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13 Oktober 2018, 08:00
Norwegens Oberster Gerichtshof stärkt die Gewissensfreiheit!

Katholische Ärztin war gefeuert worden, weil sie wegen der möglichen frühabtreibenden Wirkung kein Spirale einsetze – Oberster Gerichtshof gibt ihr Recht – Erzbistum Oslo hatte ihren Rechtsstreit moralisch und finanziell unterstützt

Oslo (kath.net/pl) Sie hatte sich geweigert, Spiralen einzusetzen und darauf hingewiesen, dass diese zur Frühabtreibung führen können. Daraufhin war sie gefeuert worden. Nun hat die Ärztin Dr. Katarzyna Jachimowicz vor Norwegens oberstem Gerichtshof Recht bekommen. Nach Entscheidung des Obersten Gerichtshofes darf die Ärztin für ihre Entscheidung Gewissensfreiheit in Anspruch nehmen, Gesundheitseinrichtungen müssen die Gewissensfreiheit respektieren. 2017 war bereits in einer niedrigeren Instanz zu ihren Gunsten entschieden worden, Gesundheitseinrichtungen hatten allerdings Widerspruch eingelegt. Das Urteil könnte europaweite Auswirkungen haben, hoffen Lebensschützer. Darüber berichteten „LifeSiteNews“ und weitere Medien.

Katarzyna Jachimowicz, aus Polen stammende Katholikin, hatte bereits 2011 bei ihrer Anstellung in der Kommune Sauherad gegenüber ihrem Arbeitsgeber klargestellt, dass jegliche Form der Abtreibung gegen ihr Gewissen und gegen die katholische Lehre verstoße. 2015 wurde sie entlassen, nachdem sie sich geweigert hatte, Spiralen einzusetzen. Sie hatte darauf hingewiesen, dass Spiralen in den Frühphasen der Embryonalentwicklung zur Frühabtreibung führen können.

Die Katholikin hatte nicht nur moralische, sondern auch finanzielle Unterstützung von der – keineswegs reichen – katholischen Diaspora-Erzbistum Oslo erhalten, außerdem bat das Erzbistum um Spenden in dieser Sache. Bischof Bernt Eidsvig hatte dazu im Juni 2016 geäußert: „Katarzyna Jachimowicz ist in grundlegenden Fragen des Schutzes menschlichen Lebens vom Moment der Empfängnis an ihrem Gewissen gefolgt. Die Diözese will Dr. Jachimowicz ihre grundsätzliche moralische Unterstützung ausdrücken. Wir ermutigen die Priester, Ordensleute und Laien, für sie zu beten und ihr menschliche und finanzielle Unterstützung zu geben.“