19 März 2018, 12:00
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"Man halte Gendermainstreaming und den Kampf gegen diese verheerende Ideologie nicht für ein Randthema! Es betrifft den Kern der menschlichen Existenz." - Der Montagskick von Peter Winnemöller

Linz (kath.net/pw)
Immer wieder in der Vergangenheit hatte sich Papst Franziskus zu Gendermainstreaming geäußert. Meist war es in Predigten. In der Regel handelte es sich um Randbemerkungen. An Klarheit mangelte es da nie. Eine dämonische Ideologie nannte es der Papst schon einmal. Erstmals hatte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsansprache an die Kurie zu Gendermainstreaming geäußert.

Seitdem ist die Haltung der Kirche zu Gender recht klar erkennbar. Es besteht seitdem allerdings auch der Wunsch einer etwas offizielleren lehrmäßigen Äußerung aus Rom. Es braucht hier etwas mehr Verbindlichkeit als ein Nebensatz in einer Rede oder eine Randnote in einer Predigt. Viele, insbesondere jüngere Katholiken mit Kindern, sind von den praktischen Auswirkungen der Genderideologie betroffen.

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Gender stiftet Unheil und Verwirrung. Gender schadet zudem der Volkswirtschaft in erheblichem Maße. Dieser Schaden entsteht nicht zuletzt durch über 200 Genderlehrstühle und deren Projekte mit zweifelhafter wissenschaftlicher Relevanz.

Gendermainstreaming breitet sich in der Gesellschaft aus und beeinflusst Rechtsnormen zu Ungunsten der Menschen. Darüber hinaus macht sich die Genderideologie in Gestalt einer verwirrten und verwirrenden Sexualpädagogik bemerkbar. Oft machen Menschen hier ihre ersten praktischen Erfahrungen damit und sind schockiert, was ihren Kindern in Schule und Kindergarten zugemutet wird. Es ist nicht auszuschließen, dass Kinder Schaden durch derartige Sexualaufklärungspraktiken erleiden.

Es gilt also nicht nur, einer böswilligen Ideologie das Handwerk zu legen, es gilt die Schwächsten in der Gesellschaft, die Kinder, zu schützen. Eltern stehen oft genug völlig hilflos davor. Erzieherinnen sind nicht selten völlig arglos und überfordert. Es braucht nicht zuletzt deshalb ein klares Wort dazu. Es braucht dies klare Wort mit deutlicher Verbindlichkeit, damit Katholiken Klarheit gewinnen können.

Dabei geht es nicht zuletzt darum, sich gegen die Genderlobby in Bildung und Erziehung wehren zu können. Ein päpstliches Schreiben zu Gendermainstreaming wäre folglich hoch willkommen. Die hinterlistigen Strategien der Genderprotagonistinnen versuchen gerne mal den Eindruck äußerster Harmlosigkeit zu erwecken. Man tut so, als ginge es nur um Gleichstellung von Mann und Frau. Das allerdings dürfte längst kein Thema mehr sein.

Ein Kampfbegriff der Gender-Szene ist erhellend. Da spricht man geradezu vernichtend von der „bipolaren Heteronormativität“. Tatsächlich ist der Mensch von Gott bipolar erschaffen. „Als Mann und Frau erschuf er sie.“(Gen 1,27) Und die Menschen sind aufeinander hin geschaffen. „Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.“ (Gen 2,24) Schöpfungstheologisch gälte es, diesen Kampfbegriff zunächst einmal zurück zu erobern und positiv zu erklären, dass die Welt der Menschen genauso von Gott geschaffen und gewollt ist: geschlechtlich bipolar und heteronormativ auf einander zu geordnet. Der Papst wird sicher die richtigen Worte dafür finden.

Dann gilt es, die Schöpfungstheologie für Katechese, Unterricht und nicht zuletzt politische Praxis wieder neu zu erschließen. Man halte Gendermainstreaming und den Kampf gegen diese verheerende Ideologie nicht für ein Randthema! Es betrifft den Kern der menschlichen Existenz.

Archivfoto Peter Winnemöller




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