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20 August 2018, 09:00
Schweizer Bischof Morerod: Vertuschen ist „zweiter Missbrauch“

Vorsitzender der Schweizer Bischofkonferenz: Für manche sei es schwierig, einen Geistlichen in Frage zu stellen – Im US-Bericht wird erwähnt, dass sich einige Polizisten geweigert hätten, Priester zu verhaften

Lausanne (kath.net) Mit Bezug auf den Bericht des Staatsanwalts von Pennsylvania sagte der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Charles Morerod, dass Priester sexuelle Übergriffe begangen hätten. Außerdem zeige der Bericht, dass einige Kirchenführer diese Vorfälle vertuscht hätten, die komme „einem zweiten Missbrauch“ gleich. Der SBK-Vorsitzende fordert einen Wandel in der Kirche. Es gehe darum, den Opfern grundsätzlich Priorität einzuräumen. Dies berichtete kath.ch. Morerod weist darauf hin, dass es für manche schwierig sei, einen Geistlichen in Frage zu stellen, doch habe genau dies „ein Gefühl von Straffreiheit und Macht gefördert“. Er erinnerte daran, dass im US-Bericht erwähnt wird, dass sich einige Polizisten geweigert hätten, Priester zu verhaften.

Bischof Morerod hatte sich selbst schon stärkend hinter das Opfer kirchlichen Missbrauchs, Daniel Pittet, gestellt. Dieser hat inzwischen ein Buch über seine Erfahrungen veröffentlicht, das Vorwort dazu hatte Papst Franziskus geschrieben, kath.net hat berichtet-

Archivfoto SBK-Präsident Morerod (c) Bistum Lausanne-Genf-Fribourg