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22 November 2017, 10:00
Papst predigt gegen Abtreibung – und niemand berichtet

Katholischen Presseagenturen waren die gestrigen Pro-Life-Aussagen des Papstes keine Berichterstattung wert - Dabei thematisierte Franziskus erneut eines seiner großen Grundanliegen

Vatikan (kath.net)
Katholischen Nachrichtenagenturen des deutschen Sprachraums war es kaum eine Meldung wert: Papst Franziskus hat sich gestern in seiner Santa-Marta-Predigt deutlichst gegen die Abtreibung ausgesprochen, kath.net hat berichtet.

Franziskus warnte nicht zum ersten Mal vor einer „ideologischen Kolonisierung“. Wörtlich sagte er: „Nun, ja, früher war es Sünde, man durfte keine Kinder töten. Doch heute darf man, das ist kein großes Problem, das ist eine perverse, gottlose Neuheit. Gestern waren die Unterschiede klar, wie sie Gott geschaffen hatte, die Schöpfung wurde respektiert. Doch heute sind wir ein wenig moderner... du machst... du verstehst... die Dinge sind nicht so unterschiedlich... und man vermischt die Dinge.“

Seine Aussagen in der Predigt decken sich vollständig mit vielfachen anderen Bemerkungen, mit denen er bereits die Abtreibung kritisiert hatte.

Auch weltliche Medien haben kaum über diese Aussagen berichtet, während über andere Aussagen des Papstes oft sehr bereitwillig berichtet wird.

Allerdings erschüttert diese selektive Berichterstattung noch mehr, wenn es sogar offizielle katholische Medien des deutschen Sprachraumes betrifft, die von Kirchensteuergeldern finanziert oder mitfinanziert werden.

Weiterführende Links:
Papst nennt Abtreibung 'grauenhaftes Verbrechen'

Franziskus: 'Abtreibung ist ein Verbrechen, ein absolutes Übel'


Papst Franziskus über Abtreibung




Foto oben: Archivfoto