27 April 2018, 11:30
10.000 britische Katholiken beim ‚Rosenkranz an der Küste’ erwartet
 
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Die Initiative für das große Rosenkranzgebet an den britischen Küsten geht von katholischen Laien aus. Papst Franziskus hat seinen Segen dazu gegeben, neun Bischöfe werden persönlich teilnehmen.

London (kath.net/jg)
Mehr als 10.000 Teilnehmer werden bei dem großen Rosenkranzgebet an den Küsten Großbritanniens am kommenden Sonntag erwartet. Der „Rosenkranz an der Küste“ wird am 29. April um 14:30 an bis zu 300 verschiedenen Orten an den Küsten von England, Schottland und Wales stattfinden, berichtet der Catholic Herald.

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Die Initiative für den „Rosenkranz an der Küste“ ging von katholischen Laien aus. Papst Franziskus hat der Gebetsinitiative bereits seinen Segen erteilt. Mindestens neun katholische Bischöfe werden selbst teilnehmen.

John Mallon, einer der Organisatoren des „Rosenkranz an der Küste“, sieht mehrere Gründe für den Erfolg der Initiative. Zum einen erleichtere der Einsatz sozialer Medien die Mobilisierung interessierter Personen erheblich.

Einen weiteren Grund sieht er in der politischen und gesellschaftlichen Situation der Gegenwart. Wirtschaftliche Probleme, Skandale in beinahe allen öffentlichen Einrichtungen, die Angst vor einem möglichen Krieg lasse die Katholiken Trost und Hoffnung im Glauben und im Gebet finden, sagte Mallon.

Für die katholische Kirche in Großbritannien sei dies eine beachtliche Kehrtwende, schreibt der Catholic Herald weiter. Der Rückgang der Marienfrömmigkeit im Allgemeinen und des Rosenkranzgebetes im Besonderen in den letzten Jahrzehnten sei „bemerkenswert“ gewesen, sagte Professor Stephen Bullivant von der St. Mary’s University.

Noch 1952 hätten 83.000 Katholiken das Londoner Wembley-Stadion gefüllt, um den Rosenkranz zu beten. Dies sei nur ein kleiner Teil des „Rosenkranz-Kreuzzuges“ gewesen, an dem insgesamt eine Million britische Katholiken in Parks und Fußballstadien im ganzen Land teilgenommen hätten. Zwanzig Jahre später wäre dies undenkbar gewesen, sagte Bullivant.

Doch seither sei die Marienverehrung wieder gewachsen. 2017 sei die Westminster-Kathedrale voll gewesen, als England und Wales dem Unbefleckten Herzen geweiht worden seien. Das Heiligtum in Walsingham verzeichne jedes Jahr Zehntausende Besucher, berichtet die Zeitung.

Der Rosenkranz sei in den letzten Jahren von vielen, besonders von den jungen Katholiken neu entdeckt worden, sagt Bullivant, der darin ebenso ein ermutigendes Zeichen für den katholischen Glauben in Großbritannien sieht wie in der Unterstützung der Bewegung durch die Bischöfe.

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