zurück - Artikel auf http://www.kath.net/news/63813

16 Mai 2018, 12:00
Wohin man schaut: Skandale

Die vieljährige Abtreibungspraxis löst nun Arbeitskräftemangel aus – Kampf gegen das Kreuz – Hätscheln des Antisemitismus – Verehrung von Karl Marx – Hetze der meisten EU-Politiker gegen Ungarn und Orban. kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun
Salzburg (kath.net) Man hört aus Deutschland in letzter Zeit ständig Klagen von Männern der Wirtschaft, die bekanntlich floriert, dass ihnen die dringend nötigen Arbeitskräfte fehlen. Aber dieselben Männer, die riesige Unternehmen zu steuern und kompetent zu leiten wissen, Männer mit hoher Intelligenz, meine Bewunderung ist wirklich groß, dieselben Männer sind unfähig oder zu feige oder zu dumm, um die primäre Ursache dieser „Not“ zu benennen: Die tiefste und eigentliche Ursache ist die Gottlosigkeit in Europas öffentlicher Meinung. Aber man kann vorher auch noch sagen: Man kann nicht tausende Kinder jedes Jahr töten lassen und sich dann scheinheilig wundern, dass sie nicht „da sind“. Es gibt kaum einen so dummen Menschen, der das nicht begreifen würde! Machen Sie nur so weiter, möchte man schreien, schalten Sie Ihr Hirn ein! Werden Sie eines Tages ein Artenschutz- Gesetz für Europäer machen, um Arbeitskräfte zu bekommen?

Aber derzeit sind bestimmte Leute im Gegensatz dazu bemüht, ein „Menschenrecht auf Abtreibung“ in der EU-Gesetzgebung zu verankern, zur weiteren Reduktion der jetzt schon fehlenden Menschen. Ein „Recht“, das in Wirklichkeit einen Massenmord an Europäern und Nichteuropäern bedeutet. Dagegen könnte man sogar demographisch argumentieren, aber viel klarer ist es zu sagen: Ihr seid wahnsinnig, man kann nicht frontal gegen Gott kämpfen! Alle, die es in der Geschichte versuchten, sind damit in ihr Unglück und das ihrer Anhänger gerannt. Kehrt um, bedenkt das Gebot Gottes, besinnt euch auf einen menschengerechten Umgang mit den Menschen, wie ihn Papst Benedikt XVI. in Berlin so eindrucksvoll erklärt hat, auch wenn dabei bestimmte Leute den Saal verlassen haben, um nur ja nicht zu hören oder vielleicht sogar zu verstehen!

Angefangen damit hat man in der Sowjetunion unseligen Angedenkens, zumal die Partei ohnehin zur höchsten moralischen Instanz ernannt worden war und die Familie zerstört werden sollte! Mit dem genannten Menschenunrecht auf Abtreibung ist die EU im Schlepptau des Marxismus, den sie meint besiegt zu haben. Aber damit übernimmt sie den Geist der beiden Diktaturen, die unsere Eltern und Großeltern so schmerzhaft erlebt, oft nicht überlebt haben.

Eng vernetzt ist mit all dem Gesagten der nächste Skandal: Der Kampf gegen das Kreuz und den christlichen Glauben überhaupt. Bei jeder Gelegenheit ertönt der Ruf nach Toleranz für alles und jedes und für alle Weltanschauungen. Aber gleichzeitig nimmt die Christenverfolgung klammheimlich immer mehr zu und man tut so, als ob jedes christliche Zeichen für Muslime unzumutbar wäre. Ja getaufte Christen schützen die Muslime sogar dort, wo diese selbst es gar nicht wollen, sondern ohnehin „normal tolerant“ wären.

Gleichzeitig macht es sprachlos, wie sogar in Deutschland der Antisemitismus gehätschelt wird. Wie? Dadurch, dass man den antisemitischen Islam samt seinem Kampfbuch Koran duldet und Koranunterricht im staatlichen Schulunterricht einbauen lässt. „Nie mehr wieder“ aber jetzt doch schon wieder, angeblich in überschaubarer und beherrschbarer Form? Zumal als Alibi der „Kampf gegen rechts“ gelten darf? Und als Rechts bezeichnet man alles, was nicht links ist. Darum redet man auch nie vom Gulag, sondern nur vom Holocaust, als ob das Erfrieren in der kasachischen Steppe und das gezielte Verhungern in der Ukraine, in beiden Ländern von Millionen, doch „nicht so schlimm“ gewesen wäre. Schon vor Jahren sagten viele jüdische und christliche Theologen voraus: Die nächste Verfolgung wird Juden und Christen gemeinsam treffen, was aus der Perspektive des Teufels sinnvoll ist und seine theologische Scharfsicht beweist. Wie Papst Benedikt VI. in Auschwitz sagte: Sie wollen den Gott Israels ausrotten, den Gott des Alten- und des Neuen Testamentes, der bekanntlich derselbe ist, im Unterschied zu Allah und vielen anderen Göttern, die sich in manchen Religionen noch halten können.

Dazu gehört auch die Verehrung, die Karl Marx zu seinem 200. Geburtstag dargebracht wird. In einem seiner Gedichte analysiert sich Marx selbst: „Meine Seele, die einst Gott gehörte, ist nun für die Hölle bestimmt.“ In einer ganzen Reihe seiner Texte kann man die Wandlung, die er durchgemacht hat, es nachlesen, ohne dass man genau wüsste, wie es dazu kam. Woher sein Hass gegen Gott, seine Verachtung der Schöpfung, der Menschen und der Natur? Auch wenn jemand diese mehr als dunklen Flecken des Gotteshasses in dem Leben dieses Mannes nicht kennt, was verständlich ist, man kann doch wenigstens ungefähr wissen, wieviel Unglück Marx mit seiner Lehre in die Welt gebracht hat, Terror und Gewalt und Gotteshass ohne Ende. Und das alles scheint für viele Menschen ohne Bedeutung zu sein für unser Europa, das durch die Menschwerdung Gottes groß geworden ist, es feiert ohne zu erröten einen der wohl schlimmsten Gotteshasser, den es je gab, als große, bedeutende Persönlichkeit unserer Geschichte? Statt ihn einzureihen unter die Bürger unserer Welt, die wir gerne nicht unter uns gehabt hätten. Wie tragisch, dass die Chinesen, die ihn noch immer kritiklos verehren, der unglücklichen Geburtsstadt-Stadt von Marx, Trier, jetzt eine Statue geschenkt haben, obwohl sie doch selbst unter dem Einfluss des Marxismus die grauenhafte Kulturrevolution unter Mao Zedong am eigenen Leib ihrer Vorfahren erlebt haben. In Google steht. Durch ihn war China gezeichnet von Gewalt, Terror, Rechtlosigkeit mit rund 45 Millionen Toten und geriet an den „Rand des Abgrunds“.

Und noch ein Skandal schließt sich an: Die Hetze der meisten EU-Politiker gegen den ungarischen Präsidenten Orban, den man so gerne an die Brüsseler Leine nehmen möchte, gängeln nach Maßgabe der Herrschsucht der EU-Funktionären mit ihren „europäischen Werten“, die sie selbst festlegen und ihrer persönlichen Unmoral entlehnen, zu denen sie ohne Zweifel sowohl die Abtreibung als auch Homoehe und viel Technik und ihr Recht zur Gender-Gehirnwäsche am Menschen rechnen, und aus der sie das Recht ableiten, alle Politiker und Parteien die nicht radikal links sind, zu verteufeln, von Präsident Trump an über den polnischen Präsidenten Andrzej Duda und eben vor allem bis zu Orban in Ungarn. Man will den Ungarn das Stimmrecht entziehen und natürlich Gelder streichen, auf die sie ein Anrecht haben. Wenn die Ungarn dem linken EU-Messianismus nicht bedingungslos folgen, dann müssen sie, so meinen die selbsternannten Richter, von Brüssel bestraft werden. Und „Wir“ bestimmen, was Recht ist! Als ob wir dieses Dogma von einer Moral, die der Diktator bestimmt, nicht schon durchgelitten hätten! Natürlich sind auch die zuvor genannten Politiker nicht nur Heilige und machen sicher auch Fehler, so wie die anderen nicht nur Teufel sind, auch wenn sie teilweise unter dessen Einfluss stehen.

Aber demokratische Fairness schaut anders aus, als das, was, derzeit in Europa gespielt wird. Als wir für Europa gestimmt haben, wollten wir weder einen neu geschaffenen NS-Staat gemäß der Wünsche einiger Ewiggestrigen noch einen neuen Stalinismus, und auch kein blutrotes Europa, sondern ein freies Europa, im Sinne der Humanökologie, die Papst Benedikt XVI. als „Grundlage des freiheitlichen Rechtsstaates“, so eindrucksvoll skizziert hat. Und wenn jemand den Begriff nicht versteht, möge er an das Ideal einer artgerechten Kuhhaltung (mit Freilaufstall und Ausgang ins Freie) denken und die darin enthaltene Einsicht auf sich selbst anwenden, dann weiß er, dass er nicht einmal Christ werden muss, um einverstanden zu sein mit einem solchen humanökologischen Europa, so gut das Christwerden für ihn wäre und für ganz Europa. Ohne Gott geht nichts wirklich gut, mit Gott wird alles besser, wenn man ihn nur so nimmt, wie Er sich selbst geoffenbart hat.

Archivfoto Weihbischof Laun