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13 Dezember 2017, 19:00
Schönborn-Engagement wurde "zum klaren Pro-Homosexualität-Statement"

Politikblogger Andreas Unterberger kritisiert Schönborn nach umstrittener Aids-Veranstaltung im Wiener Stephansdom – Bei allem Mitgefühl, aber der Kardinal halte auch keine Gedenkgottesdienste für Opfer von Krebs- oder Kreislaufkrankheiten
Wien (kath.net)
„Verantwortungsethisch hätte er das nicht tun dürfen, da er ja auch keine großen Gedenkgottesdienste für die Opfer von Krebs- oder Kreislaufkrankheiten oder von Unfällen veranstaltet.“ Mit klarer Kritik an der umstrittenen Aids-Veranstaltung im Wiener Stephansdom am 1. Dezember hat sich vergangene Woche Andreas Unterberger, der bekanntes Politikblogger Österreichs, zu Wort gemeldet. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Gery Keszler, der Organisator des umstrittenen Life-Balls, abgehalten. Bei der ökumenischen Veranstaltung trug unter anderem auch der Sänger Conchita Wurst ein Fürbittgebet vor.

Unterberger, der ehemalige Chefredakteur der Wiener Zeitung, lobt zwar einerseits die Kritik von Schönborn am Urteil des Verfassungsgerichtshofs zur Homo-Ehe, kritisiert dann aber, dass diese "weisen Worte" mit der Veranstaltung im Stephansdom konterkariert werden. Das Schönborn-Engagement sei zum klaren Pro-Homosexualität-Statement geworden, „da Aids nun einmal eng, wenn auch nicht ausschließlich mit der Sexualität dieser Gruppe verbunden ist.“

ZUR DOKU. Die Veranstaltung als Video