29 Juni 2018, 07:44
EU-Gipfel beschließt Aufnahmelager für Bootsmigranten
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Flüchtlinge'
Freiwillige Aufnahmelager, die Menschen sollen wiederum auf freiwilliger Basis auf EU-Staaten verteilt werden. EU-Außengrenzen sollen stärker geschützt werden. NGOs soll es verboten werden, in Küstenregionen bei Libyen Migranten zu „retten“

Brüssel (kath.net)
Der EU-Gipfel in Brüssel hat in der Nacht auf Freitag Aufnahmelager für Bootsmigranten in Europa beschlossen. Diese sollen allerdings auf freiwilliger Basis möglich sein. Aus diesen Lagern sollen die Menschen wiederum auf freiwilliger Basis auf EU-Staaten verteilt werden. Die EU möchte auch in Nordafrika Sammellager einrichten, die betroffenen Staaten haben dies bislang allerdings abgelehnt. Außerdem möchten die EU-Staaten die Außengrenzen ab sofort verstärkt schützen. Weiterhin sind Richtlinien für NGOs geplant, diesen soll verboten werden, in libyschen Küstenregionen Migranten zu retten. Bei Verstößen soll es Maßnahmen geben.

Werbung
messstipendien


Bei der sogenannten Sekundärmigration hat man sich auf eine stärkere Ordnung und Steuerung geeinigt. Unklar ist allerdings, ob die CSU damit zufrieden ist und das Weiterziehen von registrierten Asylbewerbern aus anderen EU-Ländern nach Deutschland damit gebremst wird. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer hatte vor einigen Tagen angekündigt, Migranten im Alleingang an der deutschen Grenze abzuweisen.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat in der Nacht zum Freitag gegenüber Medien bereits angekündigt, dass Österreich sich nicht an der Verteilung in der EU beteiligen werde. Österreich habe schon überproportional viele Menschen aufgenommen. Es gehe darum, den Zustrom zu reduzieren, sagte er laut einem Bericht der „Krone“, Österreich habe „deutlich mehr aufgenommen als andere Staaten“. Die Visegrad-Staaten Dänemark, Niederlande, Bulgarien und Österreich hätten ein stärkeres Aktivwerden an der Außengrenze gefordert.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Franziskus lädt zum Krisengipfel nach Rom (74)

Satan, der Große Ankläger, gegen das wahre Leben des Christen (67)

„Korruption der Lehre zieht immer die Korruption der Moral nach sich“ (56)

Man kann einen Papst nicht anklagen! (50)

Franziskus-Buch: Kurzbeschreibung kritisiert Papst Benedikt XVI. (45)

Missbrauchsopfer von Grassi: "Ich habe gelitten und leide noch immer!" (37)

Marx: „Wir stehen an der Seite der Betroffenen sexuellen Missbrauchs“ (35)

Die Vollmacht des Hirten (33)

Neue Bombe im Vatikan: Zeitung nennt Namen der 'Homo-Lobby' (33)

Neues Papstdokument schreibt verpflichtende Synodenumfragen vor (32)

Bischof: Nicht Klerikalismus, sondern Unmoral ist Ursache der Skandale (27)

„Frankfurter Allgemeine“: „Warum schont der Papst McCarrick?“ (26)

Kritik am „fröhlichen“ Foto bei Missbrauchskrisensitzung (25)

Cupich zu Missbrauch: Kirche hat ‚größere Agenda’ (23)

Papst: Sexualität ist "der schönste Punkt der Schöpfung" (23)