14 Juni 2019, 10:00
Emeritierter US-Bischof kommt vor Kirchengericht: Missbrauchsverdacht
 
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Papst Franziskus gab die Erlaubnis für ein kirchliches Verfahren bei der Glaubenskongregation gegen Altbischof Joseph Hart – Gegen den Altbischof liegen mehrere glaubhafte Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs von Jungen vor

Baltimore (kath.net/pl) Der Fall des emeritierten Bischofs von Cheyenne (US-Bundesstaat Wyoming) soll nun offenbar vor einem Kirchengericht behandelt werden. Gegen Bischof Joseph Hart (Archivfoto) liegen mehrere glaubhafte Vorwürfe vor, wonach er Jungen sexuell missbraucht haben soll. Das berichtete „Crux“. Bischof Steven Biegler, der aktuelle Bischof von Cheyenne, gab am Mittwoch bekannt, dass Papst Franziskus die Erlaubnis für ein kirchliches Verfahren vor der Glaubenskongregation gegen den 87-Jährigen gegeben hat.

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Die Ankündigung von Bischof Biegler erfolgte im Rahmen der Veröffentlichung der Namen von Priestern durch die Diözese, denen glaubhaft sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Hart gehört zu den elf Priestern, die auf der Liste stehen.

Biegler erläuterte am Mittwoch in einem Artikel: „In der Vergangenheit wurden solche Informationen vertraulich behandelt und deshalb wurden dann weitere Kinder verletzt. Transparenz hilft, künftigen Missbrauch zu verhindern, da es für die Mitglieder der Kirchenleitung nahezu unmöglich ist, unser Versprechen einer Nulltoleranz rückgängig zu machen.“

Hart war von 1978 bis 2001 erst Weihbischof, dann bald Bischof von Cheyenne. Er stammte aus der Diözese Kansas City, wo er auch zum Priester geweiht worden und inkardiniert gewesen war. Erste Vorwürfe über sexuellen Missbrauch durch Hart wurden in der Kirche offenbar schon Anfang der 90er Jahre aktenkundig. Im ersten Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende gelangten dann belastbare Informationen auch an die Öffentlichkeit. 2008 bezahlte die Diözese Kansas City 10 Millionen Dollar als Ausgleich an eine Opfergruppe von 47 Betroffenen, bei den insgesamt zwölf Tätern wurde auch der Name Joseph Hart ausdrücklich genannt.

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