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22 November 2017, 09:40
Möglicherweise war ein Anschlag auf Essener Weihnachtsmarkt geplant

Hessischer Landtagsabgeordneter Ismail Tipi: „Es ist wichtig, dass wir gegen die IS-Terroristen vorgehen, sobald wir konkrete Verdächtigungen haben und noch bevor es zu einem Anschlag kommt“

Wiesbaden (kath.net) Bei einer Anti-Terror-Razzia wurden sechs Männer zwischen 20 und 28 Jahren vorläufig festgenommen. In Kassel, aber auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben die Fahnder zugeschlagen. Es wurden auch Mobiltelefone, Laptops und Unterlagen beschlagnahmt.

„Rund 500 Polizisten haben insgesamt acht Wohnungen in Kassel und in anderen drei Städten durchsucht. Immer wieder ist von solchen Razzien zu lesen. Dabei geht es auch um die Verhinderung von Anschlägen. Nach hr-Informationen soll sogar ein Anschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant gewesen sein. Es beruhigt mich zu sehen, wie effektiv die Polizei und die Sicherheitsbehörden bundesländerübergreifend agieren. Es ist wichtig, dass wir gegen die IS-Terroristen vorgehen, sobald wir konkrete Verdächtigungen haben und noch bevor es zu einem Anschlag kommt“, vertritt der hessische Landtagsabgeordnete und CDU-Integrationexperte Ismail Tipi gemäß Presseaussendung.

Die festgenommenen Syrer sollen Mitglieder einer terroristischen Vereinigung sein, für den IS gekämpft und Anschläge mit Waffen oder Sprengstoff vorbereitet haben. Die Hinweise auf die Verdächtigen kamen von Flüchtlingen. Sie gaben an, dass die Männer in Syrien als IS-Kämpfer aktiv gewesen seien. Die Syrer sollen dann unter falscher Identität als Flüchtlinge nach Deutschland eingereist sein.

„Die Behörden sind diesen Hinweisen nachgegangen und haben eine radikalislamistische Einstellung festgestellt. Außerdem waren die Festgenommenen untereinander vernetzt. Ich bin froh, dass die Sicherheitsbehörden die Hinweise von Flüchtlingen erstnehmen. Es kommen seit einiger Zeit immer wieder solche Hinweise auf mögliche Terroristen. Oftmals sind es absichtliche Falschbeschuldigungen, aber es ist unsere Pflicht ihnen nachzugehen. Dieser Fall zeigt, dass nicht alle Angaben falsch sind. Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen, immerhin geht es darum, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die Gefahr vor Anschlägen ist nicht gebannt, deshalb müssen wir stets wachsam sein und müssen handeln, bevor es zu spät ist.“

Der hessische CDU-Landtagsabgeordnete und Integrationsexperte Ismail Tipi




Foto MdL Tipi (c) Ismail Tipi