20 Dezember 2017, 16:00
Mir geschehe nach Deinem Wort
 
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Maria ist ein wahres Vorbild – nicht nur für die Adventszeit, sondern für jeden neuen Tag. Die neue Jugendkolumne von kath.net - Diese Woche ein Beitrag von Viktoria Samp

Linz (kath.net)
Heute im Evangelium spricht Maria diese wunderbaren Worte aus: „Mir geschehe, wie Du es gesagt hast“. Sie unterwirft sich ganz dem Willen Gottes. Diese Zeilen erinnern mich an die Worte, die wir immer wieder im „Vater Unser“ beten: „Dein Wille geschehe“. Ich persönlich finde, das ist die schönste Stelle des Gebets und zugleich auch das schönste Gebet: Sich dem Willen des Vaters vollkommen zu unterwerfen.

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Für mich bedeutet das, Gott in seinem Leben wirken zu lassen, sein Leben in Seine Hände zu legen.
Es bedeutet allerdings nicht, nur dazusitzen, nichts zu tun und seinem Schicksal den freien Lauf zu lassen. Gott hat uns die Welt anvertraut und andere Menschen, die unsere Wege kreuzen. Er hat uns gleichzeitig mit Talenten und Gaben ausgestattet – jeden auf eine ganz individuelle Weise. Und damit ist jeder einzigartig und unersetzlich.

Heute können wir uns vorstellen, dass ein Bote Gottes – so wie zu Maria – auch zu uns tritt und uns zur Heiligkeit beruft. Und auch wir schreiten nicht alleine durch unser Leben, sondern können uns vom Heiligen Geist führen lassen.
Wenn ich an „Gottvertrauen“ denke, kommen mir einige Gedanken dazu, wie oft ich schon unterschiedliche Dinge bereut habe. Wie oft haben wir uns schon darüber geärgert, dass wir ausgerechnet die Route mit Stau gewählt haben oder darüber, dass wir uns verfahren haben? Wie oft haben wir uns über „falsche“ Entscheidungen geärgert und wünschten, in die Vergangenheit zu reisen und alles ändern zu können?
Irgendwann habe ich angefangen zu verstehen, dass man aus jedem Ereignis etwas Gutes machen kann.

Oder vielmehr: Dass Gott jedes Ereignis zu etwas Gutem wenden kann. Es macht keinen Sinn, sich den Kopf zu zerbrechen, über Dinge, die hätten anders gemacht werden können. Die Zeit können wir nicht zurückdrehen. Die Frage, wie sich etwas entwickeln wird, hängt oft von uns ab. Anstatt Entscheidungen zu bereuen, habe ich gelernt, einen Sinn in allem zu finden. Vielleicht hat uns eine Entscheidung vor etwas schlimmen bewahrt oder sie hat dazu geführt, dass wir im Leben eines anderen Menschen eine wichtige Aufgabe erfüllen können.

Wenn ich an Marias Haltung denke und versuche, mir eine ähnliche Situation in meinem Leben vorzustellen, dann denke ich an Menschen, denen ich „zufällig“ begegne, die mich um Hilfe baten oder an Menschen, denen man ansehen kann, dass sie Hilfe brauchen. Eine ältere Frau, die schwere Einkaufstüten trägt, ein Kind, das sich verlaufen hat, ein Mensch mit Behinderung, dem keiner helfen möchte oder vielleicht auch ein Mensch, der in Depressionen steckt. Häufig suchen wir in solchen Situationen Ausreden, warum wir nicht helfen können, schauen uns um und stellen fest: Es gibt genug andere Menschen, die eingreifen könnten. Warum sollte ausgerechnet ich was unternehmen?

Doch wir vergessen uns die Frage zu stellen: Warum bin ich gerade zu dieser Zeit an diesem Ort? Vielleicht ist das ja gerade meine Aufgabe. In solchen Momenten können wir uns Maria vorstellen: Sie hat ihre Berufung voll Demut und Vertrauen angenommen, obwohl das, was folgte kein leichter Weg für sie war. Ihr Gehorsam aber hat uns den Retter geschenkt.
Maria ist ein wahres Vorbild – nicht nur für die Adventszeit, sondern für jeden neuen Tag

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