11 Oktober 2017, 13:00
Kardinal Marx gegen 'Obergrenze' bei Zuwanderung
 
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Der DBK-Vorsitzende hat die Asylpolitik von CDU und CSU kritisiert - Gleichzeitig vertrat er aber etwas widersprüchlich: Es sei nicht die Position der Kirche, alle Menschen sollten nach Deutschland kommen

München (kath.net)
Kardinal Reinhard Marx hat die Asylpolitik von CDU und CSU kritisiert. Dies berichtet der "Spiegel" Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz möchte gerne einen Familiennachzug von Flüchtlingen. Auch mit dem Begriff "Obergrenze" hat er ein Problem. Für Marx sei klar, dass, wer auf Dauer in Deutschland bleibe oder geduldet sei, seine engsten Familienangehörigen zu sich holen können. "Familiennachzug ist für uns ein sehr entscheidender Punkt", meinte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

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Im Kompromiss zwischen der CDU und CSU hat man sich darauf geeinigt, dass der Familiennachzug für Flüchtlinge mit dem eingeschränkten subsidiären Schutz ausgesetzt bleiben solle.

Der Begriff "Obergrenze" ist für Marx nicht "hilfreich". Er meint, dass man das Asylrecht nicht begrenzen könne. Zahlen seien für ihn "irgendwie fiktiv".

Etwas widersprüchlich erklärt der Münchner Erzbischof dann auch, dass er aber nichts dagegen habe, wenn die Zahl der Zuwanderer begrenzt werde. Es sei nicht die Position der Kirche, alle Menschen sollten nach Deutschland kommen.

Foto Kardinal Marx (c) Erzbistum München und Freising

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