04 September 2017, 09:30
Mariazellerfest: 'Europa leidet nicht nur unter Terror'
 
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Linzer emeritierter Bischof Schwarz hebt bei Gottesdienst im Wiener Stephansdom hervor, dass Bedrohungen auch das Umfeld der Marienerscheinungen in Fatima vor 100 Jahren gekennzeichnet haben

Wien (kath.net/KAP) Europa leidet nicht nur unter Terror, sondern vor allem unter einer Entsolidarisierung: Das betonte der emeriterte Linzer Bischof Ludwig Schwarz (Archivfoto) am Samstagabend beim Mariazellerfest im Wiener Stephansdom. Schwarz erinnerte in diesem Zusammenhang an die Bedrohung des Lebens - an seinem Anfang bei der Empfängnis, und an seinem Ende, wo vielerorts über Sterbehilfe nachgedacht werde oder sie passiere.

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Der Bischof hob hervor, dass Bedrohungen auch das Umfeld der Marienerscheinungen in Fatima vor 100 Jahren gekennzeichnet hätten. Er zeigte sich besorgt, dass viele die Botschaft zur Umkehr nicht hören wollten, weshalb sich mittlerweile in Europa ein "aufgeklärtes Neuheidentum" als Mainstream herausgebildet habe. Papst Benedikt XVI. habe mit Recht die "Gottvergessenheit" als Grundübel Europas charakterisiert. Kern der Botschaft von Fatima sei, dass sich der Mensch nicht selbst retten könne; dies werde in unserer Zeit klarer denn je, so Schwarz.

Das traditionelle Wiener Mariazellerfest geht in der Regel dem Mariazell-Patrozinium (8. September) voran. Der Wiener Stephansdom ist mit der Verehrung der Mariazeller Muttergottes seit langem verbunden. Von hier nahm das Pilgerwesen von Wien nach Mariazell vor bald 400 Jahren seinen Anfang, von hier bildeten sich auch die späteren Mariazeller Prozessionsvereine der Wiener Pfarren aus.

Um die Verehrung der Mariazeller Muttergottes auch in der Domkirche zu ermöglichen und um jenen, denen eine Reise nach Mariazell nicht möglich ist, wenigstens atmosphärisch den Gnadenort nahezubringen, wird die Messe mit Lichterprozession jeweils Anfang September, nahe am Patroziniumstag, im Stephansdom abgehalten. Eine zentrale Rolle haben dabei die traditionellen Wiener Wallfahrtsverbände.

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