22 April 2018, 12:12
Jesus, den guten Hirten und einzigen Retter, kennen
 
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Franziskus: Christus - der einzige Heiland - kennt einen jeden von uns. Die heilende Kraft des Evangeliums. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) Regina Caeli am vierten Sonntag der Osterzeit, Sonntag des Guten Hirten, Weltgebetstag um geistliche Berufungen. In seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet kommentierte Papst Franziskus die Lesungen vom Tag und ging von der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte aus (Apg 4,8-12).

Petrus erkläre offen: „Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch“. In keinem anderem sei das Heil zu finden.

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In diesem geheilten Menschen sei jeder von uns da, da seien unsere Gemeinschaften: jeder könne sich von den vielen Formen der geistigen Gebrechlichkeit – Ehrgeiz, Faulheit, Stolz – erholen, wenn er bereit sei, seine Existenz vertrauensvoll in die Hände des auferstandenen Herrn zu legen. Aber „wer ist der heilende Christus? Worin besteht es, von ihm geheilt zu werden? Von was werden wir geheilt? Und durch welche Einstellungen?“, fragte sich der Papst.

Wir fänden die Antwort auf all diese Fragen im heutigen Evangelium, wo Jesus sage: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe“ (Joh 10,11). Diese Vorstellung Jesu lasse sich nicht auf eine emotionale Suggestion ohne konkrete Wirkung reduzieren. Jesus heile durch sein Sein als Hirte, das Leben schenke. Jesus gebe sein Leben für uns hin und sage zu jedem: „Dein Leben ist so wertvoll für mich, dass ich mich ganz hingebe, um es zu retten“. Gerade dieses Opfer seines Lebens mache ihn zu einem guten Hirten schlechthin, zu demjenigen, der heilt, der es uns ermögliche, ein schönes und fruchtbares Leben zu leben.

Der zweite Teil dieses Abschnitts aus dem Evangelium sage uns, unter welchen Bedingungen Jesus uns heilen und unser Leben freudig und fruchtbar machen könne: „Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe“ (V. 14-15).

Jesus spreche nicht von einem intellektuellen Wissen, sondern von einer persönlichen Beziehung, von Liebe, von gegenseitiger Zärtlichkeit, ein Abglanz derselben innigen Liebesbeziehung zwischen ihm und dem Vater. Das sei dies die Einstellung, durch die eine lebendige und persönliche Beziehung mit Jesus verwirklicht werde: sich von ihm erkennen zu lassen. Er sei aufmerksam auf jeden von uns, er kenne unser Herz in der Tiefe. Er wisse um unsere Stärken und unsere Fehler, um die Pläne, die wir verwirklicht hätten, und die Hoffnungen, die enttäuscht worden seien. Doch er akzeptiere uns so, wie wir seien, auch mit unseren Sünden, um un Seilen zu können, er führe uns mit Liebe, damit wir selbst undurchdringliche Wege beschreiten könnten, ohne den Weg zu verlieren.

Im Gegenzug seien wir gerufen, Jesus zu kennen, was eine Begegnung mit ihm bedeute, die den Wunsch erwecken solle, ihm zu folgen, indem wir selbstbezügliche Einstellungen aufgäben, um neue Wege zu bescheiten, die von Christus selbst gewiesen und auf weite Horizonte hin eröffnet würden. Wenn der Wunsch, die Beziehung zu Jesus zu leben, auf seine Stimme zu hören und ihm treu zu folgen, in unseren Gemeinschaften erkalte, sei es unvermeidlich, dass andere Denk- und Lebensweisen vorherrschten, die nicht mit dem Evangelium übereinstimmten.

Nach dem Mittagsgebet erinnerte der Papst auch daran, dass er am heutigen Vormittag in der Petersbasilika sechzehn Diakone zu Priestern geweiht hatte, und bat darum, dass der Herr viele gute Arbeiter für seinen Acker schicke. Gott möge auch die Berufungen zum geweihten Leben und zur christlichen Ehe mehren.

Franziskus brachte seine Sorge um die Lage in Nicaragua aus, wo es in den letzten Tagen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen ist.

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