13 März 2019, 09:00
Das Bistum Chur steht dieser Sache „machtlos gegenüber“
 
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Churer Theologieprofessor Manfred Belok hatte in SRF-Talkshow darüber spekuliert, ob die Kirche in der Frage der „Ehe für alle“ „die Zeichen der Zeit“ wahrnehmen sollte – Bistum Chur antwortet auf kath.net-Presseanfrage

Chur (kath.net) „Das Bistum Chur weiß um diese öffentlich gemachten Aussagen, die der kirchlichen Lehre widersprechen, an welche Papst Franziskus in ‚Amoris Laetitia‘ erinnert hat: So gibt es „keinerlei Fundament dafür, zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“ (Nr. 251). Das Bistum Chur kann jedoch leider solche Aussagen eines Professors der Theologie lediglich bedauern. Es steht dem Missbrauch des Namens der Theologischen Hochschule Chur, die der Treue zum kirchlichen Lehramt verpflichtet wäre, machtlos gegenüber.“ Das antwortete das Bistum Chur auf eine kath.net-Presseanfrage. Es ging um Aussagen von Manfred Belok, Professor für Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Hochschule Chur, in einer Talkshow des SRF zur Diskussion um die „Ehe für alle“.

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Belok hatte u.a. behauptet: „Natürlich kommen wir aus einer Tradition, wo wir den Wert der Verbindung von Frau und Mann sehr hochschätzen, es sogar katholisch als Sakrament bezeichnen“, er finde das „gut“. Dennoch bleibe für ihn die Frage offen, „ob wir nicht die Zeichen der Zeit auch wahrnehmen, dass Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung, genauso diesen Schritt gehen können, wenn ich theologisch davon ausgehe, dass Gott jeden Menschen liebt, und dann eben auch mit der jeweiligen sexuellen Orientierung.“ Zwar sei er „sehr dafür, dass wir als Christinnen und Christen uns auf die Bibel als das Grunddokument unseres Glaubens beziehen. Aber da geht es ja gerade darum, dass Gott z.B. die Heiligkeit einer jeden Lebens- und Beziehungsgeschichte achtet. Warum fällt uns das schwer? In der Bibel hat sich die Vorstellung von Ehe und Partnerschaft entwickelt und ich sehe dem Ehebegriff nichts genommen, er wird eher geöffnet.“

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