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13 September 2017, 11:35
Die Apostolische Reise nach Kolumbien

Franziskus: ‚Demos el primer paso’. Den ersten Schritt machen heißt, sich wirklich um den Mitmenschen in Not zu kümmern und ihm wie Christus zu dienen, der unsere Hoffnung und unser Friede ist. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) „Ich will hören, was Gott redet: / Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, / den Menschen mit redlichem Herzen. [Sela] Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. / Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. Es begegnen einander Huld und Treue; / Gerechtigkeit und Friede küssen sich. Treue sprosst aus der Erde hervor; / Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder“ (Ps 85,9-12).

In seiner Katechese zur heutigen Generalaudienz ließ Papst Franziskus seine Apostolische Reise nach Kolumbien (6.-11. September) Revue passieren.

Dankbar schaute Franziskus auf seine Reise nach Kolumbien zurück. Das Motto „Machen wir den ersten Schritt“ habe sich auf den Friedensprozess bezogen, „der in den letzten Jahren mit Gottes Hilfe begonnen und vorangebracht werden konnte“. So habe der Papst mit seinem Besuch die Bemühungen für eine echte Versöhnung unterstützen und die Menschen im Glauben und in der Hoffnung stärken wollen.

Die Begegnung mit den jungen Menschen in Bogotá sei sehr eindrucksvoll gewesen, ebenso das Treffen mit den Bischöfen Kolumbiens und Lateinamerikas. Der zweite Tag in Villavicencio habe im Zeichen der Versöhnung gestanden. Bewegend „waren die Versöhnungsfeier vor dem verstümmelten Christus von Bocayá und die Seligsprechung zweier Märtyrer“. Einmal mehr sei deutlich geworden, „dass der Friede sich auf dem Opfer vieler Zeugen der Liebe, der Wahrheit und der Gerechtigkeit gründet“: „Es begegnen einander Huld und Treue; / Gerechtigkeit und Friede küssen sich“ (Ps 85,11).

Der Besuch in Medellín habe das christliche Leben als Jüngerschaft in den Mittelpunkt gestellt, Berufung und Mission. Die letzte Etappe in Cartagena „war der Förderung der menschlichen Person und seiner Grundrechte gewidmet“. Die beiden großen Heiligen dieser Stadt, Petrus Claver und Maria Bernarda Bütler, hätten uns mit ihrem Leben für die Ärmsten und Ausgestoßenen gezeigt, dass uns das Evangelium die wahre Freiheit schenke.

„Den ersten Schritt machen heißt“, so der Papst, „sich wirklich um den Mitmenschen in Not zu kümmern und ihm wie Christus zu dienen, der unsere Hoffnung und unser Friede ist“. Erneut empfahl Franziskus das Land und sein Volk Unserer lieben Frau von Chiquinquirá, die er in der Kathedrale von Bogota verehren konnte. Mit der Hilfe der Gottesmutter solle jeder Kolumbianer alle Tage einen Schritt hin zu den Brüdern und Schwestern machen können, um so den Frieden in der Liebe, in der Gerechtigkeit und in der Wahrheit aufzubauen.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude heiße ich die Pilger aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. Christus ist unser Friede und unsere Versöhnung. Als seine Jünger müssen wir stets bereits sein, den ersten Schritt zu machen und seine Liebe zu bringen. So können wir wirklich Salz, Licht und Sauerteig in der Welt sein. Der Heilige Geist helfe uns dabei mit seiner Gnade.