05 Januar 2018, 12:00
Gott ist ein Gott des Neuanfangs
 
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Kein Mensch ist glücklicher als der, der seinen Schatz bei Jesus findet - BeneDicta am Freitag von Inka Hammond

Augsburg (kath.net)
Jaxon Taylor ist ein zweijähriger Junge aus den Vereinigten Staaten. Jaxon wurde zwei Tage vor Weihnachten wegen akuter Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand verschlechterte sich ständig und über die sozialen Medien wurde zum Gebet aufgerufen. Ich habe diese Gebetsaufrufe im Internet verfolgt und war erstaunt, welch große Reichweite diese Posts bekamen. Irgendwann riefen Menschen zum Gebet auf, die die Familie gar nicht persönlich kennen.

Hunderttausende Christen vereinten sich im Gebet, stürmten den Himmel für Jaxon. Erst sah es so aus, als würde es ihm wieder besser gehen. Er konnte wieder Nahrung zu sich nehmen und reagierte auf seine Eltern. Doch dann ging es rapide bergab. Es reihten sich mehr und mehr Menschen in den Strom der Fürbitte ein und es geschah ein Wunder. Heute morgen sah ich ein kurzes Video auf Facebook, das Jaxon zeigt – lächelnd und nicht an Maschinen angeschlossen. Er hat noch einen Weg vor sich, aber das Blatt hat sich gewendet. Ich glaube, es ist in diesen Tagen etwas neues, etwas einzigartiges passiert: der Leib Christi versammelte sich im Geist wie kaum je zuvor. Katholiken, Protestanten, Freikirchler kamen zusammen vor dem Thron Gottes und sprachen Leben aus über Jaxon. Es ist ein Wunder passiert und ich bin davon überzeugt: würden wir mehr so beten, würden wir mehr Wunder sehen. Es ist der Herzschlag von Jesus, dass wir als Christen in Einheit beten und anbeten. Ich habe in den vergangenen Tagen die unglaubliche Durchschlagskraft erahnen können, die im einheitlichen, fokussierten Gebet liegt. Möge 2018 ein Jahr werden, wo wir das, was uns trennt, beiseite legen und das was uns eint, betonen und gemeinsam beten!

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Ich mag Jahresanfänge. Das Gefühl von Neuem, löst in mir eine Vorfreude aus, ein Hoffen auf Gutes. Gott ist ein Gott der Neuanfänge. Seine Gnade ist jeden morgen neu. Ich sehe vor mir den kleinen Jaxon, wie er schüchtern lächelt, wie ihm das Leben neu geschenkt wurde. Was für ein schönes, passendes Bild am Anfang von 2018. Gott spricht zu meinem Herzen, er will Großes tun in diesem Jahr. Jaxon ist wie ein prophetisches Bild. Der Herr errettet uns aus dem Tal des Todesschattens, er führt uns durch Zerbruch und Angst, er stellt unsere Füße aus festen Grund. Ich glaube, dass 2018 ein Jahr sein wird, in dem wir das, was wir in den tiefen Tälern erfahren und gelernt haben, umsetzen können und die Frucht unserer Treue ernten dürfen. Ich glaube, dass über 2018 ein Banner des Neuanfangs, des frischen Wachstums weht. Ich glaube, dass Gott uns freisetzen will aus kaputten, falschen Bindungen, dass er uns ausstatten will seinen Willen umzusetzen. Wir dürfen loslassen, dürfen uns einlassen auf das, was Gott in und durch uns tun will. Alle Passivität der Vergangenheit soll weichen.

In diesem Jahr dürfen wir uns wie Abraham aufmachen in das verheißene Land. ‚Der Herr sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.‘ (Genesis 12,1) Das Weggehen, der Übergang von altem in Neues ist oft schmerzhaft. Oft fühlt es sich so an, als würde uns der Boden unter den Füßen weggezogen werden.

Aber im Gehorsam, im Gehen liegt Segen. Gott wacht über den Schritten derer, die seine Gegenwart allem anderen vorziehen. Die bereit sind, Sicherheiten und Komfort aufzugeben, um dort anzukommen, wohin seine Stimme ruft. Auf deinem Leben liegt eine Berufung! 2018 birgt eine neue Chance für dich, in deiner Bestimmung anzukommen. Mach dich auf!

Was ich nicht mag an Jahresanfängen, sind all die guten Vorsätze. Ich habe schon unzählige selbst gemacht und sie alle trotzten nicht dem alltäglichen Einerlei. Wie Sandburgen fielen sie in sich zusammen und ich endete wieder dort, wo ich im alten Jahr aufgehört habe. Ich lerne mehr und mehr: wenn ich eine bessere Version meiner selbst haben möchte, muss ich mich ganz Jesus zuwenden. Das gilt für jeden Bereich meines Lebens. Ob ich weniger essen möchte, mehr Sport machen möchte, ob ich aufmerksamer sein möchte – all diese guten, gesunden Eigenschaften wurzeln in der Gemeinschaft mit Jesus. Wenn ich erkenne, dass mein Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, gehe ich fast automatisch bewusster mit mir um. Ich achte mehr darauf, was und wieviel ich esse, ob ich genügend Bewegung bekomme, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe.

Je mehr ich meinen Blick auf Jesus richte und mich in seiner Gegenwart verliere, desto mehr finde ich Halt und Bestimmung in meinem Alltag. Es liegt soviel Weisheit in diesen Worten: ‚Er muss wachsen, ich aber geringer werden.‘ Johannes 3,30. Mehr von Jesus, bedeutet mehr von seinem Reich in mir. Mehr Frieden, mehr Freude, mehr Ausgeglichenheit. Mehr Liebe für das Gegenüber, mehr Einsicht in aktuelle Geschehen, mehr Weisheit.

Mehr Selbstdisziplin, mehr seelische Gesundheit, mehr Hoffnung. Nein, ich werde nicht ‚weniger‘ in dem Sinne von verschwinden, von klein und unwichtig werden. Ich werde präsenter, aufmerksamer, zielgerichteter. Weil mein selbstsüchtiges Ego der liebevollen Gegenwart Jesu weicht. Weil ich mein Leben ihm ganz hingebe. Kein Mensch ist glücklicher, als der, der seinen Schatz bei Jesus findet. Er ist die Quelle aller Freude. Er ist der Geber aller guten Gaben. Und so schließe ich keinen guten Vorsatz mehr, außer diesem einen: dass ich Jesus mehr liebe, als vergangenes Jahr. Der Rest folgt wie von selbst.

Wir stehen nun an der Schwelle von 2018. Wir verstehen die Ängste, die die Eltern von Jaxon ausgestanden haben müssen. Wir kennen Verlust, Tod, Krankheit. Wir sind gezeichnet von vergangenen Jahren. Aber Jaxon lächelt wieder. Und das ist eine Hoffnungsbotschaft für uns alle: wir dürfen wieder lächeln und lachen nach Trauer und Enttäuschung. Gott ist ein Gott des Neuanfangs, er bleibt nicht dort stehen, wo es dunkel und kalt ist. Mit ihm können wir voller Hoffnung in das neue Jahr gehen und Gutes erwarten. Das neue Jahr soll ein Jahr des Wachstums sein, des Reifens in der Gegenwart Jesu. Er will uns ausstatten mit allem, was wir brauchen, um ihm kompromisslos nachzufolgen. Es liegt an uns in diesem Jahr: lassen wir uns rufen? Brechen wir auf aus unserer Komfortzone? Und stellen wir uns in das Werk, das der Herr in unserer Zeit tut? Sagen wir ja zu Einheit mit unseren Brüdern und Schwestern im Glauben?

Mit der Jahreslosung für 2018 möchte ich diesen Artikel beenden. Welch wunderbares Fundament für jeden einzelnen Tag, für unser ganzes Leben: ‚Wer durstig ist, den werde ich unentgeltlich aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt.‘ (Offenbarung 21,6)



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