31 Dezember 2017, 12:10
Die Sendung der Familie
 
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Franziskus: jede Familie ist dazu aufgerufen, den Primat Gottes anzuerkennen und die Kinder dazu zu erziehen, dass sie sich Gott als der Quelle des Lebens öffnen. Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as) ) 31. Dezember, 1. Sonntag nach Weihnachten, Fest der Heiligen Familie, , 7. Tag der Weihnachtsoktav, Festtag des heiligen Silvester I.

Papst Franziskus ging in seiner Ansprache vor dem Mittagsgebet des Angelus auf das Tagesevangelium ein (Lk 2,22-40), das uns über die Erfahrung der heiligen Familie nachdenken lasse, die in der gegenseitigen Liebe und im Vertrauen auf Gott wachse. Dieses Gottesvertrauen komme darin zum Ausdruck, dass Josef und Maria Jesus zum Tempel brächten, um ihn dem Herrn zu weihen, wie es vom Gesetz des Mose vorgeschrieben sei. Die Eltern gingen zum Tempel, um zu bezeugen, das sie Hüter des Kindes und nicht seine Besitzer seien. Alle Eltern seien Hüter der Kinder.

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Diese Geste unterstreiche, dass allein Gott der Herr der individuellen und familiären Geschichte sei: alles komme von ihm. Jede Familie sei dazu aufgerufen, diesen Primat anzuerkennen und die Kinder dazu zu erziehen, dass sie sich Gott als der Quelle des Lebens öffneten. Darin bestehe das Geheimnis der inneren Jugend, das paradoxerweise von Simeon und Anna bezeugt werde: „Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selber aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (V. 34-35).

Diese prophetischen Worte offenbarten, dass Jesus gekommen sei, um die falschen Bilder zu Fall zu bringen, die wir uns von Gott und von uns selbst machten. Er sei gekommen, um den weltlichen Sicherheiten zu widersprechen, um uns zu einem echten menschlichen und christlichen Weg kommen zu lassen, der auf den Werten des Evangeliums gegründet sei. Nichts sei von diesem neuen Weg der Wiedergeburt und der Auferstehung ausgeschlossen. Jedes Mal, wenn die Familien, auch die verletzten, zur Quelle der christlichen Erfahrung zurückkehrten, „öffnen sich neue Straßen und ungedachte Möglichkeiten“.

„Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm“ (V. 39-40): eine große Freude der Familie bestehe darin, Kinder großzuziehen. Sie seien dazu bestimmt, sich zu entfalten, Weisheit zu erlangen und die Gnade Gottes anzunehmen, wie dies mit Jesus geschehen sei. Jesus sei wirklich „einer von uns“: der Sohn Gottes, der zum Kind geworden sei, nehme es an, zu wachsen, kräftig zu werden, er sei voller Weisheit und die Gnade Gottes ruhe auf ihm.

Maria und Josef hätten die Freude, all dies in ihrem Kind zu sehen. Dies sei die Sendung, auf die die Familie ausgerichtet sei: günstige Bedingungen für das harmonische und volle Wachsen der Kinder zu schaffen, damit sie ein gutes Leben haben könnten, das Gottes würdig und konstruktiv für die Welt sei.







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