13 September 2018, 10:20
Ansgar Puff: Missbrauchspriester müssen ihre Schuld anerkennen!
 
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Kölner Weihbischof im Kölner „Domradio“ zum kirchlichen Missbrauchs- und Vertuschungsskandal: „Sind wir, ohne dass wir es eigentlich wollten, so eine Art theologisches Weichei geworden?“ - Paulus fordere „klare Kante gegenüber Tätern“ - VIDEO

Köln (kath.net) „Sind wir, ohne dass wir es eigentlich wollten, so eine Art theologisches Weichei geworden?“ Zu Menschen, „die immer nur sagen können: Gott ist barmherzig, er liebt jeden, er vergibt alles, am Kreuz ist er für die Bösen gestorben? Ja – und die Opfer? Die, die unschuldig unsäglich unter den Tätern gelitten haben? Was denken die denn, wenn sie hören: Gott liebt die Bösen. Müssen sie sich nicht bitter fragen: Wie? Kommt der Täter jetzt einfach so ungeschoren davon? Ohne Strafe? Ohne Wiedergutmachung?“ Deutliche Worte findet der Kölner Weihbischof Ansgar Puff angesichts des kirchlichen Missbrauchs- und Vertuschungsskandales in einem Kommentar im Kölner Domradio. Einerseits glaube er fest an die Kraft des Kreuzes Jesu, aber andererseits dürften die Opfer nicht verhöhnt werden, mahnte er und erläuterte weiter: Paulus fordere angesichts der Sexskandalen bei den Korinthern „klare Kante gegenüber den Tätern“.

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Puff zitierte Paulus: „Schafft die Übeltäter weg aus eurer Mitte!“ und fragte, ob dies in Übersetzung auf heute eigentlich heiße: „Schmeißt sie raus aus der Kirche, diese Priester, die Kinder sexuell missbraucht haben?“ Es gehe darum, dass diese Täter ihre Schuld anerkennen und umkehren würden. „Denn ohne Einsicht, ohne Reue, ohne Buße, ohne Wiedergutmachung keine Vergebung“, betonte der Kölner Weihbischof eigens. Er bete um Kraft für die unschuldigen Opfer, aber auch darum, „dass sich die Kirche auf die richtige Seite stellt“.

Domradio - Weihbischof Ansgar Puff/Köln zum Missbrauchs- und Vertuschungsskandal: "Sind wir ein theologisches Weichei geworden?" - HÖRENSWERT!


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