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29 Mai 2019, 09:46
Wartet auf die Verheißung des Vaters!

Franziskus: ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. Wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Neue Katechesenreihe zur Apostelgeschichte. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) „Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt! Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden“ (Apg 1,3-5).

Generalaudienz am Mittwoch der sechsten Osterwoche, die neunzehnte des Jahres 2019. Mit der heutigen Katechese begann Papst Franziskus vor über 17.000 Pilgern und Besuchern neue Reihe über die Apostelgeschichte.

Dieses vom Evangelisten Lukas verfasste Buch der Bibel erzähle die „Reise des Evangeliums in die Welt“. Es zeige uns die Verbindung von Wort Gottes und Heiligem Geist. Sie seien die Hauptdarsteller, die die Zeit der Evangelisierung begründen.

Der Heilige Geist, die dýnamis/Kraft Gottes, reinige das menschliche Wort und befähige es, gleichsam wie „Dynamit“ die Herzen zu entzünden, Denkschemen zu sprengen, neue Wege zu öffnen.

Vor der Himmelfahrt „gebot der Auferstandene den Seinen, auf die Verheißung des Vaters zu warten“. Die Taufe mit dem Heiligen Geist lasse sie und uns in persönliche Gemeinschaft mit Gott eintreten und an seinem allgemeinen Heilswillen teilnehmen. Sie schenke die „parrhesía“, den Freimut, als Kinder Gottes zu reden: klar, frei, wirkkräftig, voll Liebe zu Christus und zu den Brüdern und Schwestern.

Die Gabe Gottes sei nicht verdient, sie sei unentgeltlich und werde zu ihrer Zeit geschenkt. Christus lade die Seinen ein, nicht die Sendung zu „erfinden“, sondern das Tun Gottes, des Herrn über Zeit und Raum, zu erwarten.

So sähen wir die Apostel im Abendmahlssaal, wie sie als Familie des Herrn warten. Sie seien eins im beharrlichen Gebet, zusammen mit Maria und den Frauen, die als erste vom Herrn gelernt hättem, die Treue der Liebe und die Kraft der Gemeinschaft zu bezeugen, die alle Furcht überwinde.

„Bitten auch wir den Herrn auch um die Geduld“, so Franziskus abschließend, „auf seine Schritte zu warten, dass nicht wir sein Werk ‚herstellen’, wir fügsam bleiben im Gebet, den Geist anrufen und die Kunst der kirchlichen Gemeinschaft pflegen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Gerne heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Besonders grüße ich die Teilnehmer am peace ride der Jesus-Biker. Liebe Brüder und Schwestern, bitten wir den Herrn um die Geduld, sein Wirken zu erwarten und nicht Erzeuger, sondern Werkzeug seines Heilswerks zu sein und uns stets vom Heiligen Geist leiten zu lassen. Schönen Aufenthalt in Rom!