21 Mai 2018, 13:00
Die Kirche ist weiblich – Braut und Mutter
 
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Franziskus in Santa Marta: erste Feier des Festtages ‚Maria, Mutter der Kirche’. Die Weiblichkeit – Identifizierungsmerkmal der Kirche. Eine ‚männliche’ Kirche alter einsamer Männer wäre lieblos und unfruchtbar. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Die Kirche ist weiblich, sie ist Mutter, und wenn dieser sie identifizierende Grundzug fehlen sollte, wird sie zur einem „Wohlfahrtsverein oder zu einer Fußballmannschaft“. Wenn eine Kirche „männlich“ ist, dann wird sie in aller Traurigkeit zu einer Kirche von alten, alleinstehenden Männern, die unfähig sind zur Liebe, die unfähig sind, fruchtbar zu sein. Dies erklärte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe im vatikanischen Gästehaus „Domus Sanctae Marthae“ am Pfingstmontag. Zum ersten Mal wurde der Gedenktag „Maria, Mutter der Kirche“ begangen.

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Der Papst präzisierte, dass Maria in den Evangelien immer „Mutter Jesu“ genannt werde, nicht „die Frau“ oder „die Witwe des Josef“. Ihre Mutterschaft durchdringe die ganze Schrift, von der Verkündigung an bis zum Ende. Es handle sich dabei um eine Besonderheit, die die Kirchenväter sofort verstanden hätten: eine Mitgift, die die Kirche erreiche und umfasse:

„Die Kirche ist weiblich, weil sie ‚Kirche’, ‚Braut’ ist: sie ist weiblich. Und sie ist Mutter, sie gebärt. Braut und Mutter. Und die Kirchenväter gehen noch weiter und sagen: ‚Auch deine Seele ist Braut Christi und Mutter’. Und in dieser Haltung, die von Maria kommt, die Mutter der Kirche ist, in dieser Haltung können wir diese weibliche Dimension der Kirche verstehen. Wenn sie nicht gegeben ist, verliert die Kirche ihre wahre Identität und wird zu einem Wohlfahrtsverein oder zu einer Fußballmannschaft oder zu irgendetwas anderem, aber sie ist nicht die Kirche“.

Nur eine weibliche Kirche werde Haltungen der Fruchtbarkeit haben können, dies nach dem Willen Gottes, der „aus einer Frau geboren werden wollte, um uns diesen Weg der Frau zu lehren“:

„Das Wichtige ist, dass die Kirche Frau ist, dass sie diese Haltung der Braut und Mutter hat. Wenn wir das vergessen, ist sie eine männliche Kirche, ohne diese Dimension, und traurig wird sie zu einer Kirche von alten einsamen Männern, die in dieser Isolierung leben, unfähig zur Liebe, unfähig zur Fruchtbarkeit. Ohne die Frau geht die Kirche nicht voran, denn sie ist Frau, Und diese Haltung der Frau kommt von Maria, da Jesus es so gewollt hat“.

Die Tugend, die die Frau am meisten auszeichne, sei die Zärtlichkeit, wie Maria, die „ihren erstgeborenen Sohn zur Welt brachte, ihn in Windeln wickelte und in eine Krippe legte“. Sich in aller Milde und Demut um das Kind zu kümmern, sei die starke Qualität der Mütter:

„Eine Kirche, die Mutter ist, geht auf dem Weg der Zärtlichkeit. Sie kennt die Sprache der großen Weisheit der Liebkosungen, der Stille, des Blicks, der Mitleid, der Stille zum Ausdruck bringt. Und auch eine Seele, eine Person, die diese Zugehörigkeit zur Kirche in dem Wissen lebt, dass sie auch Mutter ist, muss auf demselben Weg gehen: ein sanfter, zärtlicher, lächelnder Mensch voller Liebe“.

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