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05 Januar 2018, 11:00
Gegen eine „linke Meinungsvorherrschaft“ in Deutschland

CSU-Politiker Dobrindt: Viele Bürger hätten Gefühl, „dass sie in den Debatten mit ihren Positionen, Meinungen und Alltag nicht mehr stattfinden. Dass diejenigen, die viel über Vielfalt reden, in Wahrheit nur eine Meinung akzeptieren – ihre eigene.“
München (kath.net)
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat diese Woche einen konservativen Aufbruch und sich gegen eine „linke Meinungsvorherrschaft“ in Deutschland ausgesprochen. „Wir brauchen den Aufbruch in eine neue, konservative Bürgerlichkeit, die unser Land zusammenführt, unsere Wertegemeinschaft stärkt und unsere Freiheit verteidigt“, schreibt Dobrindt in der „Welt“. Viele Bürger hätten das Gefühl, „dass sie in den Debatten mit ihren Positionen, ihren Meinungen und ihrem Alltag nicht mehr stattfinden. Dass der politische Kampf um Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Toleranz allen gilt, nur nicht ihnen. Dass diejenigen, die viel über Vielfalt reden, in Wahrheit nur eine Meinung akzeptieren – ihre eigene“, betont der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Der Politiker erinnert dann, dass die Mehrheit der Menschen im Land bürgerlich denke und es keine linke Mehrheit in Deutschland gäbe. „Linke Ideologien, sozialdemokratischer Etatismus und grüner Verbotismus hatten ihre Zeit. Der neue Islamismus attackiert Europas Freiheitsidee und Selbstverständnis und darf seine Zeit gar nicht erst bekommen. Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution der Bürger.“

Für Dobrindt sei die christliche-abendländische Leitkultur der Grundkonsens des Zusammenlebens. Daher müsse Zuwanderung auf ein Maß begrenzt werden, „das unsere Integrationsfähigkeit nicht überfordert. Nur so bleibt Europa auch in Zukunft die Wiege der westlichen Wertegemeinschaft.“ Beim Thema „Integration von Muslimen“ schreibt Dobrindt: „Wer integrieren will, muss auch wissen, wohin – in welche Gesellschaft und welches Wertesystem. In unseren Klassenzimmern hängen Kreuze, bei uns geben sich Mann und Frau die Hand, bei uns nehmen Mädchen am Sportunterricht teil, wir zeigen in der Öffentlichkeit unser Gesicht. Das muss jeder akzeptieren, der in Deutschland wohnt. Scharia und Burka, Kinderehen und Zwangsverheiratungen, islamistische Hasspredigten und religiöse Hetze haben in unserem Land keinen Platz.“

Foto Alexander Dobrindt




Pressefoto Alexander Dobrindt (c) Alexander Dobrindt