02 Mai 2018, 11:00
Fall Alfie Evans: ‚Jämmerliches Versagen’ der katholischen Bischöfe
 
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Anstelle den ihnen anvertrauten Menschen zu dienen hätten sie sich dem Gesundheitssystem National Health System angebiedert und völlig versagt, die katholische Lehre über Leben, Familie und Elternrechte einzufordern, schreibt Jean Pierre Casey.

London (kath.net/LSN/jg)
Jean Pierre Casey, ein in London lebender Großneffe des katholischen Philosophen Dietrich von Hildebrand (1889-1977), hat in einem offenen Brief das Verhalten der Bischöfe von England und Wales im Fall Alfie Evans als „jämmerliches Versagen“ bezeichnet.

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Sie hätten die „Rechtschaffenheit“ des Alder Hey Kinderkrankenhauses gelobt, aber völlig versagt, die katholische Lehre über das Leben, die Familie und die gottgegebenen Elternrechte einzufordern, kritisierte Casey in dem auf 27. März 2018 datierten Brief.

Anstelle den ihnen anvertrauten Menschen zu dienen, hätten sich die Bischöfe dem National Health Service (NHS) angebiedert. Angesichts der Tausenden von Abtreibungen jedes Jahr würden die Krankenhäuser des NHS Schritt für Schritt zu „Mühlen des Todes“ für Ungeborene und Geborenen werden. Es sei unbegreiflich, dass sich die Bischöfe in dieser Lage auf die Seite des NHS stellen würden, schrieb er.

Am 25. März hatten die Bischöfe von England und Wales in einer offiziellen Stellungnahme die britischen Richter und das Krankenhaus dafür gelobt, dass sie sich „für Alfies Wohl, wie sie es sehen“, einsetzen würden.

In einem internen Memo hatten sie behauptet, Alfie Evans’ Familie sei nicht katholisch. Das stellte sich bald als Irrtum heraus. Alfies Vater ist katholisch getauft, ebenso Alfie selbst. Seine Mutter Kate James ist Anglikanerin.

Malcom McMahon, der Erzbischof von Liverpool, und Kardinal Vincent Nichols, der Erzbischof von Westminster, haben den italienischen Priester Gabriele Brusco, der die Familie seelsorgerisch betreut hat, nach London zurückbeordert. kath.net hat hier berichtet: Erzbistum Liverpool lässt Alfie's Kaplan entfernen

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