8). Die Hl. Schrift berichtet von Gott und seiner Liebe zu den Menschen. Zärtlichkeit ist zwar ein Aspekt dieser Liebe, aber nicht wesentlich. Wahre Liebe zeigt sich nämlich nicht in Zärtlichkeit, sondern in Hingabe und Opferbereitschaft. Opferbereitschaft bis zum Tod.

Deshalb habe ich meiner Frau bei der Trauung und vor Gott auch nicht die Zärtlichkeit versprochen, sondern die Liebe. Eine der schönsten und tiefsten Einsichten über die Liebe ist übrigens die Enzyklika „Deus caritas est“ von BXVI.

Es scheint mir vermessen zu sein, den Begriff „Liebe“ mir nichts dir nichts durch „Zärtlichkeit“ zu ersetzen, nur weil „das Wort Liebe sich für viele so sehr verändert hat.“ Es ist vielmehr Aufgabe des Lehramtes, dieser Veränderung die wahre Bedeutung der Liebe mutig, kraftvoll und klar entgegenzustellen. Sei es gelegen oder ungelegen.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 11. Dezember 2019 
 

Gott ist zärtlich Teil III

...Es braucht Stellvertreter Jesu,die den Menschen begreiflich machen,was Sünden sind und an welcher Stelle sie sich zeigen,im Kleinen wie im Großen-damit sie erkennen und wirklich bereuen können und damit so Gottes Zärtlichkeit an ihnen nicht verloren geht.
Wiederverheiratete Geschiedene zur heiligen Eucharistie zuzulassen ist eine grausame Sünde.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 11. Dezember 2019 
 

Gott ist zärtlich Teil II

...sondern es genügt,zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig hinzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen.Dann zeigt sich das Wunder der Barmherzigkeit in seiner ganzen Fülle.Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung,menschlich gesehen,ausgeschlossen und alles schon verloren - so ist es anders bei Gott.Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollends.
Ihr Armseligen,die ihr das Wunder der Barmherzigkeit Gottes für euch nicht in Anspruch nehmt,ihr werdet vergeblich rufen,weil es dann zu spät sein wird."
(Tb428)

Gott IST zärtlich,das zeigt sich in der Bibel und im Leben.Er will uns von unseren Sünden befreien und uns an Sein Herz drücken.Wie Er sagt:"...es genügt, zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig hinzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen." Aber um sein Elend aussprechen zu können,muss man wissen worin es besteht. ...


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 11. Dezember 2019 
 

Gott ist zärtlich Teil I

Jesus zur hl.Sr.Faustyna:
"Oh,wie Mir das wehtut,dass die Seelen sich so wenig in der heiligen Kommunion mit Mir verbinden!Ich warte auf Seelen und sie sind Mir gegenüber gleichgültig.Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig,und sie glauben Mir nicht.Ich will sie mit Gnaden überhäufen -sie wollen sie nicht annehmen.Sie gehen mit Mir um,wie mit etwas Totem,aber Ich habe ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit.Damit du ein wenig Meinen Schmerz erkennst,stelle dir die zärtlichste Mutter vor,die ihre Kinder sehr liebt,doch die Kinder verschmähen die Liebe der Mutter.Betrachte ihren Schmerz,niemand vermag sie zu trösten. Das ist ein blasses Bild und Abbild Meiner Liebe."
"Schreibe,sprich über Meine Barmherzigkeit.Sage den Seelen,wo sie Trost suchen sollen-im Tribunal der Barmherzigkeit(D.h.im Bußsakrament.), dort gibt es die größten Wunder,die sich ununterbrochen wiederholen.Um dieses Wunder zu erreichen,bedarf es keiner weiten Pilgerfahrt,auch nicht äußerer Zeremonien,...


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 Karlmaria 11. Dezember 2019 

Die Zärtlichkeit kommt überall in der Bibel vor

Die Zärtlichkeit ist das eigentliche Thema der Bibel um die es immer geht.
Seine Heiligkeit benutzt das Wort Zärtlichkeit weil das Wort Liebe sich für viele so sehr verändert hat.
Wer in der Bibel liest wird irgend wann einmal zu heulen anfangen wenn er anfängt zu begreifen wie groß die Zärtlichkeit Gottes ist.
Das einzige was uns von der Zärtlichkeit Gottes trennen kann ist unser eigenes großes ICH.
Wer das verstanden hat dass das eigene ICH der größte Feind ist der darf sich aber nicht öffnen für alle Geister die da herumschleichen.
Da müssen wir das ganze Arsenal benützen das uns die Kirche und die Gemeinschaft der Heiligen bietet.
Im Gebet zum Heiligen Erzengel Michael bitten wir um den Schutz ... und die anderen bösen Geister die zum Verderben der Seelen in der Welt umherschweifen.
Ganz sicher nicht vom Geist Gottes ist jegliche Art von Sünde. Unvergeblichkeit und Groll hegen sind oft die verborgenen und nicht erkannten Sünden die uns von Gott trennen!


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 Hadrianus Antonius 10. Dezember 2019 
 

Bibelverfälschung

(Vergleich der Peshitta/Septuagint/Vulgata und 20 Lemmata bei Pape/Bailly/Bauer) :
Das Wort "zärtlich" kommt so in der Hl. Schrift nicht vor (echt semitisch: sehr seriös und nicht romantisch/lateinamerikanisch); und in dieser Bibelstelle "Zärtlichkeit" absolut nicht.
1. Wohl "Arm", 2 Verse vorher übrigens auch und da total klar und deutlich als Symbol von Gottes Tatkraft und Macht.
2. Die Lämmer werden mit dem Arm (Gottes Kraftvoller Stärke) getragen auf dem Bauch (Sept. gastèr)/ "Bucht"(Vulg. sinus)/ "Busen, Brust, Rundung" (Peshitta).
Ein Lamm von 4-6 Kg wird vorne auf dem Bauch getragen (auch in einem Tragetuch): eine schweißtreibende und dementsprechend säuerlichriechende Tätigkeit.
PF kennt nichts von Landwirtschaft und das hier ist leider Bibelverfälschung.
"Zärtlichkeit" ist auch "Eroos", gerade bei Kindesmißbrauch und vertuschenden Oberhirten (sic wörtlich: Danneels) bemüht um Pädosex hoffähig zu machen.
Bitte Nobelpreis dafür :-(


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 lesa 10. Dezember 2019 

Keine billige Gnade

[email protected] Joseph: Doch, das Alte Testament gehört auch zur Offenbarung, und es gibt kaum einen Satz im Neuen Testament, der nicht Bezüge zum Alten Testament enthält. Aber Christus hat sich von der bösen Wirklichkeit treffen lassen und sie bis in den Tod hinein durchlitten. "ER verbrennt das Böse in seiner leidenden Liebe" (Ben. XVI). Daher ist das AT im Licht des Christusereignisses zu lesen, die Tür zur Vergebung bleibt für immer geöffnet - für die, die eintreten WOLLEN.
"Ich werde den schlimmsten Sünder nicht bestrafen, wenn er sich an mein barmherziges Herz flüchtet (Jesus zur Hl. Faustyna)Der Geist des Erbarmen Gottes bewirkt Herzensumkehr, bei dem der Mensch inne wird, was die Sünde dem Herrn angetan hat. Das ist die Motivation. Aber auch dann kann ein Umkehrweg mit großen Anstrengungen verbunden sein, weil gewisse Gewohnheiten, die von Gott fernhalten, nicht so leicht wieder geändert werden können. Denn was sich nicht geändert hat, ist die Wirkung des Bösen an sich.


9

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 hape 10. Dezember 2019 

@Kostadinov

Zu "Zärtlichkeit" habe ich gar keine Schriftstelle gefunden (Einheitsübersetzung). Zu "zart" fand ich folgende zwei Perikopen:

1.
Susanna war aber sehr ZART und schön von Aussehen. (Dan 13,31)

2.
In ihr ist nämlich ein Geist, vernunftvoll, heilig, einzigartig, mannigfaltig, ZART, beweglich, durchdringend, unbefleckt, klar, unverletzlich, das Gute liebend, scharf. (Weis 7,22)


6

0
 
 Klimakos 10. Dezember 2019 

Friede, Freude, Eierkuchen, Mate.

„Das Himmelreich ist einem Könige gleich, der mit seinen Knechten Abrechnung halten wollte.“ Mt. 18,23

Und die Kirche lehrt uns noch:

“Wer behauptet, nach erlangter Rechtfertigungsgnade werde dem bußfertigen Sünder die Schuld so sehr erlassen und die Strafwürdigkeit für die ewige Sündenstrafe so sehr getilgt, daß auch keine Strafwürdigkeit zu einer zeitlichen Sündenstrafe mehr abzubüßen bleibe, sei es in diesem Erdenleben, sei es im jenseitigen, im Fegfeuer, bevor der Zugang zum Himmelreich offen steht, der sei im Bann!“

Fazit:
Ohne Reue und Buße gibt es auch keine Vergebung der Sünden.

Wer was anderes lehrt, lehrt Irrtum.


11

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 Kostadinov 10. Dezember 2019 

ich suche immer noch eine Schriftstelle...

...wo der Ausdruck "Zärtlichkeit" vorkommt... kann mir jemand helfen?


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 hape 10. Dezember 2019 

Nobelpreisträger und Zuckerwatte

Während sich der Papst an den „Nobelpreisträger das Klagens“ erinnert, steht mir ständig der Nobelpreisträger des „bloß kein Proselytismus“ vor Augen. – Früher, das muss vor dem kulturellen Mutationssprung gewesen sein, der nach PF die Welt so verändert hat, dass die Wahrheiten der Kirche nicht mehr wert sind, gelehrt zu werden. Damals also lehrte die Kirche noch, dass wir in der Endzeit leben. Das dies die Zeit der Barmherzigkeit sei, worauf das Gericht folge. Barmherzigkeit. Gerechtigkeit. Himmel, Fegefeuer, Hölle. Heute lehrt nun der Papst, dass der Herr „mit Zärtlichkeit bestraft“. Welch eine Verniedlichung des göttlichen Gerichtes! Gott kommt daher getippelt wie ein Schoßhündchen an der Leine: keine Angst, der tut nichts, der spielt nur. Es tut mir leid, aber der inflationäre Gebrauch des Wortes „Zärtlichkeit“ kann einfach nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich dabei nur um verbale Zuckerwatte handelt. Die ist zwar lecker, verdirbt aber den Geschmack und macht nicht satt.


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 Guenter Foit 10. Dezember 2019 
 

Die Frevler, Bösen, Hochmütigen, also die sog. selbstbefreiten Überzeugungstäter, werden einen Bogen um den Herrn machen, und auch wir sollen nicht mit ihnen umgehen, da 'ihre Art sich auf uns übertrage'.

Die wunderbare Predigt des Papstes fordert, dass der 'Sünder aus Irrtum und Schwäche', wenn auch mutig, sich vom Herrn umarmen, trösten und vergeben lässt und Ihn wohl in Dankbarkeit nicht mehr verlassen mag durch neue Sünden, - andernfalls (.. das dürfte als Kontra verstanden werden) der Herr in gut gemeinter 'Zärtlichkeit' auch strafen könne.
Diese feurigen Worte können hilfreich sein. Sie haben offensichtlich nichts zu tun mit der Auffassung: sündige fröhlich, - der Herr rechnet es nicht an oder vergibt immerfort.

Es wird auch kühlere Gemüter geben, die den Herrn suchen, Er sich finden lässt und die Ihn bitten, immer bei ihnen zu bleiben zum richtigen Leben und zur ausbreitenden Annahme Seiner Erlösung in der Welt. (.. das stellt die Predigt des Papstes nicht in Zweifel)


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 Bernhard Joseph 10. Dezember 2019 
 

Gehört nicht auch das Alte Testament zur Offenbarung?

Sir 12,3 Ohne Dank bleibt, wer einen Frevler beschenkt, auch hat er kein gutes Werk vollbracht.

Sir 12,4 Gib dem Guten, nicht aber dem Bösen, unterstütze den Demütigen, gib nicht dem Hochmütigen!

Sir 12,5 Rüste ihn nicht mit Kampfwaffen aus, sonst greift er dich selbst mit ihnen an. Doppeltes Übel trifft dich [in der Zeit der Not] für all das Gute, das du ihm getan hast.

Sir 12,6 Denn auch Gott hasst die Bösen, den Frevlern vergilt er mit Strafe.

Sir 13,1 Wer Pech anrührt, dem klebt es an der Hand; wer mit einem Zuchtlosen umgeht, nimmt seine Art an.
__

Gerade die Mahnung aus Sir 13,1 scheint mir aktueller denn je!


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