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21 Juni 2019, 10:40
„Evangelischer Kirchentag erntet Spott für Workshop ‚Vulven malen‘“

„Welt“: „Der Veranstaltungshinweis des Kirchentags auf Twitter für Häme“ – CDU-Bundestagsabgeordnete Kiesewetter: „Ist das das neue Kreuz, an dem Christus geopfert wurde? Mich macht das traurig über meine evangelische Kirche“

Dortmund (kath.net) Stattfinden soll der Workshop erst heute, doch er sorgte schon vorab für Häme. Darauf wies die „Welt“ im Artikel „Evangelischer Kirchentag erntet Spott für Workshop ‚Vulven malen‘“ hin. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter kritisierte das Angebot des aktuell in Dortmund stattfindenden Deutschen Evangelischen Kirchentags scharf und schrieb auf Twitter: „Ist das das neue Kreuz, an dem Christus geopfert wurde? Mich macht das traurig über meine evangelische Kirche“. Ein anderer User erkundigte sich, wann dann ein Workshop zum Phallusmalen stattfinde. Außerdem zitierte die „Welt“ einen weiteren Twitterbeitrag: „Es tut mir leid, aber die EKD ist völlig am Ende und hat nichts mehr mit dem Christentum zu tun. Sie wird endgültig eine die Gesellschaft spaltende Sekte, die nur links-grüne Indoktrination übernimmt. Ich bin dann nun auch endgültig raus aus dem Laden.“

Die Veranstalter reagierten mit einem Rechtfertigungsversuch. Mit der Veranstaltung solle den negativen Folgen jahrhundertelanger Tabuisierung weiblicher Geschlechtlichkeit entgegengewirkt werden. Dies stehe „in direktem Zusammenhang mit der lebensbejahenden Botschaft des Schöpfungsberichtes im Buch Genesis“.

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hatte sich noch wenige Tage vor Beginn des Evangelischen Kirchentags unwissend auf die Frage der „BILD“, ob er beim Kirchentag auch den Workshop „Vulvenmalen“ besuchen werde: „Nein. Was ist das?“ Der Leiter des Berliner „Bild“-Büros, Ralf Schuler, erläuterte dem evangelischen Landesbischof von Bayern daraufhin: „Frauen malen ihre Geschlechtsteile, um Scham zu verlieren und freier mit ihrem Geschlecht umzugehen …“ Die Reaktion: „Bedford-Strohm: (lacht) ‚Ich glaube, das wendet sich nicht an mich.‘“ kath.net hat berichtet.

Wie die „Welt“ weiter berichtet, konnte im Kirchentagsprogramm noch einen weiteren fragwürdigen Programmpunkt auffinden: den Frauen-Workshop „Schöner kommen“.

Link zum Beitrag der „Welt“: „Evangelischer Kirchentag erntet Spott für Workshop ‚Vulven malen‘“