19 Dezember 2018, 12:35
Die weihnachtliche Zeitenwende, das wahre Weihnachten
 
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Franziskus: wahres Weihnachten – offen sein für die Überraschungen Gottes. ‚Verweltlichen wir Weihnachten nicht!’. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben“ (Joh 1,9-12).

Generalaudienz in der Woche vor Weihnachten. In seiner Katechese wollte Papst Franziskus auf das Weihnachtsfest vorbereiten.

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Die Straßen „sind schon festlich geschmückt, und die Menschen treffen die letzten Vorbereitungen“, so der Papst: "Ist das das Weihnachten, das Gott will?". Wenn wir aber auf das erste Weihnachten der Geschichte schauten, dann erkenne man, dass es ganz anders gewesen sei. Es sei ein Ereignis voller Überraschungen gewesen, die uns ein wenig die Vorlieben Gottes offenbarten, der unsere Logik und unsere Erwartungen umwerfe.

Weihnachten eröffne eine neue Ära, in der das Leben nicht geplant werde, sondern sich schenke. Wo man nicht mehr für sich selbst lebe, sondern für Gott. Mit Gott, denn von Weihnachte nan ist Gott der Gott-mit-uns.

Da sei die Verkündigung des Engels gewesen, die das Leben Marias völlig verändert habe. Dann der Traum des Josef, der ihn trotz allen Geredes zu Maria und ihrem Kind stehen gelassen habe. Dann sei da der ungünstige Ort der Geburt gewesen, weil in der Herberge kein Platz gewesen sei. Zugleich geschehe etwas Unglaubliches, die große Überraschung in der Nacht von Weihnachten: „Gott wird ein Kind, das noch nicht sprechen kann und das der Liebe bedarf“.

Wenn wir Weihnachten feierten, sollten wir uns ein wenig von diesen Überraschungen Gottes aufrütteln lassen. „Verweltlichen wir Weihnachten nicht!“, so der Aufruf von Franziskus. Es werde nicht Weihnachten, wenn wir nur das Glitzern der Welt, das Wohlsein bei Geschenken und Festmählern suchten, aber den Armen draußen ließen, der ein Abbild Gottes sei, der arm in unsere Welt gekommen sei.

Es werde aber Weihnachten, „wenn wir wie Josef in Stille auf die Stimme Gottes horchen, wenn wir wie Maria das ‚Siehe, hier bin ich!’ sprechen, wenn wir wie Jesus denen nahe kommen, die einsam und verlassen sind“.

„Liebe Brüder und Schwestern“, so der Papst abschließend, „ich wünsche euch ein Frohes Weihnachten, reich an den Überraschungen Jesu! Sie mögen unangenehme Überraschungen zu sein scheinen, aber sie sind Gottes Vorlieben: wenn wir sie annehmen werden, werden wir uns eine wunderbare Überraschung machen“.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Einen herzlichen Gruß richte ich an die Pilger deutscher Sprache, insbesondere an die Gruppe der Tiroler Schützen mit ihrem Bischof Hermann Glettler aus Innsbruck. Der Heilige Geist möge uns helfen, den weihnachtlichen Frieden und die Liebe Christi zu den Männern und Frauen unserer Zeit zu bringen.



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