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20 Oktober 2017, 09:00
„Welt“: „‚Je suis Charlie‘ – ohne die Juden?“

"Welt" berichtet über Vorwurf der französischen Philosophin Elisabeth Badinter: Es gebe einen neuen Antisemitismus durch Islamisten, doch dieser werde in Frankreich aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt.

Paris (kath.net) Es gebe einen neuen Antisemitismus durch Islamisten, doch dieser werde in Frankreich aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt. Wer sich dagegen wende, werde der „Islamophobie“ bezichtigt. Dies vertritt die feministische Philosophin Elisabeth Badinter, wie Jürg Altwegg, Kulturkorrespondent der „Welt“, in einem Beitrag beschreibt. Verbrechen an Juden würden totgeschwiegen, mahnt Badinter und weist auf einen Mord in Paris im April 2017 hin: Eine 65-jährige Jüdin wurde eine Stunde lang gefoltert, dann aus dem Fenster geworfen, „der Täter wusste, dass sie Jüdin war und schrie, er wolle sein Volk rächen“. Doch „Zwei Monate lang wurde nur in den jüdischen Medien darüber berichtet. In den Zeitungen gab es keine Recherchen und keine Reportagen, niemand hat die Nachbarn befragt, welche die Rufe ‚Allahu Akbar‘ gehört hatten.“ Auch der Morde im jüdischen Supermarkt, zeitgleich zum „Charlie Hebdo“-Attentat, verschwände bereits aus dem kollektiven Bewusstsein. Ebenso die Kinder, die vor fünf Jahren von Mohammed Merah gezielt in einer jüdischen Schule in Toulouse ermordet wurden (siehe Foto).

Eine „neue radikale Linke“ hat den bisherigen Kampf gegen den Antisemitismus verraten, man solidarisiere sich mit den Arabern in den Banlieues und den Palästinensern. Der Kampf für diese Antizionisten hat den Kampf gegen den Antisemitismus zur Strecke gebracht“, so Badinter gemäß Darstellung in der „Welt“ weiter.

Link zum Beitrag in der „Welt“: „Judenhass in Frankreich: Die Täter machen es wie die Nazis“

Gedenkbild an die jüdischen Todesopfer von Toulouse




DAS sind drei der jüdischen Todesopfer von Toulouse




In tiefer Trauer um die Opfer des Attentats auf die jüdische Schule in Toulouse