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14 Dezember 2017, 11:00
donum vitae-Bevollmächtigte lobt Verhütungsmittelfond Kelheim

Subventionen für Sterilisation oder Spirale sind für eine bayrische donum vitae-Bevollmächtigte offenbar okay in den Fällen, in denen Pille und „Pille danach“ nicht funktionieren.

Kelheim (kath.net) Der Verhütungsmittelfond ist „ein ganz großer Sprung nach vorne“. Derart lobend äußert sich Dr. Gudrun Weida, donum vitae-Bevollmächtige des Landkreises Kelheim, gemäß Bericht der „Mittelbayrischen Zeitung“. Es geht um einen Verhütungsmittelfond des Landkreises Kelheim, mit dem ungewollte Schwangerschaften und ihre Beendigung durch Abtreibung verhindert werden sollen. Die bewilligten wenigen Tausend Euro sollen 2018 den staatlich anerkannten Beratungsstellen des Landkreises zur Verfügung stehen. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Alexander Werner, erläuterte dazu, dass es nicht darum gehe, „Verhütungsmittel wie die Pille oder die Pille danach zu subventionieren“, sondern „Frauen, die sowohl in einer finanziellen, als auch sozialen Notlage sind, bei langfristigen Verhütungsmethoden zu unterstützen“

Astrid Gratzl, beim Landkreis angestellte Sozialpädadogin, erläuterte dazu, dass es um „Sterilisation oder die Spirale“ bei Frauen gehe, bei denen die Verhütung durch die Pille nicht ausreiche. Es gehe allerdings nur um einige wenige Ausnahmefälle, versicherte Gratzl.

Der Verein Donum vitae war 1999 von Mitgliedern des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) gegründet worden, nachdem Papst Johannes Paul II. für den Ausstieg kirchlicher Beratungsstellen aus der Schwangerschaftsberatung sorgte, sofern sie den nach deutscher Rechtslage die Abtreibung ermöglichenden Beratungsschein ausstellten. Der Verein wird von der Glaubenskongregation und von der Deutschen Bischofskonferenz abgelehnt. DBK-Vorsitzender Reinhard Kardinal Marx bekräftigte dies 2014 erneut, kath.net hat berichtet. Aktuelle Vorsitzende von donum vitae ist die frühere ZdK-Vorsitzende Rita Waschbüch. Die derzeitige deutsche Botschafterin am Vatikan, Annette Schavan, unterstützt donum vitae ebenfalls aktiv. Schavan schreibt über den Verein wörtlich: „Die Gründung von ‚donum vitae‘ war der richtige Weg, um im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Schwangerschaftskonfliktberatung das katholische Element zu erhalten.“

Die katholische Kirche erlaubt Katholiken weder die Verhütung durch die möglicherweise frühabtreibend wirkende Pille und die „Pille danach“ noch durch die teilweise auch frühabtreibende Spirale.