10 April 2019, 08:30
Santiagos Bischof zieht positives Fazit nach Treffen mit Papst
 
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Apostolischer Administrator der chilenischen Hauptstadt-Erzdiözese, der sich derzeit zu Krisengesprächen im Vatikan aufhält, bekennt sich zu vollumfänglicher Kooperation mit Justiz in Sachen Aufklärung von sexuellem Missbrauch

Vatikanstadt-Santiago (kath.net/KAP) Nach einem Krisengespräch mit dem Papst im Vatikan hat der neue Übergangsleiter der chilenischen Erzdiözese Santiago, Bischof Celestino Aos, ein positives Fazit gezogen. "Franziskus hat uns seine Nähe zugesichert", sagte Aos am Montagabend bei einem Pressetermin in Rom. Der Papst habe ihm in einer einstündigen Unterredung am vergangenen Freitag unter vier Augen geraten, trotz der aktuellen Missbrauchskrise "mit Glaube und Hoffnung nach vorne zu schauen".

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Aos, der sich seit einer Woche zu Beratungsgesprächen im Vatikan aufhält, kündigte an, in Sachen Missbrauchsaufklärung vollumfänglich mit der chilenischen Justiz kooperieren zu wollen. Es gehe darum, den Schaden wiedergutzumachen und die Opfer zu entschädigen. Zudem wolle er dafür sorgen, dass sich solch schreckliche Taten niemals wiederholen könnten. In dieser Frage wolle er sich auch Rat von Kardinal Sean Patrick O'Malley holen, mit dem er sich bereits getroffen habe. O'Malley ist Vorsitzender der päpstlichen Kinderschutz-Kommission, deren Mitglieder von 4. bis 7. April im Vatikan tagten, und gehört wie Aos dem Kapuzinerorden an.

Für Dienstag war auch ein Treffen des chilenischen Bischofs mit Erzbischof Charles Scicluna, dem Chefaufklärer das Papstes für Sexualverbrechen von Klerikern, geplant.

Der 74 Jahre alte Ordensmann und Bischof Aos war am 23. März von Papst Franziskus als Apostolischer Administrator an die Stelle des emeritierten Erzbischofs von Santiago, Kardinals Ricardo Ezzati (77), gesetzt worden. Ezzati steht unter dem Vorwurf, über Jahre Missbrauchsfälle in der chilenischen Erzdiözese vertuscht zu haben. Der Kardinal weist dies zurück.

Archivfoto: Papst Franziskus mit dem Apostolischen Administrator von Santiago de Chile, Bischof Celestino Aos




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Foto: Archivbild

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