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10 Oktober 2017, 09:45
Paris: Mitschüler schlugen jüdische Zehnjährige krankenhausreif

Verletzungen an Rippen und am Magen machten Krankenhausaufenthalt nötig – Mutter hatte die bereits länger währenden Angriffe auf das Kind ergebnislos zunächst der Schulleitung, dann der Polizei gemeldet

Paris (kath.net) In Paris schlugen Ende September Klassenkameraden ein zehnjähriges Mädchen zusammen, weil sie jüdisch ist. Das Mädchen erlitt Verletzungen an den Rippen und am Magen, es musste stationär ins Krankenhaus. Die Mutter hatte die bereits länger währenden Angriffe auf das Kind zunächst der Schulleitung, dann der Polizei gemeldet. Gegenüber der Polizei gab die Mutter an, dass die Schule keine geeigneten Maßnahmen ergreife, um das Kind zu schützen. Der Vorfall wurde inzwischen von der Pariser Schulbehörde bestätigt. Das Kind wird nach der Genesung in eine andere Schule gehen. Über die tatverdächtigen Mitschüler wurden bisher keine Einzelheiten bekannt.

Francis Kalifat, Präsident der jüdischen Dachorganisation in Frankreich, äußerte dazu, dass öffentliche Schulen inzwischen unsicher für jüdische Schüler geworden seien. Früher hätten rund ein Drittel der jüdischen Eltern ihre Kinder in öffentliche Schulen geschickt, heute tue es fast niemand mehr.