04 Juni 2018, 07:00
Irische Lebensschützer vor neuen Aufgaben
 
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Möglichst enge Grenzen für legale Abtreibungen, Einsatz gegen den angekündigten Gesetzesvorschlag der Regierung und Hilfe für schwangere Frauen stehen jetzt auf dem Programm.

Dublin (kath.net/LSN/jg)
Die irischen Lebensschutzgruppen wollen sich nach der Niederlage beim Referendum über die Legalisierung der Abtreibung auf neue Weise dem Lebensschutz widmen.

Ein Anliegen der Organisationen nach der Streichung des Lebensrechts der Ungeborenen aus der irischen Verfassung sind möglichst enge Grenzen für legale Abtreibungen.

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„Wir werden den Taoiseach (Premierminister) an sein Versprechen erinnern, dass nach einer Aufhebung (des Lebensschutzes in der Verfassung, Anm.) Abtreibungen nur unter sehr begrenzten Umständen ermöglicht würden“, sagte Dr. Ruth Cullen, eine Sprecherin der Organisation „LoveBoth“. Viele Wähler hätten für eine Aufhebung des 8. Verfassungszusatzes gestimmt, weil sie sich auf dieses Versprechen von Premierminister Leo Varadkar verlassen hätten, betonte sie.

Cora Sherlock von der Organisation Pro-Life Campaign hat ebenfalls angekündigt, die nächsten Schritte genau zu beobachten. Die Regierung habe angekündigt, sie wolle ein Umfeld schaffen, in dem Abtreibungen selten vorkommen, sagte sie. Vor dem Referendum hatte Sherlock vor dem Gesetzesvorschlag gewarnt, den die Regierung für den nun eingetretenen Fall der Streichung des achten Verfassungszusatzes vorgesehen hat.

Dieser sieht Abtreibung ohne Einschränkung in den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft vor. Die einzige Bedingung ist eine dreitägige Wartefrist. Nach der zwölften Schwangerschaftswoche sind Abtreibungen legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für die Mutter besteht oder das Ungeborene tödliche Missbildungen aufweist. Dies muss von zwei Ärzten bestätigt werden. Nach der 24. Schwangerschaftswoche sind Abtreibungen nur mehr bei tödlichen Missbildungen des Fötus zulässig.

Die Organisation „Save the 8th“ hat bereits angekündigt, den Gesetzesvorschlag bekämpfen zu wollen. Sie will auch verhindern, dass Abtreibungszentren eingerichtet werden. Die Regierung habe versprochen, dass der praktische Arzt erste Ansprechstelle bleiben solle, betonte John McGuirk.

Chris Slattery von der Organisation „Expectant Mothers Care“, die in New York beheimatet ist, empfiehlt den irischen Lebensschutzorganisationen, selbst Alternativen zu Abtreibungszentren einzurichten, um Frauen in Schwangerschaftskrisen zu unterstützen.

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