14 November 2017, 09:00
Hochschule Heiligenkreuz knackt 300-Studenten-Marke
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Heiligenkreuz'
Entwicklung des höheren theologischen Lehrbetriebs im Stift Heiligenkreuz hat eine Tradition, die weit ins Mittelalter zurückreicht

Wien (kath.net/KAP) Die Hochschule Heiligenkreuz hat erstmals in ihrer fast 900-jährigen Geschichte mehr als 300 Studenten. Die Hochschule ist in einer stabilen Aufwärtsphase, von 62 Studenten 1999 ist sie auf nunmehr 301 Studierende gewachsen, teilte das Zisterzienserstift am Montag auf seiner Website mit. 163 Studenten sind Ordensleute oder Seminaristen. 211 Hörer kommen aus dem deutschen Sprachraum: 103 aus Österreich, 97 aus Deutschland, 11 aus der Schweiz. Insgesamt sind 32 Nationalitäten vertreten. 246 Studenten sind männlich, 55 weiblich.

Werbung
rosenkranz


Die "Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI./Hochschule Heiligenkreuz" ist in ihrer aktuellen Form zehn Jahre alt. Sie ist seit 2007 kirchenrechtlich "Päpstliche Hochschule". Die Entwicklung des höheren theologischen Lehrbetriebs in dem 1133 gegründeten und damals von Mönchen aus Morimond (Burgund) besiedelten Stift Heiligenkreuz hat jedoch eine Tradition, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht.

1802 wurde eine kirchlich und staatlich anerkannte Ausbildungstätte für die Priesterausbildung - ein Institutum Theologicum für den Bedarf der vier niederösterreichischen Zisterzienserstifte Zwettl, Wiener Neustadt-Neukloster, Heiligenkreuz und Lilienfeld - eingerichtet. Wie bei den vergleichbaren Hauslehranstalten der Stifte Klosterneuburg, Melk, Lilienfeld, Göttweig und St. Florian blieben im 19. Jahrhundert die Hörerzahlen unter 20. Ausschließlich Zisterzienser wurden zu Professoren ernannt.

Mit dem Aufstieg der deutschsprachigen Theologie Ende des 19. Jahrhunderts erhielten die Heiligenkreuzer Professoren langsam ein neues Profil. Statt nur aus staatlich approbierten Handbüchern vortragen zu dürfen, erlangten sie zunehmend wissenschaftliche Selbständigkeit. Wichtige Bereiche der Ordensgeschichte, Bibelwissenschaft und Spirituellen Theologie wurden von ihnen erforscht.

Der große Impuls kam dann Ende der 1960er durch den Regensburger Bischof Rudolf Graber. Dieser schickte Spätberufene aus Bayern nach Heiligenkreuz, um sie im Rahmen der Ordenshochschule, jedoch in einem Weltpriesterseminar - dem "Collegium Rudolphinum" wohnend - auf den Priesterberuf vorbereiten zu lassen. Bald folgten Seminaristen aus anderen Diözesen und Ordensgemeinschaften. 1976 erfolgte die Erhebung zur Philosophisch-Theologischen Hochschule. 2007 wurde das Rudolphinum der Verantwortung des Stiftes und einer Kommission österreichischer Bischöfe unterstellt und in Leopoldinum umbenannt.

Am 28. Jänner 2007 wurde die Hochschule von Papst Benedikt XVI. in den Rang eines Päpstlichen Athenaeums (Päpstliche Hochschule) erhoben. Am 9. September 2007 besuchte Papst Benedikt XVI. das Stift und die nach ihm benannte Päpstliche Hochschule und lobte sie wegen der Verbindung von Theologie und Spiritualität als "profilierten Studienort".

Die Hochschule Heilgenkreuz ist die einzige verbliebene Ordenshochschule in Österreich und einzige Hochschule im Zisterzienserorden. Sie ermöglicht ein staatlich und kirchlich anerkanntes Studium der katholischen Theologie und ist zugleich für Ordensgeistliche mit einem Priesterseminar verbunden. Seit 2002 ist die Hochschule auch außeruniversitär in der kirchlichen Erwachsenenbildung tätig und unterstützt das Institut St. Justinus bei der Ausbildung von Katechisten. Ebenfalls befindet sich in Heilgenkreuz das Europäische Institut für Philosophie und Religion, das von Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz geleitet wird. (Infos: www.hochschule-heiligenkreuz.at)

Imageclip Hochschule Heiligenkreuz




Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Die ewige Erlösung vieler Seelen steht auf dem Spiel! (134)

„Einige junge Leute sind mit Lehre der Kirche nicht einverstanden“ (46)

Schick: Eucharistiegemeinschaft ist nicht die wichtigste Ökumenefrage! (43)

Der Rassismus des Emmanuel Macron (40)

Die 12 Tricks des Anti-Christen, um Seelen zu stehlen (38)

Cupich: Keine Kommunion für Homo-Paare ‚ist nicht unsere Politik’ (38)

Augsburg: Zwei frühere evangelische Pfarrer empfangen Priesterweihe (38)

Papst: "Wenn ihr so eine Sache seht, sofort zum Bischof!" (34)

Jugendliche aus Panama schenken Papst Weltjugendtag-Kreuzanhänger (27)

„Wie geht es der Kirche? Wie immer: Der Teufel stürmt gegen sie an“ (26)

Burger: „Wie können wir als Kirche überhaupt noch weitermachen?“ (25)

Und nochmals 50.000 Euro für 'Schlepperkönig' und 'Team Umvolkung' (25)

Eichstätter Bischof Hanke schließt Rücktritt nicht aus (24)

US-Hexen verfluchen neuen US-Richter Kavanaugh (22)

Dann „wird das Brot zum Zeichen für Jesus Christus“ (21)