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09 Januar 2018, 10:33
Österreich: Katholikenzahl sinkt, das Geld wird nicht weniger

In Österreich "traten" auch 2017 wieder mehr als 50.000 Katholiken aus der Kirche aus. Die meisten "Austritte" wieder in der Erzdiözese Wien. Die Zahl der Messbesucher geht weiter deutlich zurück. Nur eines wird nicht weniger: Das Geld
Wien (kath.net)
In Österreich sind 2017 wiederum mehr als 53510 Menschen aus der Kirche "ausgetreten", Jahr zuvor waren es 54.969. Das zeigt die Kirchenstatistik der Bischofskonferenz, die heute veröffentlicht wurde. Die Katholikenzahl ist damit um knapp 1 Prozent von 5,16 auf 5,11 Millionen gesunken. Die KAP spricht in dem Zusammenhang davon, dass die Katholikenanzahl "weitgehend stabil" sei. 2017 sind 5.364 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen, im Jahr zuvor waren es 5.269. Die meisten Austritte gab es wiederum in der Erzdiözese Wien. Dort traten 15.219 Personen traten aus der Kirche aus, sogar mehr im Jahr davor. (2016: 15.149).

Aus der Statistik geht auch hervor, dass die Zahl der sonntäglichen Messbesucher zurückgeht. Wurden an den sogenannten "Zählsonntagen" 2016 zwischen 545.000 und 595.000 Messbesucher gezählt, so waren es 2015 noch zwischen 568.000 und 606.000 und 2014 zwischen 577.000 und 623.000. Auch die Zahl der Erstkommunionen und die Zahl der kirchlichen Trauungen weiter zurückgehen. Leicht angestiegen ist die Zahl der Taufen. Auch die Zahl der Priester und Ordensmänner und Ordensfrauen geht in Österreich immer mehr zurück. Das Geld wird hingegen auch in Österreich nicht weniger. Trotz immer weniger Katholiken sind die Kirchensteuerseinnahmen auf 451 Millionen Euro gestiegen

Mit Material der KATHPRESS, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten