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09 April 2018, 11:30
Erzbischof Fisichella: „Leider existiert die Hölle“

Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung: „Ich gehöre der Schule an, die glaubt, dass die Hölle existiert, aber ich hoffe – hoffe – dass sie leer ist“

Rom (kath.net)
„Leider existiert die Hölle – und ich unterstreiche ‚leider‘. Aber nicht, weil Gott in seiner Barmherzigkeit die Hölle will, sondern vielmehr wegen der Dickköpfigkeit des Menschen. Der Mensch ist es, der sich einbildet, er könne seine Freiheit bis ins Letzte ausreizen - und dadurch erniedrigt er sich schliesslich.“ An diese kirchliche Grundwahrheit erinnerte am Freitag der Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, im Gespräch mit „Vaticannews“. Zuletzt gab es eine Diskussion nach einem vermeintlichen Papst-Interview des italienischen Journalisten Eugenio Scalfari. Fisichella erinnerte aber daran, dass die Kirche niemals sagen könne, dass eine Person in der Hölle sei. „Ich gehöre der Schule an, die glaubt, dass die Hölle existiert, aber ich hoffe – hoffe – dass sie leer ist. Ich will hinzufügen, dass die Kirche mit Sicherheit sagen kann, dass eine Person heilig, also in der Anschauung Gottes ist, aber die Kirche wird niemals sagen können, dass eine Person in der Hölle ist. Das steht der Kirche nicht zu, denn es ist das letzte Gericht für einen Menschen, der vor Gott steht. Deshalb ist dies der unverletzliche und unantastbare Bereich, über den niemand richten kann.“