25 Januar 2019, 07:00
Visitation: Lackner führt Gespräche mit Spitzen der Diözese Gurk
 
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Salzburger Erzbischof trifft Diözesanadministrator Guggenberger und Mitglieder des Domkapitels, des Konsistoriums sowie anderer Gremien zu Sechs-Augen- sowie Gruppen-Gesprächen im Stift St. Georgen am Längsee

Salzburg (kath.net/KAP) Die Visitation in der Diözese Gurk geht in die nächste Runde: Ab Freitag führt Erzbischof Franz Lackner als Apostolischer Visitator bis zum Samstag Gespräche mit den Spitzen der katholischen Kirche in Kärnten. Vorgesehen sind Unterredungen mit Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger und Mitgliedern des Domkapitels, des Konsistoriums sowie anderer Gremien. Das erklärte Heidi Zikulnig als Sprecherin von Erzbischof Lackner am Donnerstag gegenüber "Kathpress". Demnach sollen die Gespräche teilweise in Gruppen stattfinden, zumindest aber im Sechs-Augen-Prinzip. Begleitet und unterstützt wird Erzbischof Lackner dabei vom Feldkircher Bischof Benno Elbs und dem gesamten Visitationsteam.

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Ort des Gesprächs ist auf Wunsch des Domkapitels das Stift St. Georgen am Längsee, das zum bischöflichen Mensalgut des Bistums Gurk gehört und u.a. hinsichtlich der wirtschaftlichen Gebarung Gegenstand der Visitation ist, die am vergangenen Montag (14. Jänner) vor Ort in Kärnten in Angriff genommen wurde. Neben Gesprächen spielt die Auswertung aller für die Visitation relevanten Unterlagen eine wichtige Rolle, wie Zikulnig erläuterte. Dazu zählen unter anderem die von der interimistischen Diözesanleitung seit Juli letzten Jahres erarbeiteten Berichte und auch das 2008 vom damaligen Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser in seiner Eigenschaft als Metropolit verfasste zweiseitige Schreiben über die Situation in der Diözese Gurk.

Damit werde dem Auftrag für die Visitation entsprochen, der sich "auf das Ganze in der Diözese Gurk von 2008 bis einschließlich der jetzigen Sedisvakanz" bezieht, so Zikulnig. Um die komplexe Aufgabenstellung möglichst zügig zu bewältigen, gebe es auch eine Verteilung der Zuständigkeiten innerhalb des Visitationsteams. So seien mit der wirtschaftlichen und finanziellen Überprüfung der steirische Caritasdirektor und frühere Wirtschaftsdirektor Herbert Beiglböck sowie Christian Lagger, Geschäftsführer des Grazer Elisabethinen-Spitals, betraut, die auch externe Experten beiziehen können. "Die Kosten für die Visitation liegen zur Zeit bei der Erzdiözese Salzburg", hielt Zikulnig fest. Sie verwies zugleich darauf, dass "die externen Teammitglieder ehrenamtlich für die apostolische Visitation" wirken.

Weitere Mitglieder des Visitationsteam sind der Münchner emeritierte Kirchenrechtler Helmuth Pree und die Salzburger Ordinariatskanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr, die alle wesentlichen Visitationsakten beglaubigt. Hinzu kommen der Sekretär des Erzbischofs, Martin Seidler, und Pressesprecherin Heidi Zikulnig. Der Abschluss der Visitation ist noch vor Ostern geplant. Erzbischof Lackner hat angekündigt, dem Gurker Domkapitel Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Die Unterlagen ergehen in der Folge an die vatikanische Bischofskongregation. Die Letztentscheidung liegt bei Papst Franziskus, der die Visitation beauftragt hat.

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Foto Erzbischof Lackner (c) Erzdiözese Salzburg/Sulzer

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