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19 Dezember 2018, 08:00
Vatikan veröffentlicht Leitlinien zur Umnutzung von Kirchen

Ehemalige Kirchen sollen nicht zu Nachtclubs oder Restaurants werden - Bei Kongress tauscheten sich Teilnehmer aus 36 Ländern über die Aufgabe von Kirchengebäuden und einen nachhaltigen Umgang mit kirchlichen Kulturgütern aus

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Ehemalige Kirchen sollten nicht zu Nachtclubs oder Restaurants werden - das geht aus diesen Montag veröffentlichten Leitlinien des Päpstlichen Kulturrats hervor. Neben einer angemessenen Weiternutzung wird auch empfohlen, die Umnutzung gemeinsam mit der Kirchengemeinde zu planen. Verkauf sollte nur als letzte Lösung in Betracht gezogen werden, sagte Fabrizio Capanni vom Kulturrat dem vatikanischen Portal "Vatican News". Die Leitlinien sind seiner Aussage nach nicht bindend: "Die letzte Verantwortung über den Verbleib der Kultusgebäude obliegt dem Bischof."

Da die Empfehlungen vom Kulturrat gemeinsam mit Vertretern mehrerer Bischofskonferenzen erarbeitet wurden, werden sie laut Capanni von einer Mehrheit getragen und auch als "in gewisser Weise maßgeblich" angesehen.

Die 14-seitigen Leitlinien zur Umwidmung von Kirchen sind Ergebnis eines internationalen Kongresses in Rom vom November. Bei dem Treffen unter dem Titel "Wohnt Gott hier nicht mehr?" tauschten sich rund 250 Kongressteilnehmer aus 36 Ländern über die Aufgabe von Kirchengebäuden und einen nachhaltigen Umgang mit kirchlichen Kulturgütern aus.

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