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20 Juli 2017, 11:30
Erzbischof Schick ruft zu mehr Ehrfurcht im Gottesdienst auf

Erzbischof Ludwig Schick ruft die Gläubigen zu mehr Ehrfurcht in den Kirchen und bei den Gottesdiensten auf.

Limbach (kath.net/pek) Erzbischof Ludwig Schick ruft die Gläubigen zu mehr Ehrfurcht in den Kirchen und bei den Gottesdiensten auf. Der Mangel an Ehrfurcht beeinträchtige die Schönheit, Würde und auch Wirksamkeit der Feier der Sakramente und aller Gottesdienste, sagte Schick am Mittwoch bei der Mesner-Wallfahrt in Maria Limbach. Dieser Mangel entstehe meist nicht bewusst oder willentlich, sondern durch Gewöhnung, die auch das Erhabenste gewöhnlich und das Besondere alltäglich mache. Diese Gefahr bestehe für Mesner wie Priester und alle, die besondere Aufgaben in den Gottesdiensten und Kirchen wahrnehmen.

Die Mesnerinnen und Mesner sollten durch Wort und Beispiel dazu beitragen, dass die Ehrfurcht vor Gott in den Kirchen wieder zunimmt. „Sie ist unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Gnade Gottes bei uns ankommt und wirken kann.“

Ehrfurcht, so Schick, habe nichts mit Angst und Schrecken vor Gott zu tun. „Gemeint ist ehrfürchtige Liebe vor dem großen und erhabenen und doch den Menschen nahen Vater, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Wenn wir ihn verehren, wird er für uns der einzige Gott, der unser Leben bestimmen und die Welt erlösen kann“, sagte der Oberhirte. Die Ehrfurcht vor Gott bewirke auch einen respektvollen Umgang mit den Mitmenschen und Achtung vor der ganzen Schöpfung.

Der Bamberger Erzbischof predigte in der Wallfahrtskirche Maria Limbach im Bistum Würzburg vor den Mesnerinnen und Mesnern aus den Bistümern Bamberg, Eichstätt und Würzburg.