21 Dezember 2017, 10:30
Ganze Welt soll erfahren, wie (schlecht) Einwanderer behandelt werden
 
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Migranten-Aufstand in Deggendorf sorgt in Deutschland für heiße Diskussionen in der Bevölkerung - CSU-Politiker: „Wer sich über unsere Gastfreundschaft und Hilfe beschwert, sollte nicht demonstrieren, sondern sofort nach Hause zurückkehren.“

Deggendorf (kath.net)
Ein „Flüchtlingsaufstand“ im bayrischen Deggendorf sorgt für heiße Diskussion im Internet und bei der deutschen Bevölkerung. Was ist passiert? Etwa 175 Flüchtlinge aus Sierra Leone haben in Deggendorf gegen die Umstände ihrer Unterbringung demonstriert. Dies berichtet die „Welt“. Die Flüchtlinge kritisierten die Ablehnung ihrer Asylanträge, die zweijährige Unterbringung im Transitzentrum, mangelnde Schulbildung für Kinder, fehlende Arbeitserlaubnis, schlechte Nahrungsqualität, Hygiene sowie medizinische Versorgung. Zudem seien die Zimmer mit acht Personen zu beengt. Durch ihren Protest solle „die ganze Welt erfahren, wie Deutschland die Einwanderer behandelt“.

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Die Regierung von Niederbayern hat die Vorwürfe klar zurückgewiesen und erklärt, dass es aus Rücksicht auf Flüchtlinge muslimischen Glaubens beispielsweise gar kein Schweinefleisch sondern sehr oft Pute gäbe. Für die Hygiene der Zimmer seien die Flüchtlinge selber verantwortlich. Es gäbe sogar auf dem Gelände Schulunterricht und ärztliche Versorgung. Die Schlafräume seien durchschnittlich mit drei Personen belegt, lediglich ein Zimmer werde von sieben Personen bewohnt – einer Mutter mit ihren vier Kindern und zwei Nichten.

Deutlich schärfer kritisierte Paul Linsmaier, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat von Deggendorf, den Protest, für den er „null Verständnis“ habe. „Wer sich über unsere Gastfreundschaft und Hilfe beschwert, sollte nicht demonstrieren, sondern sofort nach Hause zurückkehren. Dass die Hilfsbereitschaft der Deggendorfer so mit Füßen getreten wird, ist eine Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht.“

Auch die Meinung der „Welt“-Leser ist eindeutig. Fast alle Lesermeinungen üben scharfe Kritik an den Protesten. „Das ist wirklich dreist!! Es wird Niemand gezwungen in D zu leben“, „Ich habe kein Problem damit, wenn es bei denen zuhause schöner ist! Gute Reise!“, „Ich hoffe ihre Enttäuschung haben Sie auch per sms all ihren Freunden zu Hause kundgetan?! Eine bessere Promotion für‘s nicht hier herkommen gibt es ja nicht.“ Unter anderem heißt es auch: „Gerne kann die ganze Welt erfahren, dass hier nicht das gelobte Land ist. Dann machen sich vielleicht auch weniger Menschen auf nach Europa.“

Symbolbild: Diskussion








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